Bali 2015

So Leute,

da sind wir wieder. Seit gestern Nacht sind wir unterwegs nach Bali. Wir sind schon 30 Stunden oder mehr wach. Dajana hat es gerade geschafft, auf dem Flughafenboden einzuschlafen. Aberwas ist passiert?
Es ging am Mittwoch reibungslos auf Tour. Die deutsche Bahn war puenktlich und wir sind von Halle nach Frankfurt/Main mit dem Nachtzug gefahren. Da die Zugverbindungen auf der Strecke nicht so ideal sind, waren wir schon sehr frueh da. Wir haben versucht auf dem Flughafen etwas die Augen zuzumachen. Aber das hat nur selten geklappt. Wir haben zwar ein bisschen im Zug geschlafen. Aber das hat nicht viel geholfen. Naja, wir konnten recht schnell einchecken und kurz nach halb 11 ging es in die Luft. Auf den Flug haben wir uns schon gefreut, da wir das erste Mal mit einem A380 der Singapore Airlines fliegen konnten. Das ist echt ein Mordsteil. Unten sind die Schlafsuiten und die Economy Class und oben die Business bzw. First Class. In letzterer durfte ich mich nach der Landung in Singapur kurz umschauen. Coole Sache. Aber die Economy Class ist auch nicht schlecht. Die Sitze sind bequem, es gibt ein riesiges Enterainment Packet (mehrere hundert Filme, Musikalben und Serien, Spiele etc.). Langweilig wurde einem dabei nicht. Das Personal war sehr freundlich und hilfsbereit und das Essen war super. Ich habe selten so gutes Essen im Flugzeug gehabt. Auf dem knapp 12 Stunden langen Flug haben wir aber auch kaum ein Auge zugemacht. Es ist echt schwierig, besonders fuer mich, im Flugzeug zu schlafen. Was mir bei dem A380 auffiel ist, dass er sehr sanft abhebt (das merkt man kaum) und obwohl wir an der Tragflaeche sassen, war er sehr ruhig und der Flieger macht auch keine Prrobleme beim Landen. Die Landung war butterweich. Aber wie das hier fruehs in Suedostasien so ist, sind wir in einer dicken Nebelsuppe gelandet, 26 Grad und fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit. Planmaessig haetten wir 2 1/2 Stunden Zwischenstopp gehabt. Daraus wird jetzt aber nichts mehr. Aktuell sind es jetzt knapp 6 Stunden. Und ich habe immer noch nicht geschlafen. Das Problem ist, dass auf der Insel Lombok, neben Bali, der Vulkan Rinjani ausgebrochen ist und Asche spuckt, die den Flugverkehr auf Bali erheblich einschraenkt. Dort sitzen 1000sende fest und kommen nicht weg. Und wir kommen nicht hin, solange der Flughafen auf Bali nicht gruenes Licht gibt. Komischerweise kam davon nichts mehr in den Nachrichten und am Flughafen in Frankfurt hat man uns auch nichts gesagt. Wir hatten im Juli zwar schon davon gehoert, es dann aber wieder aus den Augen verloren und vergessen. Tja und nun liegen wir am Transit Gate auf den Boden und muessen warten. Dajana schlaeft. Aber ich komme nicht zur Ruhe. Heute Nachmittag ist der naechste Flug angesetzt und ich hoffe, dass wir den nehmen koennen. Ansonsten wird es ungemuetlich und wir muessen einen neuen Plan schmieden. Ab 14.30 Uhr Ortszeit wissen wir hoffentlich mehr.

Bis dahin

Euer voellig uebermuedeter Lille




finde ich ne sehr gute Idee @ FRA
747-600 @ FRA












@ SIN Changi

@ SIN Changi

So nachdem wir einige Zeit auf dem Boden am Transit Gate geschlafen haben, sind wir mit unserem Gutschein, den wir wegen der Flugverspätung bekommen haben, losgezogen um was zu Essen zu besorgen. Es war immerhin ein 15$ Gutschein. Davon konnte man sich schon ein gutes Süppchen kaufen. Als wir wieder zurück zum Gate kamen, war es schon kurz nach 14.30 Uhr und wie befürchetet hatte noch keine Informationen zu unserem Flug besorgt. Auf das drängen mehrerer Fluggäste haben die Verantwortlichen endlich auf Bali und bei allen anderen Zuständigen angerufen. Es hat eine Weile gedauert. Und siehe da. Wir hatten Glück. Seeehr viel Glück. Man sagte uns, dass der Flug nun doch um 16.15 Uhr geht. Jedoch war es da schon kurz nach 15 Uhr und wir mussten wieder durch den kompletten Flughafen sprinten. Da der Flughafen aber über eine Airport-Railway verfügt, sind wir relativ schnell zum ins andere Terminal gekommen. Dort haben wir noch ein paar andere Deutsche getroffen, die weniger Glück hatten und schon einen Tag vor uns in Singapur gestrandet waren. Die waren auch froh, dass sie endlich weiter konnten. Der Flug ging dann auch wirklich und nach ca. 3h sind wir dann auf dem Ngurah Rai International Airport gelandet. Während des Flugs bin ich mehrmals weggenickt, was Dajana doch reichlich amüsiert hat. Zumindest die Art und Weise, wie ich dabei in meinem Sitz rumgebaumelt bin. Nach der Landung haben wir uns im Duty Free erstmal mit billigen Zigaretten eingedeckt und sind dann zum Taxi. Dabei ist uns aufgefallen, dass der Flughafen anscheinend neu bzw. umgebaut wurde. Das sah richtig gut aus und ist anscheinend kurz nach unserem letzten Besuch vor 3 Jahren passiert. Jedoch mussten wir feststellen, dass das Taxifahren doch etwas teurer geworden zu sein schien. Auf einmal wollten sie den doppelten Preis, mit der Begründung das ja durch den Neubau des Flughafens hier alles teurer geworden ist. Da alle Taxifahrer das gleiche sagten, hatten wir leider keine Wahl. Anstatt für 4 Euro sind wir diesmal für 10 Euro nach Kuta gefahren. Da lasst euch aber gleich sagen: das war Abzocke. Denn man kommt definitiv billiger an sein Ziel. Am Besten man verhandelt den Preis nicht sondern fährt mit Taxometer. Auf der Rückfahrt zum Flughafen haben wir das so gemacht und so nur die Hälfte bezahlt. Zu unserem Hostel waren es nur knapp 10 min. Zwar hatte ich gelesen, dass das Hostel einen anderen Straßennamen hatte und ein Pool dazu gekommen war, aber trotzdem nicht daran gedacht, dass es umgezigen ist. Dies schmälerte aber nicht unsere Erwartungen. Das "Warung Coco" war im Grunde genommen genauso aufgebaut und ausgestattet wie vorher. Nur die Lobby war größer und es ist ein schöner Pool mit einer Poolbar hinzugekommen. Das sah richtig toll und einladend aus. Auch die Zimmeraustattung war gleichgeblieben. Ein Doppelbett, ein Kühlschrank, ein Kleiderschrank eine Kommode, A/C, und ein kleines Bad mit Dusche. Mehr haben wir eh nicht gebraucht, da wir eh den ganzen Tag unterwegs waren. Und der Preis ist auch der gleiche geblieben: ca. 15 Euro pro Nacht. Das Personal ist glaube ich auch weitgehend das selbe geblieben. Aber sie haben uns leider nicht wiedererkannt... Naja halb so schlimm. Wir haben uns erstmal ausgiebig geduscht, uns ein Bintang gegönnt und sind dann noch kurz in die Stadt gegangen. Dabei stellten wir fest, dass gerade eine Harley Davidson Convention in Kuta war. In den 3 Jahren hat sich nicht wirklich viel verändert. Um genau zu sein ist eigentlich fast alles beim Alten geblieben. Aber es waren merklich weniger Touristen da, was an dem Vulkanausbruch auf der Nachbarinsel Lombok lag. Durch die Eruption ist zu viel Asche in der Atmosphäre, so dass die ganzen Flieger aus Australien nicht landen können...
Naja nach einem Happen zu essen sind wir dann auch wieder zurück zum Hostel. Das liegt jetzt eine Querstraße weiter weg als vor 3 Jahren. Aber die 5 min Umweg haben wir für dieses Preis-Leistungsverhältnis gerne in Kauf genommen. Das war also die Anreise nach Bali. Diesmal ein bisschen ereignisreicher als sonst :)
(edited by Leandro)



Die Story zu diesem Bild gibt es hier im Blog unter Bali nachzulesen: http://lille-in-australia.blogspot.de/
Durch die damaligen Ereignisse ist das Restaurant wohl pleite gegangen... Schämt euch Mädels :D



Der nächste Tag folgt.....

Anmerkung: der Umrechnungskurs zu dieser Zeit lag bei ungefähr 15.000 IDR = 1 Euro

Tag 2 

Freitag, 06.11.2011 

Um 8:30 aufgestanden, gab es wieder lecker Indonesian breakie – Mie Nudeln mit Gemüse und Ei.
Um uns erst einmal zu akklimatisieren entschlossen wir uns dazu den Morgen für eine kleine Shoppingtour zu nutzen. Dabei fiel für mich ein Bikini-Slip von Ripcurl und ein Bikini-Oberteil von Volcom ab und für Lille eine Badehose, neue Flip Flops und ein Basecap ab. Der Kauf der Badehose war sehr lustig. Lille wollte die eine Boxershorts-Badehose anprobieren, durfte dies aber nicht. Der Verkäufer meinte, dass Unterwäsche nicht anprobiert werden dürfte. Ich wiederrum durfte den Bikini-Slip anprobieren und ich meinte dann noch, dass dies vielleicht ein Maßnahme ist, da Frauen nichts kauften, dass sie nicht anprobieren dürften. Dann durfte Lille jedoch die Badeshorts mit demselben Design anprobieren und wir fanden heraus, dass die Boxer wirklich als Unterwäsche gedacht war, obwohl sie aus demselben Material war und daher nicht anprobiert werden durfte.
Nach dieser ausgiebigen Shoppingtour setzten wir uns an unseren Pool, da es sich mittlerweile etwas zugezogen hatte und wir für 18:00 eine Massage bei Camilla's gebucht hatten. Wir nahmen beide das 2 Stunden-Paket mit 1 h Ganzkörpermassage, Body Scrub und Gesichtsmassage. Wieder mit gefühlten 20 Packungen im Gesicht – ein Traum für 150.000 IDR p. P. :) Frisch abgeschrubbelt machten wir uns dann auf Futtersuche. Unsere Wahl fiel auf ein kleines Restaurant in einer der Seitenstraßen, den Dog Dragon Grill. Beim Studieren der Speisekarte stellten wir fest, dass es auch Fisch frisch vom BBQ-Grill gab. Tuna und Mahi Mahi. Ich fragte, ob Mahi Mahi denn gut schmecke und die Kellnerin meinte ja und empfahl mir dazu die Black Pepper Sauce. So bestellte ich Mahi Mahi mit Black Peppercorn Sauce, Mash Potatoes und Tamarind Tomatoes; ja wir erinnern uns an das Zeug, mit dem man auch Silber putzen kann, und Lille Tuna mit Mash Potatoes, Asian Greens und Red Chili Sauce. Der Thunfisch war echt gut, aber der Mahi Mahi ein Gedicht :) Da wir nicht wussten, wie groß die Portionen sein würden hatten wir uns noch eine Schale Wedges für 2 als Vorspeise bestellt, an der wir nach dem Essen noch kämpften. Dazu gab es Bintang und für Lille Bali Coffee und Long Island Icetea. (375.000 IDR, 10 % tax)
Gut gestärkt holten wir uns dann unseren kostenfreien Welcome Drink im Paddy's ab. Einen kleinen Vodka Sunrise in einem fast leeren Club. Man merkte, dass die Flieger nicht gelandet waren, alles war absolut leer – und das gegen 23:00 wo normalerweise kein Durchkommen mehr auf den Straßen ist und die Clubs rammelvoll sind. Wir machten uns dann auch wieder auf den Rückweg und dann ab ins Bett.
(edited by Dajana)


yeah we are millionairs :D



tribute to our good friend Suhaib :)
@ Camilla's Spa

wie gemein... This is really mean ;)












