Turkey 2015



Türkei 2015 (18.-27.9.)


Tag 1

Da wir mal wieder etwas Urlaub brauchten und wir nicht soviel Geld für eine Woche Erholung ausgeben wollten (Bali steht dieses Jahr noch an), haben wir uns entschieden für ein paar Tage in die Türkei zu düsen. Die Auswahl der Hotels ist ja echt riesig und es ist uns schwer gefallen uns zu entscheiden. Da gibt’s so viele Möglichkeiten, da schwirrt einem der Kopf. Letztendlich hat Dajana ein Hotel gefunden, dass mit unserem Preis-Leistungs-Verständnis übereinstimmte: Wellness, zwischen Alanya und Side, 5 Sterne Ultra-All-Inclusive etc. Und der Preis war nicht zu toppen. Nilbahir Wellness und Spa Ressort heißt das gute Ding und es hat sich auch ganz gut angehört, wenn man mal von den Rezensionen im Netz absieht. Aber dazu später mehr.
Am 18.9. sind wir mit Sack und Pack auf Arbeit gefahren. Wir hatten den Tag nicht frei genommen, sondern nur etwas verkürzt. Nachdem wir unseren Dienst getan hatten, hat uns mein Vater zum Flughafen Leipzig/Halle gebracht. Ich hatte ein bisschen Angst nicht in den Flieger zu kommen, da mein Name auf meinem auf dem Ticket nicht so stand wie in meinem Pass. Wir haben schon gehört, dass dann Leute nicht fliegen durften. Wir hatten bei der Buchung 2 Mal den falschen Namen beanstandet und er war immer noch etwas falsch geschrieben. Aber dann war es zu spät um ihn ein 3tes Mal!! ändern zu lassen. Bei ITT sitzen anscheinend einige Analphabeten in der Buchungsabteilung. Naja egal, es ging alles gut und wir saßen nach kurzer Zeit im Flieger Richtung Sonne: „Oh willkommen, willkommen, willkommen Sonnenschein wir steigen in den Flieger Richtung Süden ein….“ *lalalalalaaaaaa* :D
Der Flug bis Antalya dauert ca. 3 ½ Stunden. Da wir mit einer Billigairline (Onurair/Sunexpress) geflogen sind, konnten wir natürlich keinen großen Service etc. erwarten. Jedoch kann man sich mit Tablett oder Zeitung lesen die Zeit gut vertreiben. Nachdem wir gelandet waren und unser Gepäck abgeholt haben, sind wir zu unserem Shuttlebus gegangen und haben uns erstmal ein kühles Efes gegönnt :D Nach kurzer Zeit ging es dann auch in Richtung Hotel. Da der Bus mehrere Hotels angefahren hat und unser Hotel fast da letzte war , hat es nochmals fast 2 Stunden gedauert, bis wir am Ziel waren. Kurz nach 24 Uhr konnten wir dann einchecken. Wir wollten auch gleich noch einen Mitternachtssnack essen (laut Ultra-All-Inclusive dabei) und haben danach gefragt. Man sagte uns, dass es den an der Poolbar gibt. Aber irgendwie war da keiner und so mussten wir hungrig auf unser Zimmer. Da normales Doppelzimmer frei war, haben wir ein Standard Doppelzimmer bekommen und sollten dann am nächsten Tag in ein anderes Zimmer kommen. Das war uns aber erstmal egal, denn unser Zimmer war sozusagen ein Doppel-Doppelzimmer: großes Bad, 2 separate Zimmer mit Minibar, Schrank, Doppelbett, 2 Balkone und 2 Flatscreens mit Satellit. Also eine gute Ausstattung wie man sie erwartet. Wir haben dann noch ganz kurz das Hotel erkundet und sind dann ins Bett gefallen. Erster Tag vorbei.

Tag 2

Vom zweiten Tag unseres Wellness Urlaubs gibt es eigentlich nicht so viel zu berichten.
Am Vortag haben wir die Info bekommen, dass wir uns am Nachmittag mit unserem Reiseleiter im Hotel treffen und wir Fragen und Probleme erläutern können. Vorher hatten wir also genug Freizeit. Nachdem Aufstehen haben wir uns dann erstmal über das Frühstücksbuffet hergemacht. Es war sehr reichhaltig mit verschiedenen Sorten von Brot, Salat, Käse, Obst und Wurst sowie kleineren warmen Speisen (Rühr-/Spiegelei, Würstchen). Kaffee gab es aus mehreren Maschinen. Der war aber sehr gut. Man konnte im Restaurant essen oder auf der Terrasse am Pool.



