Rundreise durch Andalucía vom 28.09. - 12.10.2014
Los ging unser lang ersehnter Urlaub am 27.09.2014 um 14:00.
Die Mitfahrgelegenheit wartete geduldig mit uns neben uns am Taxistand am
Steintor. Lille und ich hatten uns über die Mitnahme des Laptops unterhalten,
den eigentlich keiner von uns beiden so wirklich mitnehmen wollte. Zum Glück
regeln sich ja manche Sachen von allein und so kam Jens zufälligerweise noch
einmal vorbei und wir schmissen ihm das Ding kurzerhand in den Kofferraum. In
diesem Moment rief auch unsere MFG mit dem „Van“ - er stand neben uns mit naja,
sagen wir mal eher einer Nussschale... Könnte ein uralt Opel Corsa gewesen
sein. Naja man kann halt nicht immer Glück mit der Mitfahrgelegenheit haben.
Aber der Typ war an und für sich ok.
Die Fahrt nach Berlin verlief ohne Zwischenfälle, sodass wir
pünktlich um 16:00 am Gelände des ICC ankamen. Dort suchten wir erst einmal die
richtige U-Bahn die uns Richtung Dajana’s
Freundin Cindy bringen sollte. Nach einigem hin und her sind wir dann
die richtige Bahn gefunden und haben uns auf den Weg gemacht. Cindy hat uns
dann auch Bahnhof in Marzahn abgeholt. Sie hat dort eine nette kleine Bude, die
doch recht gemütlich schien
Gegen 17:30 kamen wir dann bei Cindy an. Kurze Pause und
kurzer Kaffee, danach ging es dann in Richtung City – Hard Rock Café (Kudamm).
Kurz vor dem Café sind wir dann auf Aniko gestoßen, der wir vorher von unserem
kleinen Abstecher nach Berlin erzählt haben. Wir hatten uns überlegt, Cindy für
die Übernachtung mit einem Essen im selbigen zu entlohnen. Da das Hard Rock
Café brechend voll war, betrug die Wartezeit circa 30 Minuten. Dajana bekam
eine Fernbedienung in die Hand gedrückt, die vibrieren sollte, wenn der Tisch
für uns frei wäre. Der Radius für dieses Gerät betrug so etwa 100m. So gingen
wir ein wenig die Straße runter, bis ihr auffiel, dass das Ding eine Tonfolge
von sich gab und blinkte. Wir sind daraufhin zurück zum Café und die nette Dame
meinte, dass wir wohl außer Reichweite waren, aber auch noch kein Tisch frei
wäre. Also sind wir dann etwas in die andere Richtung gelaufen – immer mit
einem prüfenden Auge auf unsere Fernbedienung. Dann vibrierte sie – yippie
Essen! Auf der Speisekarte standen verschiedene Burger, dazu gab es Bier. Das
Essen wurde schnell serviert, hat geschmeckt und wir wurden gut satt. Wobei man
auch sagen muss, dass man den Namen des Restaurants auch on top zahlen muss. So
ganz billig war das nicht. Da wir am nächsten morgen so gegen 4 Uhr aufstehen mussten, sind wir danach gleich zu
Cindy und haben uns dort noch ein Mädchenbier gegönnt und sind so gegen 1 Uhr
ins Bett.
28.09.2014 – Málaga
Da mit viel Schlafen eh nix war sind wir schwerfällig aber pünktlich
aufgestanden und die liebe Cindy brachte uns zum Flughafen. Dort angekommen,
standen wir gleich an einem Schalter von airberlin, der sagte: all directions.
Nach relativ kurzer Wartezeit standen wir am Counter, wo man uns mitteilte,
dass wir uns doch bitte in der anderen Halle am Counter anstellen sollten –
gesagt, getan. Dort nahmen wir die nächste Schlange, die dann allerdings nur
für „VIPs“ (Pre-check-in) war und wir durften uns noch einmal an einer ewig
langen Schlange anstellen. Pünktlich kurz vor halb 6 hatten wir dann endlich
unsere Tickets in der Hand und sind durch die Sicherheitskontrolle zum anschließenden
Boarding. Einmal im Flieger haben sich dann auch Dajana‘s Nerven beruhigt. Denn
immer bevor wir irgendwo hinfliegen, wird sie zu einem hypernervösen
Nervenbündel :D. Geht alles gut? Sind wir auch immer rechtzeitig? Da hilft auch
gutes Zureden nichts
Der Flug verlief ruhig und wir landeten pünktlich in Málaga.