Starkstromleitungen auf Bali - natürlich alles sicher ;)











@ Paddy's Pub



Leggaaaaa :D @ Dog Dragon Grill








unser Pool bei Nacht

Tag 3


Samstag, 07.11.201
Gegen 9:00 gab es wieder indonesisches und kontinentales Frühstück und danach hieß es ab an den Pool und Touren planen. Dieses Mal hatten wir einen Haufen Broschüren mit Angeboten. Die meisten Touren fielen allerdings für uns nicht in Betracht, da wir beim letzten Mal mit unseren beiden Touren schon eine Vielzahl der Sehenswürdigkeiten, die angeboten wurden, abgedeckt hatten. Wir machten eine Liste und schrieben die Preise auf. Da Lille die ersten 3 Tage nicht wirklich etwas machen wollte, einigten wir uns darauf die erste Tour am Montag zu machen, --- und dann am Mittwoch die Erklimmung des Mt. Agung zum Sonnenaufgang, dem höchsten und heiligsten Vulkan auf Bali. Wir fragten auch im Hotel nach. Ob der Mt. Agung und Lombok im Moment beide sicher wären – die Antwort war natürlich „ja“. Gegen 13:00  machten wir uns auf in Richtung Strand und haben dabei die Poppies I entdeckt. Eine sehr enge und unscheinbare Gasse hinter Bali Family Tattoo. Wir hatten diese beim letzten Mal völlig übersehen und stellten fest, dass auch hier unzählige kleine „Shops“ und Restaurants/Cafés waren. Da wir auch noch 2 Handtücher brauchten, fragten wir an einem der Stände nach, was 2 Handtücher kosten sollten. Der Verkäufer meinte 800.000 IDR. Wir sagten natürlich „nein“. Er sagte, dass es sich um große Handtücher handelte und diese daher so teuer wären und ging runter auf 400.000 IDR. Wir sagten wieder nein und handelten ihn dann bis 150.000 IDR runter. Letztes Mal zahlte ich 60.000 IDR für eins und so sagte ich, ok, die Preise sind seither gestiegen, also ist es in Ordnung ein wenig mehr zu bezahlen...
Vor dem Strand machten wir noch in einem kleinen Warung neben dem Hard Rock Café halt, wo es für Lille Reis mit Beef-Satay und Iced Coffee und für mich Mie Goreng Jakarta und Coke (180.000 IDR) gab.
Beach time. Das Wasser war herrlich, allerdings mit ziemlich starken Strömungen. Lille und ich gingen immer abwechselnd in Wasser. Der Strand an sich war allerdings auch sehr leer. Während wir am Strand lagen, kam auch eine Frau und legte gleich neben uns eine Opferschale nieder und betete. Ich fragte sie im Anschluss, ob ich ein Foto machen mit ihr und der Opfergabe machen durfte und sie willigte ein.
Nach unserem Strandausflug gingen wir wieder durch die Poppies 1 zurück und ich holte mir die 2 Kleider die ich vorher schon gesehen und anprobiert hatte (180.000 IDR) – ein kleines Schwarzes und ein blau-weißes Batikkleid.
Auf dem Rückweg machten wir kurz Halt im Bali Family Tattoo, um unseren Tattoowierern von damals Hallo zu sagen. Da ein wichtiger hinduistischer Feiertag war, war nur eine Notbesetzung da und keiner den wir kannten.
Des Weiteren schauten wir im Guardian (Apotheke) rein und suchten eine Körperlotion, was wir allerdings fanden ließ uns den Atem stocken und war unglaublich – whitening lotion. Ja und das nicht nur von einer Firma sondern von fast jeder, ich hab das dann mal ein wenig in den Supermärkten beobachtet. Nach Hause ging es wieder durch die Abkürzung „Hundegasse“. Einer kleinen Abkürzung an der gestern ein Hund kläffend und Zähnefletschend rausgekommen war. Lille hat sich ihm entgegengestellt und ich wollte eigentlich nicht wieder durch diese Gasse gehen. Wir taten es allerdings heute noch einmal. Dieses Mal kam zum Glück kein Hund. Die Gasse an sich bestand aus der Hundehälfte, wo scheinbar ein Wohnhaus war und der der anderen Hälfte, wo wirklich heruntergekommende Warungs am Straßenrand waren und Hühner in Käfigen gehalten wurden.
Kurz frisch machen im Hostel und dann wieder auf die Piste zum Abendessen. Wir gingen in dieselbe Nebenstraße wie gestern und versuchten unser kulinarisches Glück in einen Aussie-Burger-Restaurant – StakZ Bar & Grill. Ich hatte Aussie-Burger (58.000) und Bintang (20.000 * 2) und Lille den Chicken Burger (45.000) und einen Amazonia-Vitamindrink der Extraklasse (38.000 IDR). Auf dem Tisch befand sich auch eine Werbung für einen Review auf Trip Advisor, demzufolge man einen kostenfreien Drink bekommt, wenn man einen Review schreibt. Lille tat dies natürlich und bekam einen Long Island Ice Tea aufs Haus. Die Burger waren aber auch verdammt lecker :) (181.000 IDR). (Dog Dragon Grill und StakZ Ba& Grill beide auf der Jl. Benesari).
Für den Absacker ging es dieses Mal in die Apache Bar, wo eine Reggae Live Band spielte und dazu 2 White Russians zum Preis von einem (70.000 IDR). Da sich Lille heute nicht so gut fühlte ging es dann wieder zurück ins Hostel, wo neben uns 2 Deutsche das Zimmer bezogen hatten, die momentan in Singapur ihre Weiterbildung machen. Ein Tag von ihrem Kurzurlaub ist wegen des Vulkanausbruchs auch schon draufgegangen.
(edited by Dajana)
Von mir noch eine Anmerkung:  Am Tag zuvor hatte ich ein Plakat für einen Muay Thai Kampf in einer Arena in Kuta gesehen und mich an der Rezeption informiert wo die ist. Man konnte auch von Weitem hören, dass dort was los war. Ich hatte Dajana überredet dort vor dem Essen vorbeizuschauen. Nach ein bisschen Suchen fanden wir die Arena auch und die Kämpfe waren schon gestartet. Die Eintrittspreise waren in Ordnung. Jedoch musste man sich dazu ein Getränke- und Essenspaket kaufen, was uns dann doch ein bisschen zu teuer erschien bzw. viel zu essen gab es dort nicht. Da wir doch schon relativ hungrig waren, entschieden wir uns gegen den Wettkampf und sind essen gegangen. Beim nächsten mal sind wir schlauer. Dann gucke ich mir das Spektakel bestimmt an. Nebenbei haben wir noch einen anderen Stadtteil von Kuta entdeckt, wo wir vorher noch nicht waren.























Tja nicht alles auf Bali ist super toll...












Kuta Beach









Opfergaben









typisches Baugerüst :D

















@ StakZ Bar & Grill
















Tag 4

Sonntag, 08.11.2015

Bereits auf dem Flughafen hatten wir erfahren, dass Siggi und Kasha ebenfalls auf Bali waren und sie hatten Uli und Torsten im Flugzeug nach Doha getroffen und saßen direkt neben ihnen. Um 10:30 haben wir uns dann mit Siggi und Kasha am Waterbom Bali (Wasser-Freizeitpark) getroffen. Wir stellten auf dem Weg dorthin fest, dass hinter dem Einkaufskomplex auch noch jede Menge Bars und Shops waren und dachten uns, dass wir die Gegend später noch einmal erkunden sollten. Wir liefen zusammen durch die Poppies 1 zum Strand. Siggi erhandelte sich noch ein Handtuch und weiter unten erstanden wir dann noch 3 frische Kokosnüsse zu 20.000 IDR das Stück. In den frischen Kokosnüssen ist echt ein Haufen Kokossaft, ich schätze mal ein Liter oder sogar mehr, da selbst ich Probleme hatte die Kokosnuss zu leeren. Heute konnten wir zusammen abwechselnd ins Wasser und die Jungs liehen sich dann Surfboards für eine Stunde aus (50.000 * 2). Siggi war totaler Anfänger aber hat dafür schon eine sehr gute Figur auf dem Board gemacht. Lille naja ;)
Anm. d. Red. (also von mir = Lille): Es war einfach nicht mein Tag :D
Gegen 14:00 bekamen wir langsam Hunger und machten uns auf die Suche nach einem kleinen Imbiss. Die Wahl fiel auf einen Imbiss in der Poppies 1, wo es frisch gemixten Fruchtsaft, garlic bread und Soto Ayam, eine Hünchen-Gemüse-Suppe, gab (107.000 IDR). Zum Glück hatten wir alle dasselbe bestellt, da sie wirklich lange gebraucht hatten. Dafür war es aber auch wirklich frisch zubereitet, wie man sehen und schmecken konnte. Wir liefen dann die Legian runter und gingen mal wieder durch die Hundegasse zum Hostel. Und wie sollte es anders sein – die olle Töle kam wieder giftig und Zähnefletschend raus und hatte es dieses Mal auf Siggi abgesehen. Ich sagte dann, ok das war's, diese Gasse nie wieder. Ich hab echt eine ganze Weile gebraucht, bis ich mich wieder beruhigt hatte. Gegen 16:30 waren wir dann im Hostel und machten uns erst einmal frisch und ausgehfein. Um 20:00 gingen wir dann zu dem kleinen food court an der Ecke zur Mataram zum Smile's Warung. Lille und Siggi hatten Beef Rendang und Kasha und ich Chicken Curry, dazu gab es für mich eine Coke und für Lille einen Strawberry-Juice, da Pitahaya leider aus war. Das Essen war wieder einmal superlecker (ca 100.000 IDR). Danach durchforsteten wir auf der Suche nach billigem Bier und einer Möglichkeit sich zu unterhalten die Gegend und landeten Mal wieder in einer Straße, in der wir noch nie vorher waren. Der Platz war nicht sehr ansehnlich, aber das Bier günstig -  106.000 IDR für 3 große und 1 kleines Bintang – my treat). Siggi und Kasha wollten einen ganz gewöhnliche Tag erleben, sowie wir ihn immer in Kuta erleben – et voilà – jeden  Tag was neues ;). Gegen 23:00 suchten sich die beiden dann ein Taxi und fuhren für 120.000 IDR wieder zurück nach Sanur.
Wir wollten danach eigentlich auch gleich nach Hause, da die Straßen und Bars immer noch wie leergefegt waren. Aus dem „Vi Ai Pi“ (direkt am Kuta Memorial) dröhnte dann allerdings eine Live-Version von „Killing in the name off“ und so überzeugte ich Lille, dass ich dort gern noch kurz einkehren möchte. (edited by Dajana)
Anmerkung von mir: eigentlich wollte ich nicht unbedingt dort rein. Aber es war gut, dass mich Dajana überredet hat. Die Musik war echt gut und bunt gemixt und die Sängerin, eine kleine beleibte Indonesierin, war echt der Hammer. Die hatte eine super Stimme und Power. Die Preise für die Drinks gingen grad noch so. Aber ich muss sagen, dass es auf Bali irgendwie keine vernünftigen Cocktails gibt. Die sind alle total lasch. Klar, wenn die ganzen Aussies (Australier Anm. d. Red.) kommen und anfangen zu saufen, würde das ausarten. Aber die waren teilweise echt lasch. Nach dem Live-Konzert haben wir uns nochmal im „Vi Ai Pi“ umgeschaut und festgestellt, dass die Location größer war als gedacht. Da waren noch 2 Etagen mit DJ’s drüber. Jedoch war hier wieder mal tote Hose. Auf dem Rückweg haben wir versucht, eine andere Abkürzung zu unserem Hostel zu finden. Ich war mir sicher, dass dort eine war. Letztendlich haben wir dann die Polizisten an der Ecke zum Memorial gefragt und eine wirklich kleine Gasse zur Jalan Mataram und den Abzweig zu uns gefunden.
Mittlerweile ist dort besonders abends eine hohe Polizeipräsenz zu sehen. Seit den Anschlägen von 2004 sind die Sicherheitsvorkehrungen extrem angestiegen. Man fühlt sich dort wirklich sicher. Wobei hier eigentlich so nicht wirklich viel passiert. Soweit ich das in Erinnerung habe, haben wir auch bei letzten Mal keine Schlägereien etc gesehen.
Das war's erstmal.
Bis dahin und selamat tinggal :)




