Türkei 2015 (18.-27.9.)
Tag 1
Da wir mal wieder etwas Urlaub
brauchten und wir nicht soviel Geld für eine Woche Erholung ausgeben wollten
(Bali steht dieses Jahr noch an), haben wir uns entschieden für ein paar Tage
in die Türkei zu düsen. Die Auswahl der Hotels ist ja echt riesig und es ist
uns schwer gefallen uns zu entscheiden. Da gibt’s so viele Möglichkeiten, da
schwirrt einem der Kopf. Letztendlich hat Dajana ein Hotel gefunden, dass mit
unserem Preis-Leistungs-Verständnis übereinstimmte: Wellness, zwischen Alanya
und Side, 5 Sterne Ultra-All-Inclusive etc. Und der Preis war nicht zu toppen.
Nilbahir Wellness und Spa Ressort heißt das gute Ding und es hat sich auch ganz
gut angehört, wenn man mal von den Rezensionen im Netz absieht. Aber dazu später
mehr.
Am 18.9. sind wir mit Sack und
Pack auf Arbeit gefahren. Wir hatten den Tag nicht frei genommen, sondern nur
etwas verkürzt. Nachdem wir unseren Dienst getan hatten, hat uns mein Vater zum
Flughafen Leipzig/Halle gebracht. Ich hatte ein bisschen Angst nicht in den
Flieger zu kommen, da mein Name auf meinem auf dem Ticket nicht so stand wie in
meinem Pass. Wir haben schon gehört, dass dann Leute nicht fliegen durften. Wir
hatten bei der Buchung 2 Mal den falschen Namen beanstandet und er war immer noch
etwas falsch geschrieben. Aber dann war es zu spät um ihn ein 3tes Mal!! ändern
zu lassen. Bei ITT sitzen anscheinend einige Analphabeten in der
Buchungsabteilung. Naja egal, es ging alles gut und wir saßen nach kurzer Zeit
im Flieger Richtung Sonne: „Oh willkommen, willkommen, willkommen Sonnenschein
wir steigen in den Flieger Richtung Süden ein….“ *lalalalalaaaaaa* :D
Der Flug bis Antalya dauert ca. 3
½ Stunden. Da wir mit einer Billigairline (Onurair/Sunexpress) geflogen sind,
konnten wir natürlich keinen großen Service etc. erwarten. Jedoch kann man sich
mit Tablett oder Zeitung lesen die Zeit gut vertreiben. Nachdem wir gelandet
waren und unser Gepäck abgeholt haben, sind wir zu unserem Shuttlebus gegangen
und haben uns erstmal ein kühles Efes gegönnt :D Nach kurzer Zeit ging es dann
auch in Richtung Hotel. Da der Bus mehrere Hotels angefahren hat und unser
Hotel fast da letzte war , hat es nochmals fast 2 Stunden gedauert, bis wir am
Ziel waren. Kurz nach 24 Uhr konnten wir dann einchecken. Wir wollten auch
gleich noch einen Mitternachtssnack essen (laut Ultra-All-Inclusive dabei) und
haben danach gefragt. Man sagte uns, dass es den an der Poolbar gibt. Aber
irgendwie war da keiner und so mussten wir hungrig auf unser Zimmer. Da
normales Doppelzimmer frei war, haben wir ein Standard Doppelzimmer bekommen
und sollten dann am nächsten Tag in ein anderes Zimmer kommen. Das war uns aber
erstmal egal, denn unser Zimmer war sozusagen ein Doppel-Doppelzimmer: großes
Bad, 2 separate Zimmer mit Minibar, Schrank, Doppelbett, 2 Balkone und 2
Flatscreens mit Satellit. Also eine gute Ausstattung wie man sie erwartet. Wir
haben dann noch ganz kurz das Hotel erkundet und sind dann ins Bett gefallen.
Erster Tag vorbei.
Tag 2
Vom zweiten Tag unseres Wellness
Urlaubs gibt es eigentlich nicht so viel zu berichten.
Am Vortag haben wir die Info
bekommen, dass wir uns am Nachmittag mit unserem Reiseleiter im Hotel treffen
und wir Fragen und Probleme erläutern können. Vorher hatten wir also genug
Freizeit. Nachdem Aufstehen haben wir uns dann erstmal über das
Frühstücksbuffet hergemacht. Es war sehr reichhaltig mit verschiedenen Sorten
von Brot, Salat, Käse, Obst und Wurst sowie kleineren warmen Speisen
(Rühr-/Spiegelei, Würstchen). Kaffee gab es aus mehreren Maschinen. Der war
aber sehr gut. Man konnte im Restaurant essen oder auf der Terrasse am Pool.

Nach dem Frühstück haben wir dann das Hotel näher begutachtet. Es war so ziemlich alles da, was auch angeboten wurde. Was wir allerdings nicht gefunden haben, ist das À la Carte Restaurant und den Indoor Pool. Dafür mehrere Räume, die anscheinend als Seminar-/Tagungsräume genutzt werden können sowie eine zweite große Bar in der ersten Etage (mit Terrasse). Die wurde aber anscheinend nicht benutzt. Das Hotel machte einen guten Eindruck, wobei ich ihm trotzdem keine 5 Sterne (auch nicht Landeskategorie) geben würde. Zu viele kleine Mängel. Zu der Hotelbewertung mehr unter der Rubrik „Restaurants, Café and hotel/hostel recommendations worldwide“.

Nach dem Frühstück haben wir dann das Hotel näher begutachtet. Es war so ziemlich alles da, was auch angeboten wurde. Was wir allerdings nicht gefunden haben, ist das À la Carte Restaurant und den Indoor Pool. Dafür mehrere Räume, die anscheinend als Seminar-/Tagungsräume genutzt werden können sowie eine zweite große Bar in der ersten Etage (mit Terrasse). Die wurde aber anscheinend nicht benutzt. Das Hotel machte einen guten Eindruck, wobei ich ihm trotzdem keine 5 Sterne (auch nicht Landeskategorie) geben würde. Zu viele kleine Mängel. Zu der Hotelbewertung mehr unter der Rubrik „Restaurants, Café and hotel/hostel recommendations worldwide“.
Nachdem wir das Hotel abgelaufen
haben, sind wir in den Spa Bereich gegangen. Dort befindet sich neben mehreren
schön eingerichteten Massageräumen, ein Hamam, 2 Ruhe-Lounges und ein, naja
sagen wir mal für die Grundbedürfnisse
eingerichteter, Fitnessraum. Die Chefin, die im Nachbarhotel ebenfalls
einen Spa-Bereich hat, war sehr freundlich und konnte auch ein bisschen Deutsch
und Englisch, Russisch mal wieder perfekt… Wir haben uns das Angebot angeschaut
und haben uns für das Wochenend-Special entschieden: 2 Stunden (Sauna, Hamam
mit Schaummassage, noch ne Massage und Gesichtsmaske) für läppische 25 Euro. Da
kann man echt nicht nein sagen, oder? Danach sind wir dann zufrieden zum Meer
spaziert um die Strandbar und den Strand zu inspizieren. Mit einem Bier auf der
Faust haben wir uns dann eine der vielen Sonnenliegen gesucht und sind in Meer gehüpft. Da Problem an der Sache
ist, der Sand ist elendig heiß und der Strand besteht aus Kies. Auch im Wasser
findet man nur Steine als Untergrund. Wenn man schwimmt ist es kein Problem. Aber
ansonsten ist es unangenehm. Dafür gibt es aber eine praktische und recht stylische
Abhilfe. Denn viele kleine Geschäfte haben sich auf diesen Umstand eingerichtet
und verkaufen Badeschuhe in alle möglichen Farben Mustern. Die sind echt
bequem, billig und man kann super über den Strand laufen ohne das man aussieht
wie ein Storch im Salat, weil einem die Füße verbrennen bzw. die Steine in die
Füße drücken. Nach ein paar Stunden faulenzen sind wir dann wieder zurück zum
Hotel, weil dort unser Reiseführer warten sollte. ….