 
Nach dem Frühstück haben wir dann das Hotel näher begutachtet. Es war so ziemlich alles da, was auch angeboten wurde. Was wir allerdings nicht gefunden haben, ist das À la Carte Restaurant und den Indoor Pool. Dafür mehrere Räume, die anscheinend als Seminar-/Tagungsräume genutzt werden können sowie eine zweite große Bar in der ersten Etage (mit Terrasse). Die wurde aber anscheinend nicht benutzt. Das Hotel machte einen guten Eindruck, wobei ich ihm trotzdem keine 5 Sterne (auch nicht Landeskategorie) geben würde. Zu viele kleine Mängel. Zu der Hotelbewertung mehr unter der Rubrik „Restaurants, Café and hotel/hostel recommendations worldwide“.
Nachdem wir das Hotel abgelaufen haben, sind wir in den Spa Bereich gegangen. Dort befindet sich neben mehreren schön eingerichteten Massageräumen, ein Hamam, 2 Ruhe-Lounges und ein, naja sagen wir mal für die Grundbedürfnisse  eingerichteter, Fitnessraum. Die Chefin, die im Nachbarhotel ebenfalls einen Spa-Bereich hat, war sehr freundlich und konnte auch ein bisschen Deutsch und Englisch, Russisch mal wieder perfekt… Wir haben uns das Angebot angeschaut und haben uns für das Wochenend-Special entschieden: 2 Stunden (Sauna, Hamam mit Schaummassage, noch ne Massage und Gesichtsmaske) für läppische 25 Euro. Da kann man echt nicht nein sagen, oder? Danach sind wir dann zufrieden zum Meer spaziert um die Strandbar und den Strand zu inspizieren. Mit einem Bier auf der Faust haben wir uns dann eine der vielen Sonnenliegen gesucht und  sind in Meer gehüpft. Da Problem an der Sache ist, der Sand ist elendig heiß und der Strand besteht aus Kies. Auch im Wasser findet man nur Steine als Untergrund. Wenn man schwimmt ist es kein Problem. Aber ansonsten ist es unangenehm. Dafür gibt es aber eine praktische und recht stylische Abhilfe. Denn viele kleine Geschäfte haben sich auf diesen Umstand eingerichtet und verkaufen Badeschuhe in alle möglichen Farben Mustern. Die sind echt bequem, billig und man kann super über den Strand laufen ohne das man aussieht wie ein Storch im Salat, weil einem die Füße verbrennen bzw. die Steine in die Füße drücken. Nach ein paar Stunden faulenzen sind wir dann wieder zurück zum Hotel, weil dort unser Reiseführer warten sollte. ….





War auch da und es stellte sich heraus, dass er sehr gut Deutsch sprach. Naja eher „ick ick will ne Schrippe“ Berlinerisch. Er war sehr nett und hat uns ein paar nützliche Infos gegeben. Er hat uns dann noch von ein paar Touren erzählt, die wir bei ihm buchen können. Wir haben ihm dann gesagt, dass wir eine Nacht über sein Angebot (Kappadokien und Blaue Reise) nachdenken und uns dann melden. Tja und das wars dann auch schon vom 2ten Tag. Ach nee, da war ja noch was. Von unserem Balkon aus haben wir eine Moschee in der Nähe gesehen und da wir eh die Umgebung etwas erforschen wollten, sind wir in die Richtung gegangen. An der Moschee angekommen, sind wir etwas drum rumgeschlichen und geschaut ob man reingehen kann. Aber irgendwie haben wir uns nicht so richtig getraut. als wir schon gehen wollten, kam auf einmal der Barkeeper von unserer Poolbar ein einer kleinen Werkstatt von neben an herbeigesprintet. Mohamed (den Namen haben wir irgendwann später mal rausbekommen) konnte ein bisschen Deutsch und Englisch und hat uns gefragt, ob wir uns die Moschee angucken wollen. wir haben ihn darauf hingewiesen, dass wir nicht adäquat angezogen sind (kurze Hose und Tank top). Bei mir meinte er, dass es ok sei. Dajana brauchte aber noch etwas, um ihre Schultern zu bedecken. Ist im Grunde genommen wie bei uns in der (katholischen) Kirche... Dafür ist er zurück in die Werkstatt gegangen und hat extra ein sauberes Hemd geholt. Das war echt sehr nett von ihm. Dann hat er uns die Moschee gezeigt und einiges erklärt und sogar Fotos von uns gemacht. Es hat ihm sichtlich Spaß gemacht und wir waren sehr angetan von soviel Herzlichkeit. Danach sind wir an der Haupstraße und ein paar kleinen Läden zurück in Hotel. Tja das wars dann wirklich.
Viel mehr als Abendessen und ein Film auf dem Zimmer schauen, haben wir dann nicht mehr gemacht. Aber für den Anfang hat es gereicht :)
PS: Fotos vom Strand gammel folgen...