Hooking up with Siggi and Kascha




Live Musik @ V.I.P.




Montag, 09.11.2015



Heute gab es zur Abwechslung Banana Pancake zum Frühstück. Danach machten wir einen kurzen Spaziergang zur Legian, um noch schnell Geld für unsere gebuchte Tour heute abzuheben. Wir hatten die letzten 3 Tage teilweise damit verbracht uns über Touren zu informieren. Mittlerweile gibt es viele unterschiedliche Tourunternehmen, die Touren anbieten. Da viele die gleichen Touren anbieten, lohnt es sich ausgiebig zu vergleichen (Anm. d. Red.) Unsere Wahl viel für heute auf eine Tour von Bali Wings: Turtle Island, Schnorcheln, Glasboden Boot, Padang Padang Beach, Sonnenuntergang am Uluwatu Tempel und Jimbaran Meeresfrüchte Dinner. Überpünktlich um 11:45 Uhr waren Fahrer und Tourguide zur Stelle und wir stiegen ins gut klimatisierte Auto.
Wir verließen Kuta in Richtung Süden und fuhren über die lange Brücke zur NusaDua („Zweite Insel“). Unterwegs fiel mir auf, dass im seichten Wasser überall Flaggen stachen. Auf Nachfrage erklärte uns der Guide, dass diese Fahnen von der Partei aufgestellt wurden, die dort neue Mangroven gepflanzt hat. Die gesamte Insel befindet sich gerade im Wahlkampf. Auf der Nusa Dua reihen sich mittlerweile Resort an Resort aneinander. Eines von Ihnen war bestimmt auch das, das uns vor 3 Jahren von einem Flyerverteiler auf der Straße angepriesen wurde.
Angekommen in Tanjung Benoa wurden wir mit Finnen und Schnorcheln ausgestattet und auf ging es zum Glasboden Boot. Kurz darauf hielt der Skipper unseres persönlichen Bootes über einem Riff und wir durften schnorcheln. Bei Lille lief das Ganze sehr gut, bei mir anfangs nicht. Da ich das letzte Mal in Australien geschnorchelt hatte, musste ich mich sehr konzentrieren. Dumm nur, dass der Typ mir andauernd etwas zugerufen hat und als ich es fast wieder raus hatte schmiss er Futter für die Fische ins Wasser und die Konzentration war wieder futsch. Ich hatte echt 'nen Hals. Nun gut, irgendwann konnte ich den Typen ausschalten und hatte meine Atmung unter Kontrolle. Das Bild, dass sich uns bot, war allerdings nicht mehr sehr schön. Es gab zwar noch größere Fische, nur war von einem farbenfrohen Riff nicht mehr viel übrig. Während des Schnorchelns fielen uns auch die am Grund befestigten Geländer auf. Diese sind allem Anschein nach für die Sea Walker Tour. Dabei kann man mit einem Taucherhelm auf dem Meeresgrund laufen. An und für sich eine coole Idee. Aber bei der Aussicht lohnt sich das nicht. Fazit: Don't do it. Nach einer guten halben Stunde schnorcheln stiegen wir wieder ins Boot und weiter gings in Richtung Turtle Island – oder auch nicht. Der Anker hatte sich in den Korallen so verfangen, dass der Skipper ihn nicht lichten konnte und so fragte er Lille, ob dieser kurz runtertauchen könnte, um ihn loszulösen. Nach einigen Versuchen hatte Lille es  geschafft. Also weiter. Durch den Glasboden des Bootes war nichts von der Unterwasserwelt zu erkennen. Dafür war der Weg links und rechts mit den Wracks alter Tanker gesäumt und überall zwischendrin sah man ein paar Köpfe mit Hüten aus dem Wasser ragen. Ja, die Menschen standen bis zum Hals im Wasser und hatten ihre Angeln ausgeworfen – schon ein wenig risikofreudig und skurril  die Menschen dort. Turtle Island schon vor Augen fiel urplötzlich der Motor unseres Privatbootes aus. Unser Skipper suchte nach Werkzeug, fand aber nichts passendes auf dem Boot. Nach ein bisschen Hämmern und Fluchen, fragte er einige der vorbeifahrenden Boote nach einem Werkzeug. Einer überreichte ihm dann einen Schraubenschlüssel. Glücklicherweise konnte unser Skipper den Motor dann relativ schnell reparieren und wir schipperten weiter nach Turtle Island. Wir wurden im seichten Wasser ausgeladen und trotteten mit unserem Skipper zum Eingang. Unser persönlicher Guide zeigte uns dann die großen, laut ihm ca. 60 Jahre alten, Schildkröten. Danach durften wir etwa 5 Jahre alte Schildkröten anfassen und hochheben und dann zeigte er uns die kleinen Hatchies (Babyschildkröten). Schildkröten fassen sich majestätisch an. Der schöne glatte Panzer und die ledrige Haut, einfach Wahnsinn. Der Guide drückte uns noch einmal  je eine Schildie (Anm. d. Red.: Dajana's Wort für Schildkröten) in die Hand und fotografierte uns vor dem „Turtle Island“-Schild. Dem Seeadler wurde nur ganz kurz, kaum erwähnenswert, etwas Aufmerksamkeit zu Teil, und wir wurden gleich zu den Pythons geführt, die uns um den Hals gelegt wurden – die nächste Fotosession. Weiter zu den Tukanen. Da Federvieh nicht mein Ding ist, hab ich  Lille den Vortritt gelassen und es war gut so. Nein, die Fotos lügen nicht, kaum auf Lille's Arm erleichterte sich der Tukan. Yeah, Papaya-Kacke auf den neuen Flip Flops... Und Lille ist ja bekanntlich ein Fan von Papaya – zum Brüllen. Ich hab mir lieber den Leguan geschnappt, das sind eh viel tollere Tierchen... Die böse dreinschauende Eule haben wir getrost im Käfig gelassen, und uns den Fruit Bats (Flughunden) gewidmet. Auf einmal hatte ich das Gefühl, dass mir der Flughund die Haare leckt und ja, das tat er. Lille hat es etwas härter getroffen. Bei ihm wurden die Ohren von dem possierlichen Tierchen abgeschleckt, innen und außen. Im Anschluss gab es noch einen Blick auf zwei Stachelschweine und einen Monitor (Waran) in einem Steingehege, das trostloseste Gehege von allen. Der Guide erzählte uns, dass die Schildkröten so aufgepeppelt werden, dass sie wieder in die Freiheit entlassen werden können. Zu den anderen Tieren hat er nicht viel gesagt. Ich glaube, dass einzige Tier, das dort ein halbwegs glückliches Leben führt ist der Leguan, der nicht eingesperrt ist, sondern immer wieder, wenn er sich bewegt auf den Holzklotz zurückgeschafft wird. Die letzten Fotos entstanden vor einem weiteren sehr kleinen Schildkrötenbecken mit sehr großen Schildies unter dem Logo des Parks. Der Guide hat zwar viel und laut erzählt, nur keine Informationen preis gegeben. Er ist auch eher durch die Tour gehetzt, als sich Zeit zu nehmen. Naja. Natürlich konnte man noch eines der heimlich gemachten Fotos bei den ersten Schildies erstehen, und sich auf dem Gelände umschauen und etwas essen oder trinken. Da in unserer Tour  Lunch oder Dinner enthalten war, haben wir dort schnell noch was gefuttert. Mie Goreng und Bali Coffee. Beim Bestellen wurde uns ans Herz gelegt, dass wir unserem Skipper doch bitte einen O-Saft ausgeben sollten. Okay, machen wir. Als Lille wegen der Rechnung Bescheid sagte, meinte die Kellnerin zu ihm, dass wir bitte unserem Guide auch Trinkgeld geben sollten. Irgendwie eine richtige Abzockemaschinerie. Ich drückte ihm 20.000 IDR in die Hand und er bedankte sich natürlich herzlich. Die Stunde auf der Insel war somit um und wir wateten durch das seichte Wasser und über Korallen :( zurück zum Bootsparkplatz im Watt. Wir hofften nur, dass der Motor dieses Mal nicht den Geist aufgeben würde – zum Glück alles reibungslos. Lille hat sogar noch kurz vor dem Anlegen ein paar Kugelfische gesehen, ich leider außer Seegras gar nichts.
Anm. d. Red.: Ich finde die Sache mit Turle Island einerseits positiv, da dadurch Geld für den Erhalt der Arten zusammenkommt. Andererseits, sollte man den Zustrom an Touristen minimieren, um so den Stress von den Tieren zu nehmen. Man sieht es den Tieren nicht an. Aber wirklich gut kann es für sie nicht sein. Meine Meinung...
Weiter ging die Fahrt nach Padang-Padang, zumindest laut Tourplan sollte es erst zum höchsten Kulturpark mit der höchsten Statue gehen und dann zum Padang-Padang beach. Jedoch waren wir weder bei der Statue noch an dem besagten Strand, sondern am PantaiPandawa. Durch die hohen Felswände bahnte sich der Fahrer zum Strand, vorbei an ein paar hinduistischen Skulpturen, an einer wurde kurz angehalten, dann ging es runter an den Strand. Der war schön feinkörnig und weiß und am Wasser wurden wir gefragt, ob wir Kanu fahren wollten – keine Zeit. Während der Weiterfahrt fragte uns der Guide, ob wir gern einen Kaffee trinken würden. Wir sagten ja, und fanden uns in einer Kopi Luwak-Plantage wieder. Wieder schnell durch gescheucht, wurden uns dann auch gleich die 10 Testsorten vorgesetzt und wir bestellten natürlich noch obligatorisch unseren Kopi Luwak (50.000*2 IDR). Schnell ausgetrunken sollten wir dann natürlich noch in den Souvenirshop mit seinen hohen Preisen. Kurz interessiert getan und wieder raus. Auf Nachfrage nach dem Skulpturen-Park der eigentlich auf dem Programm stand wurde uns gesagt, dass wir dazu keine Zeit hätten. Na toll. Langsam verging mir die Lust an dieser Tour, da wir nicht wirklich das bekamen, wofür wir bezahlt hatten.
Nun ging die Fahrt weiter zur Hauptattraktion dieser Tour, dem Uluwatu Tempel. Wir liefen bis an eine Stelle an der man eine schöne Aussicht auf den Tempel der direkt auf der Klippe steht hatte. Die Aussicht war wirklich schön. Auf dem Weg hatten wir einen Titanwurz gesehen, der aber leider schon verblüht war. Deshalb konnten wir den "lieblichen" Duft nicht mehr genießen. Naja lieblich ist etwas übertrieben. Wenn der Titanwurz blüht stinkt er bestialisch nach Aas, um Fliegen und Aaskäfer etc. anzulocken. 
Dann ging es weiter rauf zum Tempel. Von Weitem konnten wir das Auditorium eines Kecak Tanzes sehen. Der Guide erzählte uns die Geschichte dahinter, allerdings konnte ich irgendwann vor Hunger nicht mehr folgen. Außerdem hatte ich nicht wirklich mitgeschnitten, dass wir zu, Sonnenuntergang am Uluwatu waren – ich dachte das hätte beim Dinner sein sollen und da ich kurz vorm umfallen war, habe ich gebeten, dass wir zum Dinner fahren. Dinner gab es an Strand von Jimbaran. Der Strand war voller Tische und alsbald kam unser Kellner. Es gab eine Vorsuppe, Reis, Gemüse und eine Sea Food-Platte mit Shrimps, Tintenfisch, und White und Red Snapper. Die Sache war nur, dass die Snapper im Ganzen in der Friteuse frittiert wurden und viele Gräten haben. Im Dunkeln ist das leider sehr schwer diese genüsslich zu verspeisen. Die Gräten sind sehr fein und man muss ewig puhlen um die rauszubekommen. Nach dem Dinner ging es dann wieder Richtung Hostel.
Auf dem Weg zum Tempel wurden wir Zeugen einer Beerdigung und unser Guide erklärte uns, dass die Leute im Hinduismus erst in einem Sarg beerdigt werden und dann bis zu 3 Jahren auf dem Friedhof verweilen, bis die Familie genug Geld für die Kremation (Einäscherung, Anm. d. Red.) zur Verfügung hat. Dann wird der Leichnam wieder ausgebuddelt und verbrannt. Die Asche kommt dann in eine Kokosnuss geschmückt mit Blümchen und wird über dem Meer verstreut. Hinduisten glauben an die Reinkarnation. Das heißt, sie werden so lange wiedergeboren, bis sie alles perfekt gemacht haben und nichts mehr verbessern können. Erst wenn sie dies in ihrem Leben erreicht haben kommen sie ins Nirvana – den „Himmel“.
(Edited by Dajana)