War auch da und es stellte sich heraus, dass er sehr gut Deutsch sprach. Naja eher „ick ick will ne Schrippe“ Berlinerisch. Er war sehr nett und hat uns ein paar nützliche Infos gegeben. Er hat uns dann noch von ein paar Touren erzählt, die wir bei ihm buchen können. Wir haben ihm dann gesagt, dass wir eine Nacht über sein Angebot (Kappadokien und Blaue Reise) nachdenken und uns dann melden. Tja und das wars dann auch schon vom 2ten Tag. Ach nee, da war ja noch was. Von unserem Balkon aus haben wir eine Moschee in der Nähe gesehen und da wir eh die Umgebung etwas erforschen wollten, sind wir in die Richtung gegangen. An der Moschee angekommen, sind wir etwas drum rumgeschlichen und geschaut ob man reingehen kann. Aber irgendwie haben wir uns nicht so richtig getraut. als wir schon gehen wollten, kam auf einmal der Barkeeper von unserer Poolbar ein einer kleinen Werkstatt von neben an herbeigesprintet. Mohamed (den Namen haben wir irgendwann später mal rausbekommen) konnte ein bisschen Deutsch und Englisch und hat uns gefragt, ob wir uns die Moschee angucken wollen. wir haben ihn darauf hingewiesen, dass wir nicht adäquat angezogen sind (kurze Hose und Tank top). Bei mir meinte er, dass es ok sei. Dajana brauchte aber noch etwas, um ihre Schultern zu bedecken. Ist im Grunde genommen wie bei uns in der (katholischen) Kirche... Dafür ist er zurück in die Werkstatt gegangen und hat extra ein sauberes Hemd geholt. Das war echt sehr nett von ihm. Dann hat er uns die Moschee gezeigt und einiges erklärt und sogar Fotos von uns gemacht. Es hat ihm sichtlich Spaß gemacht und wir waren sehr angetan von soviel Herzlichkeit. Danach sind wir an der Haupstraße und ein paar kleinen Läden zurück in Hotel. Tja das wars dann wirklich.
Viel mehr als Abendessen und ein Film auf dem Zimmer schauen, haben wir dann nicht mehr gemacht. Aber für den Anfang hat es gereicht :)

War auch da und es stellte sich heraus, dass er sehr gut Deutsch sprach. Naja eher „ick ick will ne Schrippe“ Berlinerisch. Er war sehr nett und hat uns ein paar nützliche Infos gegeben. Er hat uns dann noch von ein paar Touren erzählt, die wir bei ihm buchen können. Wir haben ihm dann gesagt, dass wir eine Nacht über sein Angebot (Kappadokien und Blaue Reise) nachdenken und uns dann melden. Tja und das wars dann auch schon vom 2ten Tag. Ach nee, da war ja noch was. Von unserem Balkon aus haben wir eine Moschee in der Nähe gesehen und da wir eh die Umgebung etwas erforschen wollten, sind wir in die Richtung gegangen. An der Moschee angekommen, sind wir etwas drum rumgeschlichen und geschaut ob man reingehen kann. Aber irgendwie haben wir uns nicht so richtig getraut. als wir schon gehen wollten, kam auf einmal der Barkeeper von unserer Poolbar ein einer kleinen Werkstatt von neben an herbeigesprintet. Mohamed (den Namen haben wir irgendwann später mal rausbekommen) konnte ein bisschen Deutsch und Englisch und hat uns gefragt, ob wir uns die Moschee angucken wollen. wir haben ihn darauf hingewiesen, dass wir nicht adäquat angezogen sind (kurze Hose und Tank top). Bei mir meinte er, dass es ok sei. Dajana brauchte aber noch etwas, um ihre Schultern zu bedecken. Ist im Grunde genommen wie bei uns in der (katholischen) Kirche... Dafür ist er zurück in die Werkstatt gegangen und hat extra ein sauberes Hemd geholt. Das war echt sehr nett von ihm. Dann hat er uns die Moschee gezeigt und einiges erklärt und sogar Fotos von uns gemacht. Es hat ihm sichtlich Spaß gemacht und wir waren sehr angetan von soviel Herzlichkeit. Danach sind wir an der Haupstraße und ein paar kleinen Läden zurück in Hotel. Tja das wars dann wirklich.
Viel mehr als Abendessen und ein Film auf dem Zimmer schauen, haben wir dann nicht mehr gemacht. Aber für den Anfang hat es gereicht :)
PS: Fotos vom Strand gammel folgen...










Tag 4 Wellness pur



Leider hatten
wir ein straffes Programm und mussten nach ca. 45 Minuten wieder zurück zum
Bus. Die nächste Station war ein Restaurant-Hotel (Eski Ipekyolu Restaurant)
zwischen Konya und Aksaray. Das Ding liegt sprichwörtlich irgendwo im
Nirgendwo. Wie eingangs erwähnt scheint es Methode zu sein, extra an solchen
Orten Mittag zu machen, da man dort keine Auswahl zum essen gehen hat. Außer
einer Tankstelle war dort nichts mehr. Egal, das Essen war in Ordnung. Und wenn
man mal den Preis von 25 Euro auf 3 Mittagessen runterrechnet sind 8 Euro pro
Mahlzeit nicht wirklich viel. Nach ca. einer Stunde Pause sind wir dann auch
weiter Richtung Kappadokien gefahren. Weit war es jetzt nicht mehr. Die nächste
Station war Saratli Belediyesi – Kirkgöz Yeralti Şehri: ein Dorf im Untergrund.
Klang interessant und war es auch. Dort haben sich die Dorfbewohner bei
Gefahren mit ihrem Vieh etc. zurückgezogen. Die Anlage haben die Menschen
damals mit den einfachsten Werkzeugen aus dem weichen Sand- und Tuffstein herausgearbeitet. Man
findet dort eine große Küche, Schlafräume, Stallungen für das Vieh und einen
Brunnen. Und in der unterirdischen Behausung herrschen jährlich ca. 12 Grad.
Und von außen ist das unterirische Versteck kaum ausfindig zu machen.

























Tag 2 in Kappadokien




































Das war dann auch unser letzter Ausflugpunkt für den Tag. Hmm,
eigentlich nicht ganz. Denn abends stand noch eine türkischorientalische Show
in einem Höhlenrestaurant in Avanos an. Zuerst sind wir aber zurück in unser
Hotel gefahren, haben uns dort frisch gemacht und zu Abend gegessen. Wir hatten
genug Zeit, um uns etwas zu erholen. Gegen 20.40 Uhr hat uns der Bus dann
wieder eingesammelt und wir sind zu der Show gefahren. Die Show an sich war
eigentlich sehr schön. Es gab viele Tanzvorführungen in traditioneller Kleidung,
eine anatolische Hochzeit, bei der Dajana auch wieder mit auf die Bühne musste
und ein bisschen Bauchtanz (was aber nicht typisch Türkisch ist, aber die Leute
sehen wollen). Dazu gab es kostenlos einheimische Alkoholika und alkoholfreie
Getränke und ein paar kleine Snacks. Der Rotwein, namens Hayyam, war sehr
lecker. Er war zwar nicht teuer, aber trotzdem sehr gut. Nach drei Stunden war
dann der Spaß vorbei und wir sind dann zurück in Hotel. Alles in allem war es
ein schöner Tag. Achja und während es an der Küste Unwetter gab, hatten wir die
ganze Zeit strahlenden Sonnenschein und angenehme Temperaturen. *Hehehehe*
Turkish Night in Avanos