Tag 3

Wir sind mal wieder relativ früh aufgestanden, da wir um 10 Uhr unseren Massage Termin hatten und vorher noch ein bisschen Frühstücken wollten. Gesagt getan sind wir nach dem Frühstück ins Spa gestapft, um uns durchkneten zulassen. Jaaaaa daraus ist aber leider nix geworden, da die nette Dame (die kein Englisch spricht), den Termin falsch aufgenommen hat. Typisch türkische Organisationskunst. Naja wir haben uns dann einen Termin für den nächsten morgen geben lassen. Wir waren ja schließlich im Urlaub, relaxed und flexibel. Da der Tag noch jung war und wir am Vortag etwas Langeweile beim Rumliegen am Strand hatten, haben wir uns entschieden, nach Alanya auf die Burg zu fahren. Die einzige Möglichkeit vom Hotel wegzukommen ist der Dolmusch (türkischer Kleinbus). Man kann natürlich auch ein Taxi nehmen. Aber das ist wie überall ziemlich teuer. Wir haben also ein paar Sachen zusammengepackt und sind auf die andere Straßenseite zur „Haltestelle“ gegangen. Man muss dazu sagen, dass es keine wirklichen Haltestellen gibt. Man hält einfach die Hand raus oder springt wie wild am Straßenrand rum. :D Der erste Bus war natürlich nicht der richtige. Der Busfahrer sagte uns, dass wir an der falschen „Haltestelle“ stehen und etwas zurück müssen. Zurück? Wohin? Da gibt’s nichts außer der Straßenunterführung. Naja wir sind etwas zurückgegangen und haben eine russische Touristin getroffen, die auch nach Alanya wollte. Sie war sich aber auch nicht wirklich sicher, ob es die richtige „Haltestelle“ war. Gott sei Dank war dort noch ein kleines Kaffee mit Einheimischen, den ich mit Händen und Füßen erklärt habe, wo wir hinwollten. Diese netten Herren haben bestätigt, dass wir nun richtig standen. Also haben wir dort gewartet, und gewartet, und gewartet. Es hieß, aller 15 Minuten kommt ein Bus. Es waren gefühlt mind. 30 Minuten. Macht nicht wirklich Spaß, wenn man bei 30 Grad an einer viel befahrenen Straße steht. Jedenfalls kam dann irgendwann ein Dolmusch der uns mitnahm. Eine Freundin zu ein Jahr zuvor mit einem Dolmusch gefahren ist meinte, dass es ein kleines Abenteuer sei. Ich hab dann so An Busfahren in Brasilien gedacht und mich schon gefreut. Es war jedoch eine sehr ruhige und angenehme Fahrt. Der Verkehr ist an sich etwas chaotischer. Aber alles in allem noch im Rahmen. Die Fahrt nach Alanya hat ca. 50 Min. gedauert und viel zu sehen gab es auch nicht…
In Alanya angekommen, kamen so einige Erinnerungen vom letzten Türkeiurlaub zurück. Der ist zwar schon mind. 10 Jahre her. Aber besonders im Hafen kam einem vieles bekannt vor. Das „Robin Hood“, wo wir damals immer feiern waren, gibt es immer noch. :D Jetzt liegen aber ein Haufen Piratenschiffe vor Anker, auf denen man die „Blaue Reise machen“ kann. Lange haben wir uns dort aber nicht aufgehalten. Wir sind gleich Richtung „Roten Turm“ gelaufen, wo der Aufstieg zur Burg beginnt. „Kizilkule liegt am Hafen. Das achteckige Gebäude ist das Symbol der Stadt und ein Werk von den Seldschuken aus dem 13. Jh. Die Burg wurde im Jahr 1226 im Auftrag des selschukischen Sultans Alaaddin Keykubat von dem aus Halep stammenden Baumeister Ebu Ali Reha el Kettaniye, der die Burg in Sinop baute, erstellt. Da es nach einer bestimmten Höhe schwer wurde, während der Erbauung die Steinblöcke emporzuheben, wurde die obere Seite mit gebackenen roten Ziegelsteinen gemacht und heißt deshalb Kizilkule (Roter Turm). An den Wänden des Turmes sind Marmorblöcke aus antiken Zeiten zu sehen. Der Turm, der achteckig und jede Mauer 12,5 m breit ist, hat eine Höhe von 33 m und ein Durchmesser von 29 Meter.  Drinnen befinden sich, Erdgeschoss inbegriffen, 5 Stockwerke. Auf den Turm kann man durch eine Steintreppe mit 85 Stufen steigen, die einen großen Abstand voneinander haben. Das Sonnenlicht, das der Turm von oben bekommt, reicht bis zum 1. Stock. Im Mitten des Turmes befindet sich eine Zisterne. Der Turm wurde errichtet um sowohl den Hafen als auch die Werft vor etwaigen Angriffen von der See aus schützen zu können. Jahrhunderte lang wurde er zu militärischen Zwecken genutzt. Der Turm, der in den 50iger Jahren restauriert wurde, ist seit 1979 für Besucher geöffnet. Der 1. Stock wurde zum Museum umgewandelt.“ (Quelle: http://www.altid.org.tr/de/Historische-Platze/51-Der-Rote-Turm.html)