Unser Bootsmann











Turle Island























Mr. Leguane
Fruit bats - Flughunde
Was guckst du? :D







Wenn man nicht aufpasst lutschen die im Ohr rum :D
Fischen auf Balinesisch






James Bond lässt grüßen...














Kaffeeverkostung












Baumwolle













Einmal quer durch alle Sorten probiert


Titanwurz - Sie blüht nur kurz und stinkt extrem nach Aas









Uluwatu Temple




















Yummi Seafood :)



Dienstag, 10.11.2015

Wir hatten uns noch einmal über die geplante Nacht-Trekking-Tour inkl. Sonnenaufgang zum Mt. Agung-Tour unterhalten und entschieden uns dafür, die bereits gebuchte Tour bei einem anderen Anbieter abzusagen und stattdessen bei Perama neu zu buchen, da der Guide meinte, dass man schon so etwa 4 Stunden dorthin fährt. Der Mt. Agung ist neben dem Mt. Batur der höchste Vulkangipel auf Bali. Der eigentlich Paln war ja den Mt. Rinjani auf Lombok zu erklimmen. Aber da der ausgebrochen und immer noch sehr aktiv war, wurde das Gebiet weiträumig gesperrt.
Da die Tour um 22:00 starten sollte sind wir vormittags nur ein wenig durch die Stadt geschlendert und haben den meisten Teil des Tages am Pool verbracht. Zum Dinner sind wir wieder auf den kleinen Food Court ins Smile's gegangen. Heute standen für Lille Reisnudeln mit Hühnchen auf der Speisekarte und ich entschied mich für Red Snapper , Chips und Salat. Es war wieder sehr lecker und der Fisch war einfacher zu essen als gestern, da er nicht so verkocht war und die Gräten im Ganzen rauszukriegen waren.
Gegen 22:00 Uhr setzten wir uns vorn an die Rezeption und warteten auf unseren Bus. Es wurde 22:30 Uhr, 23:00 Uhr. Okay, der offizielle Tourstart laut Buchung war 23:00 Uhr. Bis 23:30 Uhr kam niemand. Ich hab dann den Rezeptionisten gebeten, die Nummer auf der Buchung anzurufen. Das Büro von Perama sagte mir, es müsse nachfragen, was los sei. (Das Problem auf Bali ist, dass die meisten Fahrer/Tourguides nicht direkt für den Veranstalter arbeiten, sondern dazugebucht werden, Anm. d. Red.)  Ich solle mich in 5 min noch einmal melden. Dies tat ich und die Dame am Telefon unterhielt sich gleichzeitig noch mit jemand anderen. Während des Gesprächs war auf einmal die Leitung tot und ich dachte na toll. Wir riefen dann noch einmal an  und die Dame sagte, mir, dass das Auto wohl eine Panne hätte und deshalb nicht fahren kann. So ein Mist, dachte ich. Vor allem hatten sie ja die Daten vom Hostel und hätten mal anrufen können. Auf ihrer Durchschrift stand ja auch unser Hostel. Außerdem hatte der Typ heute früh ja extra noch telefonisch nachgefragt, ob wir noch bei der Tour mitmachen konnten, da es ja ziemlich spontan war. Wir hatten uns auch 3 Mal bei ihm gegenversichert, dass es HEUTE um 22:00 UHR ist... Schade, aber am nöchsten Tag konnten wir uns unser Geld wieder bei Perama abohlen. Wenigstens das hat dan am nächsten Tag geklappt.
Umsonst gewartet, gönnten wir uns jetzt noch ein Bier und plauschten noch ein wenig mit unseren Zimmernachbarn.
(Anm. d. Red.: es war das erste mal das sowas passiert ist. Ansosnten hatten wir bis dahin keine Probleme mit den gebuchten Touren. Wobei man aber aufpassen sollte ist, wo man die Touren bucht. Es gibt viele kleine Stände am Straßenrand die Touren anbieten. Da sollte man vorsichtig sein und nur buchen, wenn das Bauchgefühl ja sagt. Ansonsten nur in richtigen Büros buchen. Die sind zwar etwas teurer aber die Chance über den Tisch gezogen zu werden ist gering. Es funktioniert aber auch die billige Variante am Straßenrand. Die Balinesen sind sehr freundliche Menschen und wissen genau, dass wenn sie einen Touristen über den Tisch ziehen wollen Probleme kriegen. Aber No Risk No Fun :D)
(Edited by Dajana)


am Hostelpool













Das neue Warung Coco










unser Zimmer. Einfach, aber es reicht...


















Mittwoch 11.11.16

Kuta neu entdecken und Heiratsantrag


Um 9:00 Uhr trat Plan B in Kraft. Nach einem ausgiebigen Frühstück schlenderten wir wie so oft zur Legian, allerdings dieses Mal mit dem Ziel unsere 2 Mio. IDR wieder  ein zu kassieren. Das ging zum Glück kurz und schmerzlos und wir nutzten den Tag, um uns weiter in Kuta umzusehen. Wir hatten Siggi und Kasha hinter dem Kuta Sqare, am Wasserpark abgeholt und wollten nun dort die Gegend erkunden, da es dort anscheinend noch viel zu sehen gab. Wir liefen zum Pantai Kuta Beach. Die Straße dorthin führt über einen kleinen „Kunstmarkt“. Da wir ab und zu Geocachen haben wir geschaut, wo auf Bali oder Lombok welche versteckt waren. Den ersten fanden wir in der Nähe vom Welcome-Schild. Dabei haben wir einen weiteren Tempel entdeckt (siehe Bilder). Danach sind wir immer weiter Richtung Süden gelaufen und entdecken zwischen den ganzen noblen Hotels, sogar mit Heli-Landeplatz, die Discovery Mall – ein riesiges Ding mit einem megagroßen Souvenir-Shop und viele andere Shops. Dort habe ich dieses Mal auch Postkarten zum super Preis von 3500 IDR je Stück gefunden (mehr als 4000 IDR sollte man übrigens nicht pro Karte bezahlen). Dort gab es auch so etwas wie einen kleinen Bäcker, bei dem dann wir so etwas wie gefüllten Blätterteig holten und nebenan Kaffee von Häagen Dazs. Lille hat in dem Elektromarkt dort eine gefühlte Ewigkeit verbracht, da er auf der Suche nach einer Gegenlichtblende für seine Kamera war und dort googlen durfte. Als er fertig war und bekommen hat was er wollte, liefen wir weiter an der Strandpromenade Richtung Süden, machten kurz Rast um unsere Snacks zu vertilgen und suchten dann einen weiteren Cache. Wir haben zwar so etwa 30 min dort rumgesucht und geschaut, aber nichts gefunden, bis wir schließlich aufgaben. Zurück ging es auf der Hauptstraße, die mit vielen Restaurants gesäumt war, in denen man sich sein Dinner noch lebend aussuchen konnte. Ich hatte Lille schon gesagt, dass ich gern mal einen Hummer lebend aussuchen wollte – das haben wir uns fürs Ende der Reise aufgehoben.
In der Nähe des Kuta Squares, in der Straße zum Strand, gab es die typischen indonesischen Reishüte, von denen Lille gern einen haben wollte. Der Hut sollte ursprünglich 350.000 IDR kaufen. Lille hat den Verkäufer dann auf 59.000 IDR runter gehandelt. (Ich hatte auch nicht mehr Geld mit, Anm. d. Red.) Der Verkäufer wollte aber auch noch unbedingt sein europäisches Hartgeld. Lille sagte dann er hätte nur welches aus Singapur. Das wollte er aber auch haben. Nach zähem verhandeln, konnte er es aber behalten. Ich habe mir dort noch 2 Tops gekauft – 100.000 IDR. Langsam schlenderten wir dann wieder zurück zum Hostel.
Dort angekommen sagte uns die Rezeptionistin, dass der Raum noch nicht fertig wäre. Ich sagte, kein Problem, wir können uns ja auf die Veranda setzen. Lille meinte, nein, lass uns doch lieber hier im Foyer noch was trinken und noch einmal nach Hotels auf Lombok schauen. Okay, gesagt, getan. Dann war das Zimmer fertig und wir konnten nach hinten. Ich habe den Raum aufgemacht und glaubte meinen Augen nicht zu trauen. Auf dem Bett war ein Herz aus Blumen, umgeben von noch mehr Blümchen, vorn auf der Kante lag ein Rosenstrauß und 2 Hula-Ketten. Ich habe mich ungläubig zu Lille umgedreht und den Ring im Blümchenherz erst gar nicht gesehen. Er hat ihn dann genommen und ist vor mir auf die Knie und fragte mich, ob ich ihn denn heiraten wolle. Die Antwort unter Tränen lautete natürlich ja. Die Angestellten vom Warung Coco haben auch mitgefiebert und sich die ein oder andere Träne verdrückt. Danach gab es ein kleines Foto-Shooting und anschließend eine wenig ausruhen am Pool.
Zum Dinner führten wir dann endlich unsere Hula-Ketten aus. An diesem Abend wurde uns auch von vielen Fremden zum anniversary (Hochzeitstag) gratuliert. Obwohl noch nicht mal verheiratet waren. Konnten ja aber keiner ahnen.  Dinner hatten wir im Nebun, in der Poppies I. Ich hatte Phad Thai und Lille Nudeln, Beef, sehr scharfe Sauce und ein Süppchen. Dazu gab es Mojito.
Auf der Veranda haben wir uns dann an den balinesischen Reiswein getraut, den wir morgens in der  Discovery Mall erstanden hatten. Sollte man echt eiskalt trinken, da er extrem süß ist. Da zieht's einem die Schuhe aus...
Im Nachhinein hat dann alles Sinn ergeben, Lille schlaflose, zerwühlte Nächte an denen er an den Pool geflüchtet ist, die Zeitansage morgens beim Aufbrechen (15:00 Uhr) und das Getränk an der Rezeption.
(edited by Dajana)
 