Nachdem wir dort fertig waren, sind wir zu einer kurzen Weinverkostung gefahren. Da einige unserer Mitreisenden sich gerne kappadokischen Wein mitnehmen wollten, hatte Mustafa die Verkostung organisiert. Dummerweise haben wir den Wein vom Vorabend dort nicht gefunden und der Rest hat uns auch nicht so geschmeckt. Also mussten wir weiter nach unserem Hayyam-Wein suchen. Den haben wir dann aber schließlich bei unserem nächsten Stopp in einer Karawanserei gefunden *juhuuu* Aber was ist nun eine Karawanserei? Das ist bzw. war ein Anlaufpunkt für Karawanen gewesen, sozusagen ein Motel für Mensch und Tier. Vor jahrhunderten, als die Seldschuken in der Türkei herrschten, bauten sie entlang der wichtigsten Handelsrouten, unter anderem auf der Seidenstraße wo wir uns befanden, solche Anlaufstellen. Die Karawansereien hatten immer einen Abstand von max. 40 km, teilweise sogar weniger. Und da es früher auch schon fiese Diebe gab, patrouillierte auf diesen Routen die Armee und die Sicherheit der Handelsleute zu gewährleisten. Die ersten 3 Tage der Unterkunft waren frei, danach musste aber gezahlt werden. Die Karawanserei war historisch gesehen ganz interessant.












all © copyrights are reserved by Leandro F. Gambôa and Dajana Thiele
Tag 3
Wir sind mal wieder relativ früh aufgestanden, da wir um 10 Uhr unseren Massage Termin hatten und vorher noch ein bisschen Frühstücken wollten. Gesagt getan sind wir nach dem Frühstück ins Spa gestapft, um uns durchkneten zulassen. Jaaaaa daraus ist aber leider nix geworden, da
die nette Dame (die kein Englisch spricht), den Termin falsch aufgenommen hat.
Typisch türkische Organisationskunst. Naja wir haben uns dann einen Termin für
den nächsten morgen geben lassen. Wir waren ja schließlich im Urlaub, relaxed
und flexibel. Da der Tag noch jung war und wir am Vortag etwas Langeweile beim
Rumliegen am Strand hatten, haben wir uns entschieden, nach Alanya auf die Burg
zu fahren. Die einzige Möglichkeit vom Hotel wegzukommen ist der Dolmusch
(türkischer Kleinbus). Man kann natürlich auch ein Taxi nehmen. Aber das ist
wie überall ziemlich teuer. Wir haben also ein paar Sachen zusammengepackt und
sind auf die andere Straßenseite zur „Haltestelle“ gegangen. Man muss dazu
sagen, dass es keine wirklichen Haltestellen gibt. Man hält einfach die Hand
raus oder springt wie wild am Straßenrand rum. :D Der erste Bus war natürlich
nicht der richtige. Der Busfahrer sagte uns, dass wir an der falschen
„Haltestelle“ stehen und etwas zurück müssen. Zurück? Wohin? Da gibt’s nichts
außer der Straßenunterführung. Naja wir sind etwas zurückgegangen und haben
eine russische Touristin getroffen, die auch nach Alanya wollte. Sie war sich
aber auch nicht wirklich sicher, ob es die richtige „Haltestelle“ war. Gott sei
Dank war dort noch ein kleines Kaffee mit Einheimischen, den ich mit Händen und
Füßen erklärt habe, wo wir hinwollten. Diese netten Herren haben bestätigt,
dass wir nun richtig standen. Also haben wir dort gewartet, und gewartet, und
gewartet. Es hieß, aller 15 Minuten kommt ein Bus. Es waren gefühlt mind. 30
Minuten. Macht nicht wirklich Spaß, wenn man bei 30 Grad an einer viel
befahrenen Straße steht. Jedenfalls kam dann irgendwann ein Dolmusch der uns
mitnahm. Eine Freundin zu ein Jahr zuvor mit einem Dolmusch gefahren ist
meinte, dass es ein kleines Abenteuer sei. Ich hab dann so An Busfahren in
Brasilien gedacht und mich schon gefreut. Es war jedoch eine sehr ruhige und
angenehme Fahrt. Der Verkehr ist an sich etwas chaotischer. Aber alles in allem
noch im Rahmen. Die Fahrt nach Alanya hat ca. 50 Min. gedauert und viel zu
sehen gab es auch nicht…
In Alanya angekommen, kamen so
einige Erinnerungen vom letzten Türkeiurlaub zurück. Der ist zwar schon mind.
10 Jahre her. Aber besonders im Hafen kam einem vieles bekannt vor. Das „Robin
Hood“, wo wir damals immer feiern waren, gibt es immer noch. :D Jetzt liegen
aber ein Haufen Piratenschiffe vor Anker, auf denen man die „Blaue Reise
machen“ kann. Lange haben wir uns dort aber nicht aufgehalten. Wir sind gleich
Richtung „Roten Turm“ gelaufen, wo der Aufstieg zur Burg beginnt. „Kizilkule liegt am Hafen. Das achteckige
Gebäude ist das Symbol der Stadt und ein Werk von den Seldschuken aus dem 13.
Jh. Die Burg wurde im Jahr 1226 im Auftrag des selschukischen Sultans Alaaddin
Keykubat von dem aus Halep stammenden Baumeister Ebu Ali Reha el Kettaniye, der
die Burg in Sinop baute, erstellt. Da es nach einer bestimmten
Höhe schwer wurde, während der Erbauung die Steinblöcke emporzuheben,
wurde die obere Seite mit gebackenen roten Ziegelsteinen gemacht und heißt
deshalb Kizilkule (Roter Turm). An den Wänden des Turmes sind Marmorblöcke aus
antiken Zeiten zu sehen. Der Turm, der achteckig und jede Mauer 12,5
m breit ist, hat eine Höhe von 33 m und ein Durchmesser von 29 Meter.
Drinnen befinden sich, Erdgeschoss inbegriffen, 5 Stockwerke. Auf den Turm kann
man durch eine Steintreppe mit 85 Stufen steigen, die einen großen Abstand
voneinander haben. Das Sonnenlicht, das der Turm von oben bekommt,
reicht bis zum 1. Stock. Im Mitten des Turmes befindet sich eine Zisterne.
Der Turm wurde errichtet um sowohl den Hafen als auch die Werft vor etwaigen
Angriffen von der See aus schützen zu können. Jahrhunderte lang wurde er zu
militärischen Zwecken genutzt. Der Turm, der in den 50iger Jahren
restauriert wurde, ist seit 1979 für Besucher geöffnet. Der 1. Stock wurde
zum Museum umgewandelt.“ (Quelle: http://www.altid.org.tr/de/Historische-Platze/51-Der-Rote-Turm.html)
Dort haben uns dann ein Haufen
Taxifahrer angesprochen, ob sie uns denn hochfahren können und uns super duper
Angebote gemacht. Wir haben kurz überlegt und haben dann gesagt, das wir lieber
laufen. Einige haben uns belächelt und meinten es sei seeeehr weit. So wie von der
Erde zum Mond und zurück. Andere haben uns einfach nur ungläubig angeschaut. Um
ehrlich zu sein ist es nicht wirklich sehr weit, ca. 6 km. Das einzige Problem
ist nur die Steigung. Aber daran gewöhnt man sich. Letztes Jahr in Andalusien
sind wir täglich fast 20 km gelaufen. Wir haben ca. 50 Min. bis nach ganz oben
gebraucht, anstatt der besagten 1 ½ Stunden. Ich war damals schon einmal oben
gewesen. Aber Dajana noch nicht. Sie war nur auf der Unterburg. Ein Tipp: oben
kann man nicht in Euro, sondern nur in türkische Lira bezahlen. Plastik geht
aber auch… Der Eintritt kostet ca. 5 Euro. Beeindruckend ist die Burgruine
aber nicht. Man hat zwar eine schöne Sicht auf Alanya, aber es reist keinem vom
Hocker. Da es noch eine Moschee und die Unterburg auf dem Berg zu sehen gab
sind wir dann noch dorthin gegangen. Auf dem Weg haben wir viele kleine alte
Friedhöfe mit den Gebeinen irgendwelcher Sultane gesehen. Die Süleymaniye
Camii Moschee war jetzt nicht wirklich interessant. Aber anscheinend haben
zu der Zeit einige Paare geheiratet und machten dort Hochzeitsfotos. Auf dem
weiteren Weg zur Unterburg haben wir dann den einen Taxifahrer, der uns hoch
fahren wollte, getroffen. Diesmal hat er uns sogar auf Deutsch angesprochen.
Wir haben dann einen kleinen Smalltalk gemacht und sind dann weiter. Die
Unterburg ist wesentlich interessanter und besser erhalten. Trotzdem sind
einige Bereiche wegen Sanierungsarbeiten und Baufälligkeit geschlossen. Auch
von hier hat man eine schöne Aussicht und kann überall ein bisschen
rumklettern. Der Eintritt in die Unterburg ist frei, insofern man sich ein
Ticket in der Oberburg gekauft hat…
Ach ja auf dem Weg dorthin haben wir eine Schildkröte gesehen die irgendwie versucht hat, vom Berg ins Meer zu kommen. Da es aber an der Stelle sehr steil war, hat sie immer über den Rand geschaut, ist weiter gekrochen und hat wieder über den Rand geschaut. Das war echt putzig. Als wir zurückkamen war sie auf einmal verschwunden. Doch ein paar Meter weiter den Hang hinab haben wir sie dann im Gras erspäht. Keine Ahnung, wie sie dahin gekommen ist. Zurück sind wir dann auch gelaufen und gleich in Richtung Bus. Es wurde schon langsam spät und wir wollten ja das Abendessen nicht verpassen. Wir haben auch sofort den richtigen Bus erwischt. Leider mussten wir noch etwas warten. Die Zeit haben wir dann aber mit einem kühlen Efes überbrückt. Gott sei Dank waren wir die ersten am Bus, sodass wir beide einen Sitzplatz hatten. Die Rückfahrt hat sich ca. 1 ½ Stunden gezogen, da der Dolmusch alle 10 Minuten angehalten hat, um Leute, vor allem Touristen, einzusammeln. Und somit wurde der Bus immer voller und voller. War teilweise ganz lustig mit anzuschauen. Naja nachdem wir gegen 20 Uhr wieder im Hotel angekommen waren, haben wir zu Abend gegessen, uns ein paar Drinks an der Poolbar geholt, und uns auf unser Zimmer zurückgezogen. Tag 3 Ende.
Ach ja auf dem Weg dorthin haben wir eine Schildkröte gesehen die irgendwie versucht hat, vom Berg ins Meer zu kommen. Da es aber an der Stelle sehr steil war, hat sie immer über den Rand geschaut, ist weiter gekrochen und hat wieder über den Rand geschaut. Das war echt putzig. Als wir zurückkamen war sie auf einmal verschwunden. Doch ein paar Meter weiter den Hang hinab haben wir sie dann im Gras erspäht. Keine Ahnung, wie sie dahin gekommen ist. Zurück sind wir dann auch gelaufen und gleich in Richtung Bus. Es wurde schon langsam spät und wir wollten ja das Abendessen nicht verpassen. Wir haben auch sofort den richtigen Bus erwischt. Leider mussten wir noch etwas warten. Die Zeit haben wir dann aber mit einem kühlen Efes überbrückt. Gott sei Dank waren wir die ersten am Bus, sodass wir beide einen Sitzplatz hatten. Die Rückfahrt hat sich ca. 1 ½ Stunden gezogen, da der Dolmusch alle 10 Minuten angehalten hat, um Leute, vor allem Touristen, einzusammeln. Und somit wurde der Bus immer voller und voller. War teilweise ganz lustig mit anzuschauen. Naja nachdem wir gegen 20 Uhr wieder im Hotel angekommen waren, haben wir zu Abend gegessen, uns ein paar Drinks an der Poolbar geholt, und uns auf unser Zimmer zurückgezogen. Tag 3 Ende.
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| im Dolmusch |