Dort haben uns dann ein Haufen Taxifahrer angesprochen, ob sie uns denn hochfahren können und uns super duper Angebote gemacht. Wir haben kurz überlegt und haben dann gesagt, das wir lieber laufen. Einige haben uns belächelt und meinten es sei seeeehr weit. So wie von der Erde zum Mond und zurück. Andere haben uns einfach nur ungläubig angeschaut. Um ehrlich zu sein ist es nicht wirklich sehr weit, ca. 6 km. Das einzige Problem ist nur die Steigung. Aber daran gewöhnt man sich. Letztes Jahr in Andalusien sind wir täglich fast 20 km gelaufen. Wir haben ca. 50 Min. bis nach ganz oben gebraucht, anstatt der besagten 1 ½ Stunden. Ich war damals schon einmal oben gewesen. Aber Dajana noch nicht. Sie war nur auf der Unterburg. Ein Tipp: oben kann man nicht in Euro, sondern nur in türkische Lira bezahlen. Plastik geht aber auch… Der Eintritt kostet ca. 5 Euro. Beeindruckend ist die Burgruine aber nicht. Man hat zwar eine schöne Sicht auf Alanya, aber es reist keinem vom Hocker. Da es noch eine Moschee und die Unterburg auf dem Berg zu sehen gab sind wir dann noch dorthin gegangen. Auf dem Weg haben wir viele kleine alte Friedhöfe mit den Gebeinen irgendwelcher Sultane gesehen. Die Süleymaniye Camii Moschee war jetzt nicht wirklich interessant. Aber anscheinend haben zu der Zeit einige Paare geheiratet und machten dort Hochzeitsfotos. Auf dem weiteren Weg zur Unterburg haben wir dann den einen Taxifahrer, der uns hoch fahren wollte, getroffen. Diesmal hat er uns sogar auf Deutsch angesprochen. Wir haben dann einen kleinen Smalltalk gemacht und sind dann weiter. Die Unterburg ist wesentlich interessanter und besser erhalten. Trotzdem sind einige Bereiche wegen Sanierungsarbeiten und Baufälligkeit geschlossen. Auch von hier hat man eine schöne Aussicht und kann überall ein bisschen rumklettern. Der Eintritt in die Unterburg ist frei, insofern man sich ein Ticket in der Oberburg gekauft hat…
Ach ja auf dem Weg dorthin haben wir eine Schildkröte gesehen die irgendwie versucht hat, vom Berg ins Meer zu kommen. Da es aber an der Stelle sehr steil war, hat sie immer über den Rand geschaut, ist weiter gekrochen und hat wieder über den Rand geschaut. Das war echt putzig. Als wir zurückkamen war sie auf einmal verschwunden. Doch ein paar Meter weiter den Hang hinab haben wir sie dann im Gras erspäht. Keine Ahnung, wie sie dahin gekommen ist. Zurück sind wir dann auch gelaufen und gleich in Richtung Bus. Es wurde schon langsam spät und wir wollten ja das Abendessen nicht verpassen. Wir haben auch sofort den richtigen Bus erwischt. Leider mussten wir noch etwas warten. Die Zeit haben wir dann aber mit einem kühlen Efes überbrückt. Gott sei Dank waren wir die ersten am Bus, sodass wir beide einen Sitzplatz hatten. Die Rückfahrt hat sich ca. 1 ½ Stunden gezogen, da der Dolmusch alle 10 Minuten angehalten hat, um Leute, vor allem Touristen, einzusammeln. Und somit wurde der Bus immer voller und voller. War teilweise ganz lustig mit anzuschauen. Naja nachdem wir gegen 20 Uhr wieder im Hotel angekommen waren, haben wir zu Abend gegessen, uns ein paar Drinks an der Poolbar geholt, und uns auf unser Zimmer zurückgezogen. Tag 3 Ende.
im Dolmusch

