Pantai Kuta Beach
Pura Pakendungan Temple












oink oink














Hochzeitsantrag im Hostel...
... und sie hat JA gesagt :D

Die fleißigen Helferlein. Super liebe Menschen :)





















Verlobungsessen






Donnerstag, 12.11.2015


Heute hieß es 5:45 aufstehen. Um auf die Abholung zum Schnellboot  zu warten. Mit etwas Verspätung fuhr der Wagen um 7:00 Uhr vor. Wir hatten nach dem Debakel von vorgestern schon etwas Muffensausen. Gegen 9:00 Uhr kamen wir in Padang Bai an. Nach mehreren Nachfragen wurde unserer Bootsgruppe gesagt, dass das Boot Verspätung hätte – super, dachten wir uns. Während wir warteten, kam ein Sonnenbrillenverkäufer nach dem anderen. Die waren dort wirklich extrem penetrant. Gegen 10:00 Uhr sollte auf einmal alles ganz schnell gehen. Das Boot ist da – schnell, schnell; noch ein paar hundert Meter den Feldweg runter zur Anlegestelle. Die Backpacks wurden verladen und los ging die Überfahrt nach Lombok. Die See war relativ ruhig und gegen 12:00 landeten wir in Lombok an. Der etwas in die Jahre gekommene Steg mit seinen Schlitzen war nicht gerade sehr vertrauenerweckend, genauso wenig wie die irgendwie doch nicht vorhandene Infrastruktur oben in der "Abfertigungshalle“. Von den wenigen die in Lombok von Board gingen, hatten einige schon ihren Transport organisiert. Wir dachten bis zu dem Zeitpunkt noch, wir könnten mit dem Bus nach Senggigi – allerdings Fehlanzeige. Die privaten Fahrer die etwas die Straße runter saßen, wollten 200.000 IDR. Wir wussten durch googlen, dass es eigentlich nur 60.000 IDR sein sollten. Aber alles Handeln war umsonst. Letztlich fuhr uns einer für 150.000 IDR – wir hatten ja keine andere Wahl und die Leute dort wissen das. Nach circa 25 min Fahrt immer die Serpentinen an der Küste entlang und durch Kokosplantagen und durch Dörfer, vorbei an vielen Warungs, kamen wir endlich in Sengiggi an. Zwischen 13:00-16:00 Uhr hielten wir in unserem neuen Domizil, dem Bukit Senggigi Hotel, erst einmal Siesta. Die war echt dringend nötig.
Frisch erholt ging es dann zur ersten Erkundungstour durch Senggigi, zum Senggigi Plaza runter zum Bootsanleger und Strand, diesen dann entlang zum Sunset Point am südlichen Ende. Auf den Steintreppen schauten wir dann den Surfern zu. Nach einer Weile schlenderten wir den Strand wieder zurück und schauten dann dem Sonnenuntergang zu.
Nun war es wieder Zeit für eine Stärkung. Wir schauten kurz über den Traditional Art Market und suchten an der Strandstraße nach einem kleinen Warung, dass nicht allzu teuer sein würde. Wir entschieden uns für das Warung Amalia – Sea Food Grill. Wir bestellten 2 große Bintang, einen Bananen-Orangen-Saft (ich) und einen Orangen-Limetten-Saft (Lille), als Vorspeise eine Krabbensuppe (ich) und Garlic Bread (Lille). Als Hauptgang hatte ich Inkah Klombok (Mahi Mahi, Fries, Gemüse und Lombok Sauce) und Lille Beef. Nachdem unsere Getränke kamen, gab uns der Kellner noch etwas zur Vorspeise: frittierte Soja-Chips. Die waren heiß und mit Chili-Dip super lecker. Ich war schon nach den Chips und der Krabbensuppe relativ gesättigt. Den Rest vom Mahi Mahi habe ich mir dann einpacken lassen. Aber damit nicht genug. Nachdem wir halbwegs unser Essen geschafft hatten, gab es noch Papaya und Melone als Nachtisch – echt zu viel. Ich sagte dann nur zu Lille, maschauen, was davon nachher auf der Rechnung steht. Und die Rechnung hat mich etwas überrascht, es waren wirklich nur die Dinge drauf, die wir anfänglich bestellt hat. Dieses Warung ist absolut weiter zu empfehlen. Nette Bedienung und vor allem sehr gutes und reichhaltigen Essen. Unser abendlicher Schlemmergang hat 220.000 IDR gekostet.
Gut genährt haben wir uns zurück zum Hotel gerollt und in der Bar area ein wenig relaxed.
(Anm. d. Red.: bloß nicht im Warung Excellent essen gehen! Warum? Siehe Bild unter :D)
Zur Info: Ich würde jedem die Fruchtsäfte auf Bali und Lombok empfehlen. Die sind alle super frisch, super lecker und exotisch und wirklich preiswert. Bekommt man bei uns in Europa so nicht ;)
(edited by Dajana/Lille)
 