Tag 4 Wellness pur
Da wir heute nun endlich unsere
Massage bekommen sollten und für 9 Uhr!! früh gebucht hatten, mussten wir also
wieder früh aufstehen. Dieses frühe aufstehen hat uns irgendwie den ganzen
Urlaub verfolgt… Jedenfalls fand unser Termin heute wirklich statt. Wir haben
den Termin extra früh gewählt, da die Chefin meinte, dass der Bräunung nach der
Wellness-Behandlung besser sei. Los ging es mit 10 Minuten Sauna. Dajana steckt
das irgendwie besser weg als ich. Ich habe echt aus allen Poren getrieft und
war froh, als ich da wieder raus war. Danach ging es dann in das Hamam. Leider
habe ich davon keine Bilder. Aber ich hab mal welche von deren Webseite
genommen bzw. könnt ihr euch das auch in dem Link zum Hotel (Tag 1) anschauen.
Und es sieht wirklich so aus.

Neben den Zimmern war es das Beste am Hotel.
Jedenfalls haben wir es uns dann in der Mitte von dem runden Steintisch
gemütlich gemacht und haben gewartet was passiert. Meine Masseuse hieß Minie
und kam aus Bali (wie sich im späteren Gespräch herausstellte). Wie der Masseur
von Dajana hieß, wissen wir leider nicht mehr. Zuerst wurden wir von aber bis
untern mit warmen Wasser aufgespült und dann mit einem Peeling-Schwamm von oben
bis unten geschrubbt. Anschließend kam dann die Schaummassage. War schon
interessant wie die das gemacht haben. Aber es war auch waaahnsinnig
entspannend. Die haben uns von oben bis unten massiert. Das ging bestimmt so
eine halbe Stunde. Danach ging es für ein paar Minuten in eine Ruhe-Lounge, wo
uns Wasser gereicht wurde. Nach etwa 10 Minuten ging es dann zur Massage. Die
einzelnen Massageräume sind sehr schön gestaltet, alles ist sauber und die
Musik berieselt einen leise. Ich habe keine Ahnung, wie lange die Massage
gedauert hat. Aber es war einfach nur unglaublich entspannend. Und Minie konnte
auch sehr gut massieren. Dajana hatte noch einen anderen Masseur bekommen,
Sarif aus Turkmenistan, der gerade seinen Doktor in manueller Therapie in
Istanbul macht und sich in den Ferien dort nebenbei etwas dazu verdient. Dajana
war natürlich begeistert von ihm, weil sozusagen ein „Vollprofi“ war. Er hatte
bei ihr noch eine Bewegungssperre im Schultergelenk festgestellt und empfahl
ihr diese weiter zu lockern. Daraufhin gabs dann natürlich gleich noch einen
Termin am Abend :D Nach der Massage gab es dann noch eine Gesichtsmaske und
einen Tee in der 2ten Ruhe-Lounge. Nach 2 Stunden waren wir dann auch völlig
entspannt und sind zum Mittagessen und danach zum Strand gegangen. Wir mussten
uns ja noch ein bisschen Sommerbräune holen :D Auf dem Rückweg vom Strand sind
wir dann noch zu einem Barbier gegangen. Dort habe ich mir meinen Wildwuchs aus
dem Gesicht entfernen lassen. Ich find das immer total angenehm so rasiert zu
werden. Und für 3 Euro ist das echt günstig…


Dajana hatte abends noch mal eine kurze Massage wegen ihrer Schulter gehabt und ich bin ins „Fitnessstudio“ gegangen. Wir sind auch relativ zeitig ins Bett gegangen, da wir am nächsten morgen nach Kappadokien fahren wollten. Wie die Reise war und was so alles schief gegangen ist, erzählen wir im nächsten Beitrag…