Blitz und Donner in der Nacht



Tag 4 Wellness pur

Da wir heute nun endlich unsere Massage bekommen sollten und für 9 Uhr!! früh gebucht hatten, mussten wir also wieder früh aufstehen. Dieses frühe aufstehen hat uns irgendwie den ganzen Urlaub verfolgt… Jedenfalls fand unser Termin heute wirklich statt. Wir haben den Termin extra früh gewählt, da die Chefin meinte, dass der Bräunung nach der Wellness-Behandlung besser sei. Los ging es mit 10 Minuten Sauna. Dajana steckt das irgendwie besser weg als ich. Ich habe echt aus allen Poren getrieft und war froh, als ich da wieder raus war. Danach ging es dann in das Hamam. Leider habe ich davon keine Bilder. Aber ich hab mal welche von deren Webseite genommen bzw. könnt ihr euch das auch in dem Link zum Hotel (Tag 1) anschauen. Und es sieht wirklich so aus. 



Neben den Zimmern war es das Beste am Hotel. Jedenfalls haben wir es uns dann in der Mitte von dem runden Steintisch gemütlich gemacht und haben gewartet was passiert. Meine Masseuse hieß Minie und kam aus Bali (wie sich im späteren Gespräch herausstellte). Wie der Masseur von Dajana hieß, wissen wir leider nicht mehr. Zuerst wurden wir von aber bis untern mit warmen Wasser aufgespült und dann mit einem Peeling-Schwamm von oben bis unten geschrubbt. Anschließend kam dann die Schaummassage. War schon interessant wie die das gemacht haben. Aber es war auch waaahnsinnig entspannend. Die haben uns von oben bis unten massiert. Das ging bestimmt so eine halbe Stunde. Danach ging es für ein paar Minuten in eine Ruhe-Lounge, wo uns Wasser gereicht wurde. Nach etwa 10 Minuten ging es dann zur Massage. Die einzelnen Massageräume sind sehr schön gestaltet, alles ist sauber und die Musik berieselt einen leise. Ich habe keine Ahnung, wie lange die Massage gedauert hat. Aber es war einfach nur unglaublich entspannend. Und Minie konnte auch sehr gut massieren. Dajana hatte noch einen anderen Masseur bekommen, Sarif aus Turkmenistan, der gerade seinen Doktor in manueller Therapie in Istanbul macht und sich in den Ferien dort nebenbei etwas dazu verdient. Dajana war natürlich begeistert von ihm, weil sozusagen ein „Vollprofi“ war. Er hatte bei ihr noch eine Bewegungssperre im Schultergelenk festgestellt und empfahl ihr diese weiter zu lockern. Daraufhin gabs dann natürlich gleich noch einen Termin am Abend :D Nach der Massage gab es dann noch eine Gesichtsmaske und einen Tee in der 2ten Ruhe-Lounge. Nach 2 Stunden waren wir dann auch völlig entspannt und sind zum Mittagessen und danach zum Strand gegangen. Wir mussten uns ja noch ein bisschen Sommerbräune holen :D Auf dem Rückweg vom Strand sind wir dann noch zu einem Barbier gegangen. Dort habe ich mir meinen Wildwuchs aus dem Gesicht entfernen lassen. Ich find das immer total angenehm so rasiert zu werden. Und für 3 Euro ist das echt günstig…