off to Lombok @ Padang Bai








 Bali und Lombok von Fast Boat aus





Hauptstraße von Senggigi, Lombok
Ein Blick hinter die Kulissen


Hafen von Senggigi

















Links im Bild das Warung "Excellent" :D
Schon viiiiel besser - Warung Amalia


















Freitag, 13.11.2015

Unser Ausschlafen wurde von unseren Nachbarn, die mit kleinen Kindern angereist sind, sehr zeitig unterbrochen. Also auf zum Frühstück: Lille hatte mal wieder Nasi Goreng und ich Spiegelei, Toast und Fruchtsaft.
Wir wussten, dass durch den Vulkanausbruch große Teile des Mt. Rinjani Nationalparks gesperrt waren. Doch wir wollten uns nicht die Chance entgehen lassen, wenigstens etwas vom Nationalpark zu sehen. Also fassten wir den Plan uns ein Moped zu mieten. Der Verkehr war auf Lombok ist etwas entspannter als auf Bali. Der Rezeptionist rief beim Bikeshop an und der Verleiher kam postwendend und wir saßen auf dem Weg zu seinen Laden zu dritt und ohne Helm auf dem Moped – ganz normal. Das Ausleihen kostete 60.000 IDR für einen Scooter pro Tag. Unser Ziel waren die Sendang Gile Wasserfälle im Norden der Insel (ca. 90km) Ich hatte vorher von einem Shop eine A4-Karte von Lombok mitgenommen und studiert und sie sollte uns als Navi (mehr oder weniger) dienen. Auf der Küstenstraße entlang nach Norden hielten wir zum ersten Mal am Malimbu-Lookout (eigentlich war das nur eine kleine Ausbuchtung auf der Küstenseite, an der man auch einen Snack und etwas zu trinken bekam). Die Aussicht war wirklich sehr schön. Es ging weiter Richtung Norden, vorbei an unserem Hafen und immer ein waches Auge auf Schilder die zu den Wasserfällen links und rechts des Weges führten (nichts gefunden) und dann durch Tanjung – eine wirklich sehr lang gezogene Stadt. Man wusste nicht genau wo sie anfing und aufhörte. Irgendwann wollten wir kurz eine kleine Kaffeepause machen und hielten am Wegesrand. An einem kleinen Geschäft fragten wir, ob wir einen Kaffee bekommen könnten. Die Verständigung hat mit Händen und Füßen sowie Lille’s Übersetzungsapp funktionierte gut. Die Antwort war natürlich ja, auch wenn sie glaub ich offiziell gar keinen Kaffee verkauften. Wir ließen uns den Kaffee schmecken und beobachteten währenddessen, wie die Leute dort mit dem Müll umgehen. Die Dame des Geschäfts trank ein Wasser aus den jogurtbecherähnlichen Becher und warf ihn sich dann einfach vor die Füße – irgendwie sehr deprimierend mitanzusehen. Unten vor der kleinen Erhebung des Geschäfts scharrte ein Huhn im sich dort bereits angesammelten Müll. Wir haben das nicht nur auf Lombok, sondern auch auf Bali beobachtet. Viele der Leute schmeißen einfach ihr Zeug so in die Büsche. Und so wie es aussieht gibt es auch keine Mülltrennung wie in Europa. Die Tatsache ist sehr schade, denn damit zerstören sich die Einwohner ihre Insel und irgendwann auch ihre Lebensgrundlage.
Weiter ging's. Ich hatte vorher kurz was über das Traditional Village Akar Akar gelesen. Wir dachten, dass wir uns dort etwas mehr die Kultur anschauen könnten. Auf der Piste haben wir erst das wirklich große Eingangsschild dazu verpasst, drehten um und fuhren hinein. Die Frage war dann nur in welche Richtung wir weiterfahren sollten. Links und rechts nur Acker hinterm „Lattenzaun“. Irgendwann trennte sich die Straße auf und wir wussten nicht weiter. Wir haben dann einfach eine genommen, aber auch diese schien uns nicht ans Ziel zu führen, da wir immer noch das gleiche sahen. Da wir noch einige Kilometer vor uns hatten, haben wir wieder umgedreht und sind weiter nach Senaru gefahren. Dann durchquerten wir zwar ein Dorf, aber wir waren uns nicht sicher, ob dieses damit gemeint sein sollte. Auf dem weiteren Weg ist uns aufgefallen, dass überall neue Moscheen gebaut wurden. Und wenn mittags der Imam ruft, fliegen einem bei den riesen Lautsprechen an den Minaretten fast die Ohren weg. Das war echt schon ziemlich krass.
In Bayan legten wir noch einmal eine kurze Rast in einer Werkstatt bei einem kalten Getränk namens Coffee Cream ein – hat geschmeckt wie Gummibärchensaft, aber war gut. Wir fragten die Jungs dort, wie weit es noch bis zu den Wasserfällen wäre – ca. 30 min. Juhuu, es war ein Ende von der ganzen Sitzerei in Sicht. Nachdem wir uns noch ein bisschen mit den Jungs von der Werkstatt unterhalten haben sind wir weitergedüst. Gegen 13:30 Uhr kamen wir am Eingang für die Wasserfälle an: Ein Wasserfall war 10 min zu Fuß (Sendang Gile Waterfalls), der andere 30 min (Tiu Kelep). Wir bezahlten den Eintritt und der Herr am Eingang fragte uns, ob wir einen Guide bräuchten – natürlich nicht :D Wir schlagen uns lieber auf eigene Faust durch. Runter ging es auf scheinbar unendlich vielen Treppen immer weiter hinein in den heißen und feuchten Dschungel. Der erste Wasserfall war schon super schön und so folgten wir den Markierungen zum 2. Wasserfall. Entlang des Wegs, genauer gesagt an einer Wasserkreuzung trafen wir auf eine andere Gruppe, die uns dann sagte wir müssten übers und dann durch Wasser um weiter zu kommen. Es dauert in etwa 7 min bis zum 2. Wasserfall. Gesagt, getan. Erst einmal so lange es ging auf der anderen Uferseite entlang und dann wieder rein in den kalten Strom, der immer stärker wurde – Kneipp mal anders. Nach etwa 20 min hatte ich dann die Nase voll davon immer gegen den Strom über Stein und Fels zu laufen und fand es komisch, dass wir niemanden sahen. So postierte ich mich an der rechten Uferseite und Lille wollte noch kurz um die nächste Kurve gucken. Für mich hieß es warten... Irgendwann kam er zurück, ich denke mal nach 15 min (Anm. d. Red.: es waren höchstens 10 :D) und meinte er hätte auch nichts gesehen. Ich sagte dann: „lassen wir das mit dem 2. Wasserfall, ich sehe keinen Menschen hier und denke wir sind falsch“. Ich konnte ihn überzeugen und so machten wir uns auf den Rückweg. Just in dem Moment, als wir wirklich an der richtigen Wegkreuzung ankamen, liefen uns Leute in die Arme. Wir fragten, ob es dort zu Wasserfall gehen würde und wie lange es dauert – ja, etwa 10 min. Oha, na dann ein neuer Versuch. Auf einem Trampelpfad abseits des Flusses, den wir auf dem Weg noch einmal überquerten, ging es relativ leicht und schnell zum 2. Wasserfall. Dieser ist wirklich atemberaubend schön. Er ist zwar nicht wirklich hoch. Aber dadurch, dass es ein Doppel-Wasserfall ist und von Felsen umgeben ist, inkl. einem großen Badepool, macht ihn sehr sehenswert. Dort sind wir dann auch wieder auf andere Touristen gestoßen. Wenn man über ein paar glitschige Felsen klettert, kann man die pure Kraft der Natur spüren.
Nachdem wir den Anblick ein wenig genossen haben, ging es wieder zurück. Die erste Hälfte des Weges war unproblematisch. Aber dann hieß es die Treppen steigen – Hammer. Wenn man runter geht, muss man ja auch irgendwie wieder hochkommen :D Gegen 15:30 waren wir wieder an unserem Ausgangspunkt und machten uns langsam auf den Rückweg.
Kurze Rast – 2x Coke.
Wir wollten auf dem Rückweg gern irgendwo etwas essen, aber das schien dieses Mal etwas komisch. Wir fanden kein richtiges Warung und so fuhren und fuhren wir. Irgendwann sind wir wieder an dem Quick Chicken, das mir schon auf den Hinfahrt aufgefallen war vorbeigefahren und kehrten dort ein. Wir stärkten uns bei Mie Goreng (ich) und Chicken Terijaki (Lille). Dazu gab es noch 2 Thepathon (eine Art Eistee). Nach dem Essen gönnten wir uns noch einen Kaffee vor dem Quick Chicken. Auf einmal kamen die gesamte Belegschaft nach draußen und fragte, ob sie Fotos mit uns machen könnte – natürlich. Es war auch interessant, dass die Mädchen, die hinter dem Essenscounter standen Kopftuch trugen und die von der Kaffeebar nicht. Wir hielten eine kleine Fotosession ab, die ein Mal von einem männlichen Mitarbeiter der ins Bild sprang für etwas Empörung bei den Damen gesorgt hatte, aber wir hatten alle Spaß. Es essen dort anscheinend selten Touristen und wir waren so etwas wie kleine Ausnahme. Aber wir fanden die offene Herzlichkeit der Leute sehr liebenswert. Auf  Lombok wird wie im restlichen Indonesien auch eher ein liberalerer Islam gelebt. In Lombok vermischt sich dieser noch mit den alten einheimischen Traditionen bzw. Religion der Sasak. Kopftücher bzw. Hidschab (engl. Hijab) werden zwar sehr oft getragen. Aber Mädchen gehen zur Schule, flirten mit den Jungs und fahren Moped. Und keiner beschwert sich über leicht bekleidete Touristinnen. Wir empfanden das als sehr angenehm.
Nach dem tollen Erlebnis überlegten wir kurz welchen Weg wir nach Senggigi nehmen wollten, ob Inland oder wieder Küste und entschieden uns für die Küste, da es erstens nun dunkel war und zweitens wir den Weg schon kannten. Gegen 19:30 Uhr kamen wir wieder wohlbehalten in Senggigi an und freuten uns auf ein schönes erfrischendes Bintang. Wir mussten feststellen, dass es dieses dort nicht im Alfamarkt gibt, sondern nur in den Bars verkauft wird. (Generell kann man auf Lombok in den kleinen Supermärkten keinen Alkohol kaufen. Grund ist die islamische Prägung der Insel. Man kann damit aber leben.) Also bestellten wir uns Bintang an unserer Bar. Das lustige war, der Rezeptionist wusste nicht, wieviel ein Bier kostete. Daneben waren noch 3 junge Kerle und die wussten es ebenfalls nicht und holten dann einen Übersetzer – schon manchmal zum Schreien. Danach hieß es nur noch duschen und relaxen.
(edited by Dajana)





was für hässlisches Hünchen :D












Eingang zum Traditional Village













Sendang Gile Waterfalls















Tiu Keleb Waterfalls













Die Quick Chicken Crew :)





Samstag,14.11.2015

Unser gemütliches Frühstück (2x Spiegeleier) gegen 9:00 Uhr hat einen sehr bitteren Beigeschmack bekommen, als wir die Nachricht über die Bombenanschläge in Paris erfuhren. Da wir der mitteleuropäischen Zeit weit voraus waren, hatte sich das Drama gerade erst abgespielt und es gab noch keinen genauen Informationen darüber, was alles vorgefallen war. Das war irgendwie kein so guter Start in den Tag. Wir haben uns dann auch immer wieder auf dem Laufenden gehalten.
Wir hatten uns vorher schon überlegt, dass wir den Roller auch heute in Anspruch nehmen wollten, um uns Kuta auf Lombok anzuschauen. Eigentlich sollte die Strecke kürzer als die vom Vortag sein (ca. 65km), allerdings hatten wir arge Problem den Weg durch das Gewühl von Mataram zu finden. An einer Ecke fragte uns ein Polizist, der den Verkehr regelte, wo wir hinwollten und winkte uns dann in eine Richtung. Nach einer Weile und ein paar falschen Abbiegern kamen wir zumindest aus der Stadt raus und befanden uns auf einer neu gemachten Landstraße. Zur Kaffeepause gab es diesem Mal etwas ganz Neues – einen Vanille- bzw. Karamell Iced Coffee mit viel Coffee jelly – etwas gewöhnungsbedürftig und sehr süß. Das Sitzfleisch fing wieder an nachzulassen, aber wir kamen nach ca. 2,5h Stunden endlich in Kuta, Lombok an. Ein kleines verschlafenes Städtchen, in dem überall gebaut wird. Kurz an einem Strand geschaut fuhren wir noch weiter die Straße hinunter, um an einen größeren Strand zu kommen, der gegenüber der Hostels lag. Der Strand war leer. Wir kauften uns eine Kokosnuss, die fachmännisch vor Ort mit einer Machete geöffnet wurde, sind kurz ins Wasser und wurden von ein paar Mädchen angesprochen, die unbedingt ihre Bänder verkaufen wollten. Da die Sonne brannte und nirgends Schatten war, entschlossen wir uns, ein Hostel zu suchen und uns dort bei einer Coke und Kaffee abzukühlen. Die Nachrichten liefen und die Statements sprangen immer zwischen Obama und Hollande hin und her, allerdings gab es immer noch keine genauen Berichte von dem was in Paris passiert war. Nach der Akklimatisation stiegen wir wieder aufs Moped und wollten die wirklich menschenleeren Strände jenseits von Kuta entdecken. Nach kurzer Fahrt über viele Hügel entdeckten wir ein kleines Schild zu einem der kleinen Strände (Areguling Beach). Wieder umgedreht und unsere Fahrt führte uns durch eine riesige Baustelle über mehr Hügel und mit Feldwegen. Teilweise sah es extrem nach Treibsand aus, aber wir kamen heil unten an. Der weiße Strand und das saubere blaue  Wasser waren unsere Belohnung. Ein wirklich einsamer Strand in einer abgelegenen Bucht. Am anderen Ende lagen ein paar Fischerboote im Wasser, aber nirgends war jemand zu sehen. Wir postierten uns unter dem einzigen Baum, der dort stand, damit wir notfalls etwas Schatten hatten. Ein Idyll wie es im Buche steht. Wir genossen beide das badewannenwarme seichte Wasser und mussten uns keine Sorgen machen unsere Sachen „unbeaufsichtigt“ stehen zu lassen. Irgendwann kamen 3 Fischer des Weges und hielten bei uns um ihre Sachen abzulegen. Sie stocherten neben uns in der bewachsenen Dühne mit Stöckern zwischen den Sträuchern. Wir schauten uns das eine Weile an bis meine Neugier mich dazu brachte, mit Händen und Füßen zu fragen, was sie da eigentlich machten. Da auch sie kein Englisch etc. verstanden sagten sie mir in Zeichensprache, dass sie Krabben suchen. Danach verschwanden sie im Wasser. Sie sind weiter raus ins Meer gegangen und haben mit Stöcken auf das Wasser geschlagen, um so Fische und Krabben zusammen zutrieben. Gegen 16.30 Uhr hatten wir genug vom paradiesischen Strand und haben uns auf den Rückweg gemacht. Zum Dinner hielten wir in Kuta am „Chili Crab Grill“, der im inneren diese kleinen Hütten aus Bambus aufgebaut hatte. Zu essen gab es Knoblauchhühnchen und Mangosaft für mich und Mahi Mahi und Coke für Lille - „enak“.
Gegen 17:45 traten wir unsere Rückfahrt an. Kurz hinter dem Flughafen bemerkte Lille, dass wir einen Platten hatten und hielt am Rand eines großen Kreisverkehrs an einem kleinen Stand, der Melonen verkauft hat. Die Leute dort waren sehr hilfsbereit und kamen gleich und fragten, was los wäre. Wir zeigten den platten Reifen und sagten, dass wir Luft bräuchten. Der Herr meinte er könnte das für 20.000 IDR regeln. Dafür mussten wir ihm aber den Roller überlassen (er wollte zu einer Tankstelle fahren und den Reifen aufpumpen). Wir waren uns nicht wirklich sicher, hatten aber keine Wahl, da wir nicht wussten wo eine Tankstelle oder eine Werkstatt war. Er versicherte uns, dass er wiederkommen würde und das Obststand eh seiner Frau gehört. Wir sagten ihm, wir würden ihm das Geld erst geben, wenn er wieder da wäre, so hatten wir wenigstens ein bisschen Sicherheit, dass er wiederkommen würde. Wir blieben also dort stehen und fingen an zu warten. Die Sonne ging derweil unter und wir fingen langsam an uns zu überlegen, ob das die richtige Entscheidung war. Ja, war es, denn wenigstens waren wir zusammen und nicht, das einer mitgefahren wäre, das wäre noch unsicherer – so ist es höchstens ein Moped im Wert von vielleicht 1000 € weg... Während wir also warteten, hielten noch 2 Jungs und fragten, ob alles in Ordnung wäre. Der Fahrer arbeite auf Gili Trawangan und konnte sehr gut Englisch. Wir erklärten was passiert war und er sprach noch einmal kurz mit der Frau von dem Mann und versicherte uns, dass alles ok wäre und der Mann definitiv wiederkommen würde. Gegen 18:45 Uhr war es dann endlich soweit. Er hatte auf dem Rückweg noch seinen Enkel abegholt. Er zeigte uns den Reifen und sagte, dass ein Loch darin gewesen wäre und er ihn hat wechseln lassen müssen. Deshalb hatte es so lange gedauert. Er wollte 50.000 IDR dafür haben. Ich fragte Lille, was wir noch im Portemonnaie hatten und wir gaben ihm 60.000 IDR und waren überaus dankbar, dass alles so reibungslos geklappt hat. Die Leute sind echt unglaublich nett und hilfsbereit und haben auch die richtige Ausdauer gegenüber skeptischen Touristen ;) Es war so eine Begegnung, die man glaube ich nicht so schnell vergisst.
Unser Weg führte uns wieder hinein nach Mataram, im Dunkeln und bei Samstagabend-Verkehr; eine wahre Wonne. Nach ein paar Irrfahrten bzw. eher Fahrten im Kreis haben wir dann irgendwann die roten Ampeln auch nur noch als Empfehlung angesehen und entkamen nach etwa 1 Stunde der Stadt. 20:30 Uhr kamen wir wieder im Hotel an und machten uns für eine Samstag-Nacht auf Lombok schick. Nach kurzer Suche entlang der Hauptstraße ließen wir uns im Papaya-Café bei Live-Musik nieder. Lille trank einen Lombok Massage mit Kokosnuss Rum und wir gönnten uns eine Pizza. Mehr ist danach auch nicht mehr passiert. Senggigi ist noch eher sehr verschlafen und es ist wenig los.
(edited by Dajana)
