Dajana hatte abends noch mal eine kurze Massage wegen ihrer Schulter gehabt und ich bin ins „Fitnessstudio“ gegangen. Wir sind auch relativ zeitig ins Bett gegangen, da wir am nächsten morgen nach Kappadokien fahren wollten. Wie die Reise war und was so alles schief gegangen ist, erzählen wir im nächsten Beitrag…
Ach ja, was auch noch lustig war.
In der Nacht zuvor hatte es ja so stark geregnet, dass die Unterführungen unter
der Schnellstraße bis zur 4. Stufe vollgelaufen waren. Nicht das da nur Wasser
drin stand, nein es wurde auch noch ein Haufen Sand reingespült der sich mit
dem Wasser zu einer schönen dicken Pampe vermischt hat. Wir hatten auf dem
Rückweg vom Strand noch schnell Geld für die Bezahlung der Massagen geholt und
mussten nun irgendwie wie wieder zum Hotel zurück. Da wir nicht lebensmüde
waren und über die Straße gehen wollten, mussten wir also da durch. Das war
dann doch schon etwas eklig… :D
Tag 5-7 Wir machen eine Reise
Tag 1 in Kappadokien
Und zwar ging die Reise nach Kappadokien. Ich hatte
von dieser Region im Inland der Türkei schon bei meinem letzten Besuch erfahren
und wollte mir die schon immer mal anschauen. Ich habe es auch Dajana gezeigt
und sie fand das auch sehr interessant. Also haben wir sie kurzer Hand bei
unserem Reiseleiter gebucht, 3 Tage, Frühstück und Abendessen sowie 2
Übernachtungen im 4 Sterne Hotel. Und das für 125 pro Person. Also im
Verhältnis nicht wirklich teuer. Der erste Tag sollte jedoch ein kleines Abenteuer
mit vielen Überraschungen werden. Die Abholzeit war auf 5 Uhr morgens
angesetzt. Nicht ungewöhnlich, da wir eine Fahrstrecke von ca. 600 km mit
mehreren Stops vor uns hatten. Jedenfalls sind wir gegen 4 aufgestanden weil
wir noch etwas Frühstücken wollten. Gesagt, getan. Und dann fing das große
warten an. Das der Bus nicht pünktlich sein würde war uns schon klar. Ohne hier
irgendwelche Klischees bedienen zu wollen. Aber es ist in südlichen Ländern oft
so, dass man sich auf Verspätungen einstellen muss. Nach 30 Minuten wollten wir
dann aber doch wissen, was nun mit dem Bus ist. Also sind wir zur Rezeption und
haben nach der Nummer vom Reiseleiter gefragt. Er meinte, dass seine Nummer
dort hinterlegt sei und wir im Notfall jederzeit anrufen können. Der Mann an
der Rezeption hat aber leider kaum Englisch oder Deutsch gesprochen und hatte
irgendwie auch keine Ahnung von nix. Also weiter warten. Mittlerweile hatte es
draußen wieder angefangen zu gewittern und zu regnen. Naja eher gesagt es war
ein Wolkenbruch. Und irgendwann viel dann auch noch der Strom aus und wir saßen
im Dunkeln… Was wir dann auch noch beobachtet haben und was uns ein bisschen
die Sprache verschlagen hat war, wie die das „Abflussrohr“ am Hotel angebracht
hatten. Wir haben nämlich beobachtet, dass das Wasser sich vor dem Eingang
staute und nicht ablief. Als wir nachgeschauten, haben wir gesehen, dass das
Abflussrohr nicht vom Hotel zur Auf- und Abfahrt (wo es ohne Probleme hätte
abfließen könne) ging, sondern genau auf den Eingangsbereich zielte. Wer baut
denn nur so was? Der Konstrukteur hat wohl bei der Planung einmal zu viel am
Raki genippt, oder auch derjenige, der das angebaut hat. So, nicht dass das
schon dumm genug war gibt es noch dümmere Menschen (in dem Fall Touristen), die
die Sache noch verschlimmern. Durch den Stromausfall ging die automatische
Drehtür am Eingang natürlich nicht. Wenn man sich davor stellt und das Ding
dreht sich nicht, was macht man dann? Man benutzt die normale Eingangstür
daneben. Was macht der dumme Tourist? Guckt blöd und fängt an zu schieben. So
dem Unsinn natürlich nicht genug schob sie dadurch das Wasser, was sich draußen
im Eingangsbereich angestaut hat in die Lobby *facepalm* Und als es ihr draußen
zu ungemütlich wurde kam sie auf dem gleichen Weg wieder rein. Und schob noch
mehr Wasser rein *doublefacepalm* Manchmal kommt echt vom Glauben ab.
Naja jedenfalls kamen ständig
Busse an, um andere Touristen einzusammeln. Aber unser Bus kam und kam nicht.
Gegen 6.30 Uhr wollten wir dann eigentlich schon wieder auf unser Zimmer gehen,
schlafen und uns dann später beschweren. Und siehe da. Der Bus kam doch noch.
Wir also zu dem Typen hin und gefragt warum es denn so lange gedauert hat. Er
schaute uns nur ungläubig an und meinte, dass bei ihm 6.30 Uhr als Abholtermin
steht und nicht 5 Uhr. Soviel zur türkischen Kommunikationsweise/Organisation
:D Total übermüdet und etwas genervt stiegen wir dann „pünktlich“ in den Bus.
Unsere Reisegruppe bestand aus Dänen, Deutschen, Holländern und einem irischen
Pärchen (die man echt gut verstehen konnte). Jedoch waren wir die jüngsten.
Alle anderen waren schon so Mitte 50. Trotzdem waren die Leute sehr angenehm
und lustig. Auf den ersten Kilometern der Fahrt erzählte uns einige
interessante Sache zur Türkei, zu Anatolien und über Kappadokien an sich. Dann
erzählte er noch was von Mittagessen und einer türkischen Tanz- und Musikshow.
Das war natürlich nicht im Preis inbegriffen und kostete uns nochmals 50 Euro
pro Person. War ja klar, dass so was kommen musste. Aber die Tanzshow soll laut
unseren Mitreisenden toll sein und Mittagessen hätten wir sonst auch nirgends
bekommen. Denn da, wo wir immer zum Mittag gehalten haben, gabs nix anderes
außer dem… Schlau, ne?
Unser erster Foto-Stop war bei Alacabel, dem höchsten
Punkt (1825 m), den wir überquerten. Dies war natürlich nicht der höchste Punkt
in Anatolien. Der Hasan Dağı (antiker Name Argaios oder Argeiopolis Mons) ist
mit 3268 m um einiges höher. Vom ersten Stop ging es weiter nach Konya, eine der größten
Städte in Zentralanatolien mit über 2 Mio. Einwohner. Konya ist eine reine
Industriestadt und die Region einer der religiös konservativsten in der Türkei.
Als wir durch die Stadt fuhren, hat man die industrielle Ausprägung gesehen es
gesehen. War jetzt nicht wirklich berauschend. Aber die Stadt an sich war ja auch
nicht unser Ziel. Das Ziel war das Mevlana
Museum. Das Museum ist gleichzeitig das Mausoleum von Jalal ad-Din
Muhammad Rumi. Er war ein persischer Sufi und ist auch unter
dem Namen Mevlâna bekannt. Weiterhin war dieser Ort auch Sitz des Mevlevi
Ordens, die in der Türkei auch als wirbelnde Derwische bekannt sind. Das war eigentlich ganz
interessant. Besonders der Werdegang und die Ausbildung zum Derwisch. Wer denkt
es ist genug sich einfach nur wie wild im Kreis zu drehen, der irrt sich. Da
gehört weit mehr dazu. Könnt ihr euch ja in den Links durchlesen.
| Koranabschriften |
| Hürrem Pasha's Mausoleum |
Nach einer kurzen Durchfahr durch
Aksaray, dort kann man sich übrigens solche in den Fels gehauene Wohnungen mit
dem nötigen Kleingeld kaufen, sind wir dann endlich im Herzen von Kappadokien angekommen. Um
die Provinzhauptstadt Nevşehir ordnen sich die ganzen touristischen
Sehenswürdigkeiten und Orte, von denen wir am folgenden Tag einige besucht
haben. An unserem ersten Aussichtspunkt hatten wir einen fantastischen Blick
über die Landschaft und einen Großteil der in den Fels gehauenen Bauten. Die
letzten beiden Stationen waren das Red Valley und die 3 Schönheiten.