Es begrüßte uns eine etwas feuchte Landebahn und angenehme 26°C. Nach der
Kofferabholung hieß es dann Mietwagen abholen. Das ging relativ schnell,
allerdings wollte uns der Typ von Hertz noch eine Zusatzversicherung
aufschwatzen, was wir aber schon erwartet hatten. Denn bevor wir uns ein Auto in einem fremden Land gemietet haben, haben
wir alle Anbieter auf Herz und Nieren geprüft, uns auf mehreren Internetseiten
die Rezensionen durchgelesen und Preise verglichen. Denn es gibt viele
Billiganbieter, die einen über den Tisch ziehen wollen und wo man zum Schluss
nochmal richtig drauf zahlen muss. Wir haben uns dann für einen namenhaften
Anbieter entschieden und waren somit auf der „sicheren“ Seite. Lest also immer
alle Bedingungen und Versicherungssachen und wenn ihr nicht sicher seid ruft
dort an!!! Wir haben dann über die Seite Billiger-mietwagen.de gemietet und waren
damit sehr zu frieden. Wir haben natürlich nicht die Zusatzversicherung
genommen, da wir die schon inklusive hatten. Der Typ wurde dann etwas etwas
ungehalten und pampig. Aber übern tisch lassen wir mich bestimmt net ziehen. Am
Auto angekommen mussten wir feststellen, dass dieser über Lackschäden verfügte,
die nicht angegeben waren. Also haben wir alles dokumentiert und sind zurück zu
dem Typ. Daraufhin wurde auch festgestellt, dass dieser nicht einmal auf den
Mietunterlagen unterschrieben hatte. Dies wurde nachgeholt, Defekte mit
Kringeln markiert (eigentlich hat das Auto nach dieser Technik einen totalen
Blechschaden). Die Mehrarbeit hat dem Typen natürlich gar nicht gepasst. Der
hatte echt schlechte Laune und hat dumme Sprüche gerissen. Hätte er weiter
gemacht, hätte ich seinen Chef gefordert. Deutsche Penibelkeit eben :D Danach haben wir uns durch das Chaos in der
Tiefgarage Richtung Ausgang gekämpft und sind zu unserem Hostel gefahren.
Wir kamen um 12:00 im Feel Good Soho-Hostel an. Das Auto
haben wir erst einmal auf der Straße stehen lassen, da Parken sonntags
kostenfrei war. Auf ging es zu unserem ersten Stadtrundgang von AGP (Malaga).
Vorbei am Plaza de la Marina gingen wir die Hafenpromenade bis zur Farola
(Leuchtturm) entlang. Den ersten Stärkungsstop legten wir im Dunkin' Donuts ein
– Coke und lecker Mutschekiebchen-Donuts. Die Hafenpromenade ist mittlerweile
sehr schön gestaltet – es gibt viele Cafés/Restaurants in allen möglichen
Geschmacksrichtungen und etliche Geschäfte. An der Farola vorbei ging es runter
zum Strand. Wir haben ein wenig wellenhüpfen mitsamt Schuhen ausprobiert um zu
erkunden, wie warm das Mittelmeer ist. Dabei wurde Dajana dann einmal so von
einer Welle überrascht, dass nicht nur ihre Schuhe und Hosenbeine nass waren,
sondern sie rücklings in kühle Nass gepatscht ist, soll heißen, der Popo war
dann auch noch nass. Weiter ging es dann in etwas sicherer Entfernung zum
Wasser auf der Standpromenade zum Malegueta-Sign. Unser erster richtiger Foto-Shooting-Stop.
Von dort ging es weiter zur Stierkampfarena, vorbei am Plaza del General
Torrijos zum Parque Alonso, wo die unreifen Apfelsinen von den Bäumen hingen in
Richtung Fuß der Alcazaba. Unreif deshalb, weil so frech waren und welche zu
probieren vom Baum gemopst haben und feststellen mussten, dass wir sie dran
gelassen hätten :D Weiter ging es in Richtung Plaza de la Merced, zum Teatro
Cervantes und durch unzählige Gassen zur Kathedrale. Diese war offen und
kostenfrei zu besichtigen, so entschlossen wir uns einen kurzen Blick hinein zu
werfen. Die Ausmaße dieser Kathedrale waren schon riesig, aber nichts im Vergleich
zu dem, was wir auf unserer Reise noch so sehen sollten. Weiter ging es zum
Plaza de la Constitucion und dann so langsam durch die Einkaufgassen in
Richtung Hostel. Nach dem Check-in gab es erst einmal eine ausgiebige heiße
Dusche zum entsanden und wieder warm
werden, gefolgt von einem kleinen Nickerchen. Gegen 18:00 haben wir uns dann
auf Futtersuche begeben, da wir mittlerweile dann doch ziemlichen Hunger hatten
und uns schon tagsüber ein wenig nach Möglichkeiten zum Essen gehen umgeschaut
hatten. Unsere Wahl fiel auf das La Cueva, unweit der Alcazaba. Dort hatten wir
ein Paella-Menü für 2 Personen entdeckt, inklusive Getränk. Da die Küche erst
etwas später aufgemacht hat, haben wir uns kurz noch einmal die Zeit am Plaza
de la Merced vertrieben und dann eine Coke zur Überbrückung der Wartezeit
bestellt. Zu unserer Überraschung gab es dazu noch lecker Salami und
irgendetwas anderes vom Schwein – Tapas sozusagen. Das Menü bestand aus
Romana-Salatherzen mit Balsamico-Essig und Möhren, einer riesigen gemischten Paella
(Fleisch und Meeresfrüchte). Dazu wurden Brot und roter Hauswein gereicht, der
wiederrum mit Tapas kam. Es war schon nach dem Salat abzusehen, dass wir nicht
alles schaffen würden und so haben wir uns den Rest der Paella einpacken lassen
– was sie auch anstandslos taten.
Gut gestärkt begaben wir uns auf unsere erste nächtliche
Entdeckungstour. Durch den Tunnel zur Alcazaba/Gibralfaro bei Nacht
schlenderten wir weiter über den Paseo del Parque und durch die Einkaufsgassen
zur Iglesia de San Juan. Danach ging es dann zur wohlverdienten Nachtruhe
zurück zum Hostel.
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