Areguling Beach (hidden)








ooooohhhmmmm....





Mr. und Mrs. Crabs :D





Lunch @ The Chili, Kuta (Lombok)



 Sonntag, 15.11.2015

Spa time and a day at Senggigi Beach



Pünktlich zum Sonntagmorgen um 8:30 Uhr wurde die Kreissäge angeschmissen und aus war es mit der Nachtruhe. Nach dem Frühstück brachte Lille das Moped zurück und wir gönnten uns eine traditionelle Ganzkörpermassage mit viel klopfen im „Orchid“ (zu empfehlen). Es war wirklich sehr entspannend. Danach gingen wir über den Traditional Art Market runter zum Strand. Wir schauten uns ein wenig nach Souvenirs um, die wir mitnehmen könnten. Ich fand einen sehr schönen Rucksack und erklärte dem Verkäufer, dass wir auf dem Rückweg wieder vorbeikommen würden. Die Leute wollen einem natürlich gleich alles verkaufen. Und es ist anscheinend auch unüblich, dass man erstmal schaut und später wiederkommt bzw. glauben die einem das nicht. Zwischen 12 – 16 Uhr machten wir es uns unter einem Baum vorm Sheraton-Hotel am Strand gemütlich. Dieser war aber kein Vergleich von denen zu gestern. Leider war der Strand und auch das Wasser voller Plastemüll. Neben uns lagen ein paar junge Deutsche, die uns dann erzählten, dass sie schon eine ganze Tüte voll mit Plaste aus dem Wasser gefischt haben. Sie haben auch eine traurige Schildkröte aus Sand gebaut und den Plastesack daneben gestellt. Als die Müllabfuhr vorbeikam mussten sie den Herren zurückpfeifen, da er die Tüte sonst nicht mitgenommen hätte. Wir beließen es bei ein paar kurzen Abkühlungen, da die Strömung immer neue Plaste anspülte. Das hat dann auch keinen Spaß mehr gemacht. Zwischendurch gab es als Snack für Lille frisch am Strand zubereiteten Fisch mit Reis und für mich ein paar frittierte Bananen und kalte Coke für sage und schreibe nur 45.000 IDR (3 Euro).
Unser Rückweg führte uns über den Traditional Market, wo wir uns unsere Souvenirs erhandeln wollten. Mein Rucksack sollte eigentlich 150.000 IDR kosten. Ich verhandelte dann noch eine schöne andere Tasche, die ebenfalls einen Reißverschluss hat (für Lille's Mutti) dazu, und wir wurden uns bei 230.000 IDR einig. Ein wirklich harter Brocken der Typ, aber es hat Spaß gemacht. Lille bekam sein T-Shirt am Nachbarstand schließlich auch für 60.000 IDR. Es handelt sich ja hier auch um echte handgefertigte Ware. Um das Erstehen unserer schönen Souvenirs zu begießen kehrten wir zur Happy Hour im Papa Besar's ein (16-18:00 Uhr). Bali Hai und free Popcorn, inc. Service Tax für 60.000 IDR. Auf dem Weg dorthin holte ich mir im Souvenirshop nebenan noch schnell ein paar Postkarten (30.000 IDR) und einen Sari (40.000 IDR), der ein wenig an Aboriginal Art erinnert. Nachdem wir uns schnell frisch gemacht und die Sachen im Hotel deponiert hatten ging es zum Sonnenuntergang an den Strand. Wir kamen pünktlich 18:15 Uhr, um 18:30 den wunderschönen Sonnenuntergang zu sehen. Wir liefen während des Sonnenuntergangs zum „The Office“, welches wir vorher schon entdeckt hatten und wo wir gern einkehren wollten. Lille hatte Ayam und ich Green Curry dazu handelsübliches Bintang (206.000 IDR). Nach dem Abendbrot sind wir dann wieder ins Hotel zurück.
(edited by Dajana)

Fluchtweg bei Tsunamis
Hier kann man sich "Weißen" lassen. Echt irre :D
Spa and relaxation time :)












Yummy Fisch - super billig und lecker

Seggigi Beach















Scooter Parkplatz am kleinen Hafen

 Bali Hai Beer - auch nicht schlecht





Mt. Agugn auf Bali (von Lombok aus)

Dinner @ The Office direkt am Strand :)





Montag, 16.11.2015

Beaches near Sekotong (Senggigi-Mataram-Sekotong and back)



Dank des kostenlosen Lombok Touristenführers hatten wir noch mehr Input über sehr schöne einsame Strände. Unser Weg führte uns nach dem Aufstehen um 8:00 Uhr wieder zum Rollershop und dann in Richtung Sekotong, Tawn, um dort an den schönen Stränden zu entspannen. Die Fahrt führte uns wieder durch Mataram, aber dieses Mal schien es schneller zu gehen. Die Fahrt an sich war wieder recht anstrengend, da wir das lange Sitzen auf den Mopeds einfach nicht mehr gewöhnt sind. Zum Glück gab es auf dieser Fahrt nur einen großen Berg, aber der hatte es wirklich in sich. Er war sehr steil und die Straße sehr schlecht. Vorbei an Mangrovenwälder kamen wir gegen 12:00 Uhr an einem kleinen menschenleeren Strand, an dem ein Unterstand und ein Mangrove waren, nahe einer Siedlung an. Wir kühlten uns ab und Lille erkundete etwas die Gegend. Gegen 14:00 Uhr bekamen wir langsam etwas Hunger und Lille fuhr noch einmal den Weg zurück auf der Suche nach etwas Essbarem. Ich wusste, dass ein wenig vorher ein Hostel war, wo es etwas zu essen gab. Take Away war nicht möglich, so brachen wir nach Lille’s Rückkehr unsere Zelt ab und fuhren zum Hostel. Im „Coral Palm Homestay“ gab es für mich Mie Goreng und Lille hatte Spaghetti Bolognese. Das Hostel ist wirklich sehr schön gemacht. In einer einsamen Bucht gelegen, mit kleinen aneinander gereihten Strohhütten, einem kleinen Pool und Unterstand, und wenn man 3 Stufen hinunter geht ist man direkt am Strand. Wir ließen uns unser Essen schmecken und entschlossen am Strand unten beim Hostel zu bleiben. Ein paar Meter weiter, auf einem brachen Grundstück war ein kleiner Baum mit einer provisorischen Bank – unser Platz. Wieder ein menschenleerer Strand für uns. Während Lille im Wasser den Seesternen nachforsche suchte ich am Strand Muscheln – und es gibt wirklich jede Menge schöner Muscheln dort. Nach einer Weile zog am Himmel langsam eine Regenfront auf und wir tranken nach unserem Strandausflug noch eine Coke und plauderten kurz mit dem Inhaber – einem Australier. Wir plauderten über Mt. Rinjani und er meinte, dass es Samstag noch einmal einen Ausbruch gegen 23:00 Uhr gegeben hat. Wir schauten uns an und dachten „wow“ - nichts mitbekommen. Ich wusste noch genau, dass wir im Papaya-Café waren, da ich da gerade wegen unserer Pizza-Bestellung auf die Uhr geschaut hatte. Aber wir haben absolut nichts mitbekommen und auch im Hotel hatte niemand etwas gesagt.
Wir fuhren gegen 16:30 Uhr los und genau in die blaue Front über unserer Herkunftsrichtung. Als es anfing zu regnen hielten wir kurt am Straßenrand. Dabei lernten wir noch kurz einen Deutschen kennen, dessen Schwester auf Lombok lebt und er deshalb öfters auf die Insel kommt. Der Schauer war nur leicht und kurz und so konnten wir schnell weiter fahren. An einem Kreisverkehr, in dem wir 2 mal fast über den Haufen gefahren wurden, hatten wir dann die falsche Ausfahrt genommen (ist auch für Unwissende nicht zu durchdringen, was geradeaus heißt) und landeten auf einer interessanten Straße. Auf der Landstraße, die noch zu befahren war, bogen wir dann in eine Huckelstraße vom Feinsten ab. Der einzige Hinweis auf die Schlaglöcher waren die Pfützen... Der Zustand der Straße war zum Ende hin katastrophal. Langsam durchgetuckert, hielten wir am Ende der Straße und fragten nach, wie wir nach Mataram kämen – umkehren war die Antwort. Yippie, das ganze noch einmal. Jetzt fischte Lille seine Gopro (die er während der Fahrten immer auf dem Helm montiert hatte) raus. Weiter gehuckelt und getuckert, war das Gröbste fast vorbei, als wir beide ein Schlagloch übersahen – au, das tat weh... (Anm. d. Red. Dajana hat es fast vom Roller gehoben :D)