Da es nun schon am späten
Nachmittag war und wir von fast 12 Stunden Fahrt und Sightseeing ziemlich
kaputt waren, sind wir zu unserem Hotel „Janet City Hotel“ in Ürgüp gefahren und
haben dort eine ziemlich böse Überraschung vorgefunden. Uns wurde ein 4 Sterne
Hotel versprochen und darauf hatten sich natürlich schon alle gefreut. Was wir
hier aber zu Gesicht bekamen war schlimmer als jede unterklassige
Jugendherberge. Von außen betrachtet ging es ja noch. Aber schon die Lobby hat
so einiges ahnen lassen. Wir haben also alle unsere Schlüssel bekommen und sind
auf die Zimmer. Als wir oben ankamen, sind einige schon wieder rückwärts aus
ihren Zimmern raus. Wir wollten gleich wissen was los ist und sie haben uns
erklärt, dass das mal so gar nicht geht. Als wir unser Zimmer betraten, dachten
wir, wir sind im falschen Film. Das Bad sah aus, als ob da ein halbes Jahr
keiner mehr sauber gemacht hat. Alles war total versifft. Die Matratzen vom
Bett sahen auch nicht besser aus. Es gab keine Klimaanlage, kein Fernseher,
kein WLAN und keinen Spiegel im Zimmer. Und auf dem Teppich würde auch keiner
barfuß laufen wollen. Wir also wieder raus aus dem Zimmer und runter in die
Lobby. Auf dem Weg haben wir noch mitbekommen, dass einige von uns im Aufzug
stecken geblieben sind, andere Schimmel an der Decke hatten oder bei einigen
die Fenster komplett hinüber waren. Wir haben außerdem noch erfahren, dass die
anderen alle nur 60 Euro pro Person bezahlt haben und wir das doppelte… Krass
oder? Keiner wollte in dem Hotel bleiben und wir haben unseren Reiseführer
Mustafa dazu gedrängt, etwas zu tun bzw. uns in unser 4 Sterne-Hotel zu
bringen. Dajana und ich sind nicht wirklich anspruchsvoll. Aber erstens wurde
uns ein besseres Hotel versprochen und zweitens muss ein Hotel sauber sein. Ich
habe noch nie ein so schäbiges Hotel gesehen. Selbst das schäbigste Hostel
sieht da besser aus. (Leider habe ich vor Schreck und Ekel keine Bilder
gemacht) Das ging wirklich gar nicht. Auch der Rest der Reisegruppe meinte sie
hätten andere Hotels beschrieben bekommen. Die Irin hat dann auch noch mal
mächtig Druck gemacht. Der wäre fast die Halsschlagader geplatzt :D Da es irgendwie
nicht voranging, haben wir selbst den Reiseveranstalter angerufen. Die waren
sehr freundlich und meinten es könnte ein bisschen dauern bis das Problem
gelöst ist. Nach knapp 40 Minuten und eine halben Schachtel Kippen kam dann der
erlösende Anruf. Wir waren die ersten, die diesen Schuppen verlassen konnten.
Mit taten Mustafa und sein Fahrer schon ein bisschen leid. Aber das ist nun mal
sein Job. Jetzt waren wir natürlich total gespannt ob wir, dass bekommen, was
versprochen wurde. Nach kurzer Fahrt erreichten wir dann das Stone Concept Hotel,
das Hotel, welches den anderen auch versprochen wurde. Und das meine Freunde
war wirklich ein 4 Sterne-Hotel. Alles war sauber, die Zimmer inkl. Kingsize Bett
zwar klein aber sehr gemütlich, das Bad wart tiptop, draußen gab es einen Pool,
Wlan in der Lobby und das Essen war sehr lecker. Auf jeden Fall 4 Sterne
Landeskategorie. Für deutsche Verhältnisse schrammt es nur knapp an den 4
Sternen vorbei. Wir waren jedenfalls sehr zu frieden. Und wie wir am nächsten
Tag mitbekommen haben, ist der Rest der Reisegruppe sogar in einem 5 Sterne
Hotel untergekommen… Wir haben uns eigentlich nur noch über das Buffet
hergemacht und sind dann völlig fertig in dem riesigen Bett eingeschlafen.

Tag 2 in Kappadokien
Nachdem wir uns zum Frühstück den
Bauch vollgeschlagen haben, wurden wir pünktlich mit dem Bus abgeholt und sind,
mit einem kurzen Zwischenstopp, nach Avanos gefahren. Die ist eine
kleine Töpferstadt in Kappadokien und wie es auf solchen Reisen so üblich ist,
sind wir in eine Töpferei gegangen und haben uns dort das landestypische
Handwerk zeigen lassen. Ein Meistertöpfer, hier wird alles noch von Hand
gemacht, hat eine kleine Vorführung gemacht. Dazu würde heißer Apfeltee oder
Wein gereicht. Und natürlich durfte sich jemand aus dem Publikum auch mal an
der Töpferscheibe probieren. Danach ging es, oh welch Überraschung, in den
riesigen Verkaufsraum. Da waren echt ein paar richtig schöne Sachen dabei.
Viele der ansässigen Handwerksbetriebe sind seit Generationen in Familienbesitz
und haben spezielle Muster, die nur sie verwenden dürfen (die Muster sind sogar
staatlich geschützt). Außerdem benutzen sie den Lehm vom Roten Fluss der am
Rande der Stadt entlang fließt. Der soll sehr gut sein. Wir haben uns dann doch
hinreißen lassen etwas zu kaufen. Und zwar eine Art runde Weinamphore mit einem
Loch zum durchgreifen in der Mitte. Die Form hat zweierlei Bedeutung. Erstens
hält die sie durch ihre Form den Wein gleichmäßig kühl, und zweitens konnte man
den Arm durch das Loch in der Mitte stecken und auf die Schulter legen. Da die
Öffnung der Amphore vorne ist, musste man sich beim Eingießen vor dem Gast
immer verbeugen und ihm so Respekt zollen.
Als nächstes haben wir das sogenannte Love Valley/Liebestal in der Nähe von
Göreme angesteuert. Warum dieses Tal so heißt, kann man sich mit ein bisschen
Phantasie aus den Bildern ableiten :D Sieht schon ziemlich skurril aus. Aber
davon wurde nichts von Menschenhand geformt. Das hat alles Mutter Natur geformt
und gestaltet.
Weiter ging es nach Göreme wo wir eine
versteckte christliche Kirche (Yusuf Koç Kirche), von denen es hier viele gibt,
besichtigten. „Sie stammt aus dem 11.
Jahrhundert, hat einen kreuzförmigen Grundriss mit dem entsprechenden Gewölbe,
vier (zerbrochene) Säulen und zwei Apsiden.“ (Quelle: http://turkeireisefuhrer.blogspot.de/2012/10/goreme-kappadokien.html)
Die Kirche ist in einen dieser Felsendome geschlagen und von außen kaum
sichtbar. Ein Bauer hat der Geschichte nach 1939 den Eingang durch Zufall
gefunden. Er fand ein hinter einem großen Busch ein großes Loch und war
neugierig was sich darin verbirgt. Und als er durchgekrochen war fand er eben
diese Kirche. Die Kirche war zwar nicht sehr groß, aber trotzdem ein Hingucker.
Außerdem bekam die Kirche den Namen seines Finders. Schade war nur, dass viele sich
Vandalen an den Wandmalereien ausgelassen haben. Viele waren leider zerkratzt
oder übermalt.
Nach einem weiteren Fotostop sind wir dann nach Uçhisar gefahren. Das ist
ebenfalls ein sehr beeindruckender Ort. Dort befinden sich nämlich das
„Schloss“ und die „Feenkamine“. Das könnt ihr alles auf den nachfolgenden Fotos
bewundern J
Die Feenkamine sind heute nicht mehr bewohnt. Aber in einige kann man rein und
sie anschauen. Wir waren in einem mit 6 Stockwerken. Über Leitern innerhalb dieser
Tuffsteinfelsen ging es immer höher und höher. Es war wirklich alles vorhanden:
geräumige Küche und Schlafzimmer etc. Und eine nette Aussicht hat man auch
noch. In einem anderen Tuffsteinfelsen wohnt sogar noch eine Familie mit
mehreren Generationen drin. Mittlerweile haben die auch Strom und fließend
Wasser. Und das Ding ist riesig und sehr gemütlich. In das Schloss kann man
leider nicht mehr rein und die anderen Feenkamine werden zumeist als
Taubenschlag verwendet. Leider hatten wir auch hier nicht so viel Zeit und so
ging es nach einer dreiviertel Stunde wieder zurück zum Bus. Da es ein
gefragter Touristen Hotspot ist, ist der auch ziemlich überlaufen.
| Blick auf das Schloss |
Die nächste
Station war eine Ledermanufaktur inkl. Modenschau und natürlich riesigem
Verkaufsraum. Die Modenschau war ganz lustig, auch deshalb, weil sie sich zwei
Leute aus unserer Reisegruppe ausgesucht haben. Den Iraner und natürlich Dajana
:D Aber die beiden haben eine gute Figur auf dem Laufsteg gemacht. Der Chef von
dem Laden hat perfekt Deutsch gesprochen. Ich glaube er ist sogar in
Deutschland geboren. Naja die wollten uns natürlich mit Rabatten ihr Zeugs
andrehen. Aber irgendwie waren die Sachen nicht wirklich modisch und eher auf
den russischen Kunden zugeschnitten. Egal kaufen wollten wir ja sowieso nichts
und wir waren froh da wieder rausgewesen zu sein.
Anschließend ging es endlich
zum Mittagessen in eine Gäststätte im „Pigeon Valley“. Diesmal gab es Buffet,
welches jetzt nicht wirklich überragend war. Dafür war das Panorama ganz
passabel. Im Anschluss ging es weiter zu einer Felsenkirche sowie einer zweiten
kleinen Kirche, die gleichzeitig als Moschee genutzt wurde. In der kleineren
Kirche, die heute nicht mehr genutzt wird, haben bis 1925 Christen und Muslime
zusammen gebetet. Bis sie sich mal wieder zerstritten haben und nun keiner mehr
das Gebäude nutzt. Immer wieder das gleiche alte Lied… Um zur Felsenkirche zu
gelangen musste man ein paar Treppen steigen und eine kleine improvisierte
Brücke überqueren. Die Kirche war zwar groß aber leider nicht gut erhalten.
Daher haben wir uns dort nicht lange aufgehalten und sind stattdessen weiter
hoch auf den Hügel geklettert. Von dort konnte man mehrere große
Felsformationen sehen, in denen ein Haufen Wohnhöhlen waren. Jahrhunderte zuvor
müssen hier tausende von Menschen gelebt haben…
| unser Restaurant |
Und dann ging es zum letzten
Fotosstopp nach Paşabaĝ’a, wo wiederum mehrere Feentürme und kleine Täler
waren. Dort konnte man ziemlich gut rumklettern (wie die Fotos beweisen). Wenn
man an den Feentürmen vorbeigeht, kommt man in mehrere kleine Schluchten mit
interessanten Steinformationen und kleinen Höhlen. Zu einer sind wir sogar
hochgeklettert. Aber leider hat sich herausgestellt, dass es nur eine Art
Feuerstelle und keine richtige Höhle war. Tja Pech gehabt…
| klein Dajana in der großen Höhle |

Turkish Night in Avanos
| Tanz der Derwische |
| türkische Hochzeit |
Tag 3 in Kappadokien
Der letzte Tag unseres 3-tägigen
Ausflugs stand nun an. Wieder mal ging es relativ früh los L
Aber gut wir hatten noch ein paar kleine Programmpunkte und mussten schließlich
die 600 km auch wieder zurück. Als erstes ging es zu einer
Edelstein/Schmuckmanufaktur gleich neben dem Hotel. Die sah von außen total
unscheinbar aus. Zuerst bekamen wir erklärt, wie Edelsteine, unter anderem auch der
einheimischen Onyx, bearbeitet wird und daraus Schmuck entsteht. Das ging dann
eine ganze Weile so bis wir dann wieder mal in einen Verkaufsraum geführt
wurden. Die hatten echt tollen Schmuck dort. Die Vorzeigestücke waren
sogenannte Haremsringe. Diese wurden früher extra für die erste „Ehe“-Frau des
Sultans in seinem Harem angefertigt. Diese bestanden meistens aus vier bis fünf
feinen Goldringen, die zu einem zusammengefügt wurden und mit den seltensten
und teuersten Edelsteinen besetzt waren. Natürlich durfte Dajana auch mal einen
anprobieren. Doch leider lag er nicht in unserem Budget :D Aber was auffällt
ist, das im Orient die Ringe wesentlich größer und protziger sind. In Europa
mag man es ja eher dezent.
| den Stein in Form bringen... |
| ... und dann polieren |
Nachdem wir dort fertig waren, sind wir zu einer kurzen Weinverkostung gefahren. Da einige unserer Mitreisenden sich gerne kappadokischen Wein mitnehmen wollten, hatte Mustafa die Verkostung organisiert. Dummerweise haben wir den Wein vom Vorabend dort nicht gefunden und der Rest hat uns auch nicht so geschmeckt. Also mussten wir weiter nach unserem Hayyam-Wein suchen. Den haben wir dann aber schließlich bei unserem nächsten Stopp in einer Karawanserei gefunden *juhuuu* Aber was ist nun eine Karawanserei? Das ist bzw. war ein Anlaufpunkt für Karawanen gewesen, sozusagen ein Motel für Mensch und Tier. Vor jahrhunderten, als die Seldschuken in der Türkei herrschten, bauten sie entlang der wichtigsten Handelsrouten, unter anderem auf der Seidenstraße wo wir uns befanden, solche Anlaufstellen. Die Karawansereien hatten immer einen Abstand von max. 40 km, teilweise sogar weniger. Und da es früher auch schon fiese Diebe gab, patrouillierte auf diesen Routen die Armee und die Sicherheit der Handelsleute zu gewährleisten. Die ersten 3 Tage der Unterkunft waren frei, danach musste aber gezahlt werden. Die Karawanserei war historisch gesehen ganz interessant.
Dann ging es aber wieder zurück
an die Küste. Wir haben nur noch mal kurz zum Mittag gehalten (das war nicht
wirklich toll) und sind dann durchgefahren. Ach ja nur so nebenbei. An den
Fernstraßen, aber auch in Städten, gibt es die „Dinler“. Das Hotel-Gaststätten,
die aber vom Angebot ziemlich gut ausschauen.
Auf der Rückfahrt haben wir
eigentlich die ganze Zeit geschlafen. War ja eh nix los und die Zeit verging so
schneller. Gegen 17.30 Uhr haben waren wir dann wieder in unserem Hotel. Doch
da gabs die nächste kleine Überraschung. Als wir in unser Zimmer wollten, hat
unsere Zimmerkarte nicht mehr funktioniert. Also sind wir wieder runter zu
Rezeption und wollten wissen was los ist. Vielleicht kann sich jemand noch
erinnern (siehe Tag 1), dass wir eigentlich bei unserer Ankunft ein anderes
Zimmer als angedacht bekommen hatten. Und wir sollten eigentlich einen Tag
später ein kleineres bekommen, quasi ein normales Doppelzimmer. Tja die guten
Leute hatten das 3 Tage lang versäumt (und wir haben natürlich nichts gesagt)
uns umzubetten. Und als wir in Kappadokien waren, haben sie dann dran gedacht.
Da wir eh darauf eingestellt waren, haben wir schnell unsere Sachen gepackt und
sind ins andere Zimmer gezogen. Gott sei Dank haben wir ein Zimmer nach hinten
raus bekommen und der Typ von der Rezeption war auch noch so nett und hat uns
tragen geholfen.
Danach gabs noch eine heiße
Dusche, Diner und ein paar Drinks in der Poolbar. Apropos, seine Drinks darf
man eigentlich nicht mit auf Zimmer nehmen. Keine Ahnung warum. War uns aber
egal :D Eigentlich wäre jetzt der Tag schon vorbei gewesen, wäre nicht der
Vorfall in der Nacht gewesen. Denn auf einmal standen ein paar andere Touristen
in unserem Zimmer. Dajana ist sofort hoch geschreckt und da haben die gemerkt,
dass das Hotel schon belegt war und haben sich verkrümelt. Ich habe das
irgendwie nur so halb mitbekommen und habe dann noch mal kontrolliert, ob die
wirklich weg waren. Die sind bestimmt nachts vom Flughafen gekommen und unsere
lustigen Freunde von der Rezeption haben verpeilt, dass das Zimmer mittlerweile
belegt ist. Ich sag nur türkische Organisationskunst olé olé… :D
Tag 8 Die blaue Reise
Nachdem wir den „Schock“ in der
Nacht überwunden und doch noch ganz gut geschlafen haben, ging es am nächsten
morgen auf zur „Blauen Reise“. Das ist eine Bootstour entlang an der Küste von
Alanya. Das ist eigentlich eine ganz lustige Sache. Denn man schippert dort
nicht mit irgendeinem Boot entlang, sondern mit einem Piratenschiff J
Unseres hieß Rose Garden und hatte 4 Decks. Wir kamen zwar erst ein bisschen
spät an, haben aber trotzdem noch einen guten Platz auf dem obersten Deck
bekommen. Das Wetter war wieder mal top: strahlend blauer Himmel und
Sonnenschein. Insgesamt haben wir 3 Badepausen gemacht. Man konnte auf vom den
Decks aus ins Wasser springen, was sich auch paar Halbstarke nicht haben nehmen
lassen. War teilweise sehr putzig mit anzusehen. Die Getränke, bis auf Cocktails,
waren inklusive. Ein bisschen was zu Essen gab es auch. Dafür sind wir extra
vor Anker gegangen. Es gab Spaghetti mit Tomatensoße, Salat und einen
Hähnchenspieß. War nicht delikat aber hat gesättigt… Auf der Rückfahrt gab es
dann noch eine Schaumparty an Board. Dann sind die Leute so richtig abgegangen.
Da das Publikum gut gemischt war, ist die auch nicht ausgeartet. Gegen 15.30
haben wir dann wieder im Hafen von Alanya angelegt.
Da es noch relativ früh
war, sind wir nicht gleich zurück, sondern noch ein bisschen durch die Stadt
geschlendert. Da Reiht sich ein Geschäft an das andere und alle haben das Selbe
zu verkaufen. Ansonsten gibt’s nichts zu sehen. Dajana wollte sich noch so ein
kleines Teeset kaufen, mit den typisch kleinen türkischen Teegläsern. Der
Verkäufer wollte erst 13 Euro. Da musste ich erstmal laut lachen. Da das
gleiche Teeset im Hotel nur 6 Euro gekostet hat wussten wir, dass er uns
„abzocken wollte“. Daher habe ich gleich gesagt, dass er max. 5 Euro dafür
bekommt. Als er es abgelehnt hat, hab ich gesagt, dass wir gehen. Und schwups
haben wir es für 5 Euro bekommen :D In solchen Touristen Ländern und speziell auf einem
Bazar, muss man handeln. Sonst bezahlt man als Tourist immer zuviel. Aber man
darf nicht gierig werden und muss mit Respekt handeln. Sonst handelt man sich
böse Blicke ein. Dajana war zufrieden und wir konnten wieder zurück zum Hotel.
Dort haben wir dann noch mal eine Massage für den letzten Tag gebucht und ich
bin wieder ins Gym zum pumpen gegangen. Derweil hat Dajana Postkarten
geschrieben. Einige der Karten hat sie im Hotelshop gekauft. Beim durchstöbern
am Kartenständer hat sie allerdings auch eine schon beschriebene Karte
gefunden. Die sollte vor Tagen nach Polen gehen und ist irgendwie wieder im
Ständer gelandet. Und als Dajana das junge Mädel an der Kasse vom Shop nach
Briefmarken gefragt hat, hat die erstmal gar nix verstanden und ihr dann einen
utopischen Preis für die Briefmarken genannt. Da das Mädel nicht verstanden
hat, dass es nicht der richtige Preis sein kann, hat Dajana einen von der
Rezeption geholt, der auch gut Deutsch konnte. Doch selbst das hat nicht
geholfen. Daher haben wir die Postkarten erst in Deutschland verschickt…
Achso, früh haben wir noch
entdeckt, dass in der Lobby durch die starken Regenfälle der letzten Tage, ein
Teil der Decke runtergekommen ist. Und das in einem 2 Jahre alten Hotel
*kopfschüttel*. Aber sie haben es geschafft eine Verlängerung auf das
Abflussrohr vor dem Eingang zu montieren. Jetzt kann das Regenwasser auch
richtig ablaufen :D
ENDE
Tag 9/10 Die letzten 2
Tage
Die letzten zwei Tage ist
nicht wirklich viel passiert. Wir haben uns jeder noch eine Massage
gegönnt und haben dann am Strand rumgegammelt. Die Massagen waren
mal wieder toll. Los ging es mit der Sauna und dann ab ins Hamam, wo
es wieder eine Schaummassage gab. Dajana hat diesmal aber noch ein
Kaffee Peeling bekommen. Anschließend ging es zur Massage, wo ich
diesmal die Hot Stone Massage bekam. Das ist so was von entspannend.
Wenn das in Deutschland nicht so teuer wäre, würde ich das hier
auch öfters machen. Zum Schluss gab es dann noch die Gesichtsmaske.
Dajana war da wieder etwas speziell. Sie hat sich eine
Schokoladenmaske auflegen lassen *hmmmmschlabber* :D Nach dem
Verwöhnprogramm ging es dann wieder zum Strand. Ich habe vorher aber
noch einen kleinen Umweg zum Barbier gemacht. Leider hatte der
aufgrund eines muslimischen Festes (Eid Bayram) geschlossen. Uns
wurde schon in Kappadokien gesagt, dass dieses Fest beginnt. Aber man
kann es ja mal versuchen ;) Naja ich bin jedenfalls zurück zum
Strand und habe mich auf die Sonnenliege gepackt. Auf dem Weg zum
Strand habe ich noch mal in eine andere Unterführung geschaut und da
sah es noch schlimmer aus. Durch den Regen der letzten Tage sind dort
sogar Teile der Decke runtergekommen…