Kurz vor 19:00 Uhr kamen wir wieder in Senggigi an und konnten unser Bike abgeben. Nach einer kurzen Dusche ging es ins „The Angel“. Ich hatte Red Sea Food Curry (sehr scharf) und Lille Green Curry. Ich musste irgendwann aufhören zu essen und habe mir den Rest einpacken lassen. Die Portionen sind immer ziemlich groß. Auf unserem Rückweg haben wir dann kurz in einem kleinen Immobilienbüro die Chance genutzt, um einmal nachzufragen, was man machen müsste, um Land zu kaufen. Die einzigen Möglichkeiten sind einen indonesischen Freund zu beauftragen es zu kaufen oder eine Firma zu gründen. Als Ausländer ist es fast unmöglich in Indonesien Land zu erwerben. Naja schade. Da die Preise sehr erschwinglich sind, hätte man ja mal drüber nachdenken können. Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend ;)
(edited by Dajana/Lille) 

Mataram - Hauptstadt von Lombok



in der Region Sekotong, Tawn












Coral Palms Homestay






Senggigi at Sunset







 Dienstag, 17.11.2015

 Back to Bali



Der Tag der Abreise. Wir frühstückten gemütlich und machten die letzten Fotos und konnten es kaum glauben. Kurz vor 10:00 Uhr stand wirklich Alemad mit seinem Taxi auf dem Parkplatz. Er hatte uns 2 Tage vorher angesprochen und wir fragten, was die Fahrt zurück zum Fährhafen kosten würde und bestellten ihn für heute ins Hotel. Die Fahrt kostete uns mit Taxometer auch wirklich nur 100.000 IDR. Also Leute: nicht verhandeln sondern das Taxometer einschalten. Bis Senggigi kommt man damit nämlich billiger! Es muss zwischen den Leuten eine Absprache geben, dass am Hafen nur private Leute stehen und die Leute für teures Geld in die Stadt fahren und die Taxen nur von der Stadt aus zum Hafen aufbrechen.
Unser Fast Boat legte pünktlich 11:15 ab und wir setzten über nach Gili Meno und Gili Trawangan. Der Hafen von Trawangan sieht völlig anders aus, als noch vor 3 Jahren. Die Piers wurden abgebaut und die Boote legen nun direkt am Strand an. Wirklich ein schönes Bild jetzt. Gegen 14:30 Uhr kamen wir dann in Padang Bai an, natürlich nachdem es noch einen kurzen Zwischenstop auf dem Meer wegen eines Motorschadens gab. Da der Matrose extrem schnell am Ende des Bootes war, dachten wir zuerst, dass jemand über Bord gegangen wäre. Auf der Rückfahrt haben wir neben uns natürlich mal wieder ein Deutsches Pärchen gehabt, denen wir ein paar Tips gaben. 16:00 Uhr kamen wir wieder  in unserer 2. Heimat namens Warung Coco an. Haben sich alle riesig gefreut, dass wir wiederkamen. Dieses Mal wurden wir im „privateren“ Nebenhaus einquartiert und hatten sogar eine Badewanne im Bad :) Nach dem Relaxen am Pool wollten wir zum Dinner eigentlich ins Havanna gehen. Dies hatten wir schon eine Woche zuvor gefunden. Allerdings haben wir uns die Preise angeschaut und es war uns einfach zu teurer (selbst für balinesische Verhältnisse) und wir gingen wieder ein kleines Stück zurück, wo wir in einem kleinen Warung 2 Sirloin Steaks für 45.000 IDR bestellten (sah gut aus, war allerdings Schwein und kein Rind). Der Tomatensaft hat dort leider gar nicht geschmeckt...
Unser Verdauungsspaziergang führte uns zum Hard Rock Café und wir entdeckten ein Angebot, dass uns super erschien. Ein 4-Gänge-Menu für 300.000 IDR pro Person (ca. 20 Euro). Wir fassten den Schluss, dass wir dort unser richtiges Verlobungsdinner abhalten wollten – auf meine Kosten, da Lille ja schon den Ring bezahlt hatte :) Wir atmeten noch kurz die Atmosphäre vom Kuta Beach at night ein und shoppten im Laden vom Hard Rock Hotel und im Hard Rock Café. Ein ziemlich teurer Spaß. Aber geile Shirts :D Unseren Absacker 4 free nahmen wir im Paddys (Tequila sunrise) in dem immernoch gähnende Leere herrschte. Da nichts los war sind wir dann auch wieder zurück in Hostel gegangen.
(edited by Dajana)



Unser Hotel in Senggigi, Lombok















































Pelabuhan Ferry Bangsal














Mahi Mahi - unglaublich hässlich aber sehr lecker






Mittwoch, 18.11.2015

Verlobungsessen (4 Gänge Menü) im Hard Rock Hotel



Da es heute sehr heiß war, blieben wir den ganzen Tag am Pool. Ein bisschen Schwimmen, ein bisschen lesen und ansonsten nur rumgammeln :D Am späten Nachmittag machten wir uns dann fertig für unser Dinner im Hard Rock Hotel. Wir bekamen unsere eigene kleine Lodge am Pool. In der Lodge und auf dem Tisch waren überall Blüten verstreut und unser persönlicher Kellner stellte sich und das Menu vor. Es gab 4 Gänge:
Die 2 Vorspeisen wurden auf einem Teller serviert. Als Hauptgang nahm Lille das Sirloin Beef und ich den Lobster (Hummer) – yeah, ich hatte endlich meinen Lobster, konnte ihn zwar nicht selbst aussuchen, aber das war jetzt auch egal. Ein Glas Wein gab es inklusive. Zum Nachtisch gab es eine Kreation aus Schokolade und Biscuit. Zur Feier des Tages gönnten wir uns noch einen Rasberry Mojito und einen Sex on the Beach. Wir kamen am Ende bei einer Gesamtrechnung von 1.020.000 IDR (ca. 68 Euro) raus – Servicetax war bei den 300.000 IDR noch nicht enthalten. Die Atmosphäre und das Essen waren aber auf jeden Fall ihr Geld wert. Es hat wirklich sehr gut geschmeckt. Wir haben ja schon beim ersten Mal auf Bali daran gedacht, im Hard Rock Hotel abzusteigen, wenn wir mal wieder da sind. Aber jetzt haben wir noch mehr vom Hotel gesehen und wollen unbedingt mal dort einchecken. Die haben eine riesige Pool-Landschaft mit Wasserrutschen und Wasserfällen, super Service und das Ambiente ist einfach nur toll. Da es aber jedoch ziemlich kostenintensiv ist hoffen wir, dass wir noch 2-3 andere Freunde finden, die sich anschließen. Dann können wir uns eine schöne Suite mieten und es wird nicht so teuer…
(edited by Dajana/Lille)



















Donnerstag, 19.11.2015

Last impressions of Kuta, Bali - die letzten Impressions aus Kuta, Bali

Die letzten zwei Tage haben wir am Pool/Strand verbracht bzw. haben nochmal ausgiebeig geshoppt. Wir haben billige Klamotten für uns mitgenommen und natürlich auch Souvenirs für Freunde und Familie, unter anderem ganz viel Lombok und Bali Kaffee, balinesischen Reiswein (kann man nur eiskalt trinken) und ein Miniatursurfbrett in das wir unser Verlobungsdatum haben eingravieren lassen (mit einem Lötkolben). Wir haben auch noch versucht ein paar ursprüngliche Eindrücke von den Balinesen zu gewinnen. Das ist nicht ganz so einfach im touristischen Kuta. Aber hier und dort findet man immer noch das Ursprüngliche, das Improvisationstalent und die Herzlichkeit der Menschen. Natürlich waren wir auch noch zwei Mal zum Sonnenuntergang am Kuta Beach. Die sind in der Region immer noch etwas Besonderes.
Am Freitag waren wir dann noch im Skygarden, dem größten Club der Stadt. Da passen ca. 5000 Gäste rein. Mittlerweile hatte sich der Vulkan auf Lombok wieder beruhigt und der Flugverkehr sich stabilisiert, so dass spürbar mehr Touristen da waren. Natürlich auch die verrückten Australier. Am Abend zuvor haben wir VIP Tickets für den Skygarden, inkl. freiem Eintritt und Flatrat-Trinken bis 22 Uhr, bekommen und so viel uns die Entscheidung nicht schwer dort einzukehren. Es war recht voll und die Schlange zur Tränke war Mega lang. Da musste man etwas Geduld mitbringen. Aber ansonsten war der Abend in Ordnung. Kleiner Tipp am Rande: fotografieren und filmen ist im Skygarden nicht erlaubt. Die sind da ziemlich streng. Lasst euch also nicht erwischen ;)
(edited by Lille)










Hard Rock, baby :D







Surfbrett mit Verlobungsdatum







Sunset @ Kuta Beach, Bali








Freitag/Samstag, 20./21.11.2015

Bye Bye Bali - Selamat tinggal Bali

Mit schweren Herzen mussten wir uns heute von einem Ort verabschieden, den wir schon beim ersten Mal ins Herz geschlossen hatten. Am Vortag hatten wir uns einTaxi bestellt und siehe da es war super pünktlich. Diesmal sind wir auch mit Taximeter gefahren und haben etwas weniger bezahlt als auf der Hinfahrt. Es ist also wirklich empfehlenswert manche, vor allem kurze Strecken mit Taxometer zu fahren. Eine der Angestellten bekam beim Abschied sogar nasse Augen und fragte wann wir wieder kommen würden. In 3 bis 4 Jahren, so hoffen wir :) Der Taxifahrer fuhr los und nicht mal 100m weiter hielt uns ein Motorradpolizist an. Wir waren etwas verwundert, da wir uns nicht erklären konnten was los war. Nach kurzem hin und her durften wir weiterfahren und der Taxifahrer erklärte uns, dass er in die falsche Richtung gefahren sei. Komischer Weise ist die Straße aber keine Einbahnstraße. Darauf meinte er, dass das nur für die Rollerfahrer gilt, aber nicht für Autos. Die dürfen nur in eine Richtung fahren. Ahja er wusste das. Aber wie soll man sowas ohne Zeichen als Tourist wissen. Tja andere Länder, andere Regeln :D Diesmal hat auch alles mit den Flügen gepasst. Die Kontrollen am Flughafen sind sehr streng. Überall wird kontrolliert und überwacht. Aber in diesen Tagen gibt es einem doch ein gutes Gefühl der Sicherheit. Tja nun lassen wir Bali hinter uns. Aber die vielen Eindrücke und Erinnerungen bleiben uns für immer erhalten. 

Damit verabschieden wir uns zumindest fürs erste und sagen Danke Bali und bis bald - Terima kasih Bali. Bye untuk saat ini :)

(edited by Lille)










Blick vom Skygarden auf die Legian
Whitening Lotion. Seriously!?!









Unser 2tes Zimmer im Warung Coco























Foyer des Warung Coco











Mt. Agung aus der Luft




Anflug auf Singapur




 
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