Ich glaube mehr ist dann auch
nicht mehr passiert. Wir haben noch die letzten Stunden im warmen
Süden genossen und waren traurig, dass wir schon wieder zurück
mussten. Aber da wir schon wussten, dass wir bald wieder in den
Urlaub fliegen, war es halb so schlimm. Wohin es allerdings im
November geht verraten wir noch nicht. Nur so viel, Heeeeee ab in den
Süden, der Sonne hinterher, ehjo was geht... :D
Am nächsten morgen ging
es dann wieder sehr früh los. Ich glaube gegen 5 mussten wir
aufstehen, um vorher noch was frühstücken zu können. Um diese
Uhrzeit war natürlich noch alles dunkel und nichts vorbereitet.
Deshalb waren wir an der Rezeption und baten um Hilfe. Irgendwie
haben sie das Küchenpersonal dazu bewegt etwas Essen herauszurücken.
Wir haben uns dann noch ein paar Brötchen zum Mitnehmen geschmiert
und dann ging es auch schon zum Flughafen. Übrigens in der Türkei
ist es per Gesetz verboten in Hotels Essen mit auf das Zimmer
zunehmen. Tja und als wir dann am frühen Nachmittag wieder in
Leipzig gelandet sind, war der Urlaub vorüber… Alles in allem war
es ein schöner Urlaub. Es gab zwar hier und da ein paar kleine
Probleme. Aber nichts was uns aus der Ruhe bringen konnte. Es ist
eben ein anderes Land und man muss sich zum Teil auf die
Gepflogenheiten dort einlassen. In der Türkei läuft einiges etwas
anderes. Aber nichts was man nicht meistern kann ;) Zum Hotel
schreibe ich dann etwas in der entsprechenden Rubrik in unserem Blog.
Es war vom Preis-Leistungs-Vergleich in Ordnung und man muss beim
Buchen immer beachten, dass die angegebenen Sterne der
landestypischen Kategorie entsprechen und nicht dem europäischen.
Super Leute, wir danken
euch, dass ich so viel Zeit und Muße hatte, euch den Blog
durchzulesen und wir hoffen es hat euch gefallen. Wie immer freuen
wir uns über positive Kommentare und konstruktive Kritik.
Grad habe ich noch was
Nettes gefunden: den Kleinen
Türkei-Knigge. Sehr liebenswert geschrieben und ich
denke mal auch sehr hilfreich
Bis zum nächsten Urlaub
Dajana und Leandro























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