Dajana hatte abends noch mal eine kurze Massage wegen ihrer Schulter gehabt und ich bin ins „Fitnessstudio“ gegangen. Wir sind auch relativ zeitig ins Bett gegangen, da wir am nächsten morgen nach Kappadokien fahren wollten. Wie die Reise war und was so alles schief gegangen ist, erzählen wir im nächsten Beitrag…
Ach ja, was auch noch lustig war. In der Nacht zuvor hatte es ja so stark geregnet, dass die Unterführungen unter der Schnellstraße bis zur 4. Stufe vollgelaufen waren. Nicht das da nur Wasser drin stand, nein es wurde auch noch ein Haufen Sand reingespült der sich mit dem Wasser zu einer schönen dicken Pampe vermischt hat. Wir hatten auf dem Rückweg vom Strand noch schnell Geld für die Bezahlung der Massagen geholt und mussten nun irgendwie wie wieder zum Hotel zurück. Da wir nicht lebensmüde waren und über die Straße gehen wollten, mussten wir also da durch. Das war dann doch schon etwas eklig… :D
 

Tag 5-7 Wir machen eine Reise

Tag 1 in Kappadokien

Und zwar ging die Reise nach Kappadokien. Ich hatte von dieser Region im Inland der Türkei schon bei meinem letzten Besuch erfahren und wollte mir die schon immer mal anschauen. Ich habe es auch Dajana gezeigt und sie fand das auch sehr interessant. Also haben wir sie kurzer Hand bei unserem Reiseleiter gebucht, 3 Tage, Frühstück und Abendessen sowie 2 Übernachtungen im 4 Sterne Hotel. Und das für 125 pro Person. Also im Verhältnis nicht wirklich teuer. Der erste Tag sollte jedoch ein kleines Abenteuer mit vielen Überraschungen werden. Die Abholzeit war auf 5 Uhr morgens angesetzt. Nicht ungewöhnlich, da wir eine Fahrstrecke von ca. 600 km mit mehreren Stops vor uns hatten. Jedenfalls sind wir gegen 4 aufgestanden weil wir noch etwas Frühstücken wollten. Gesagt, getan. Und dann fing das große warten an. Das der Bus nicht pünktlich sein würde war uns schon klar. Ohne hier irgendwelche Klischees bedienen zu wollen. Aber es ist in südlichen Ländern oft so, dass man sich auf Verspätungen einstellen muss. Nach 30 Minuten wollten wir dann aber doch wissen, was nun mit dem Bus ist. Also sind wir zur Rezeption und haben nach der Nummer vom Reiseleiter gefragt. Er meinte, dass seine Nummer dort hinterlegt sei und wir im Notfall jederzeit anrufen können. Der Mann an der Rezeption hat aber leider kaum Englisch oder Deutsch gesprochen und hatte irgendwie auch keine Ahnung von nix. Also weiter warten. Mittlerweile hatte es draußen wieder angefangen zu gewittern und zu regnen. Naja eher gesagt es war ein Wolkenbruch. Und irgendwann viel dann auch noch der Strom aus und wir saßen im Dunkeln… Was wir dann auch noch beobachtet haben und was uns ein bisschen die Sprache verschlagen hat war, wie die das „Abflussrohr“ am Hotel angebracht hatten. Wir haben nämlich beobachtet, dass das Wasser sich vor dem Eingang staute und nicht ablief. Als wir nachgeschauten, haben wir gesehen, dass das Abflussrohr nicht vom Hotel zur Auf- und Abfahrt (wo es ohne Probleme hätte abfließen könne) ging, sondern genau auf den Eingangsbereich zielte. Wer baut denn nur so was? Der Konstrukteur hat wohl bei der Planung einmal zu viel am Raki genippt, oder auch derjenige, der das angebaut hat. So, nicht dass das schon dumm genug war gibt es noch dümmere Menschen (in dem Fall Touristen), die die Sache noch verschlimmern. Durch den Stromausfall ging die automatische Drehtür am Eingang natürlich nicht. Wenn man sich davor stellt und das Ding dreht sich nicht, was macht man dann? Man benutzt die normale Eingangstür daneben. Was macht der dumme Tourist? Guckt blöd und fängt an zu schieben. So dem Unsinn natürlich nicht genug schob sie dadurch das Wasser, was sich draußen im Eingangsbereich angestaut hat in die Lobby *facepalm* Und als es ihr draußen zu ungemütlich wurde kam sie auf dem gleichen Weg wieder rein. Und schob noch mehr Wasser rein *doublefacepalm* Manchmal kommt echt vom Glauben ab.
Naja jedenfalls kamen ständig Busse an, um andere Touristen einzusammeln. Aber unser Bus kam und kam nicht. Gegen 6.30 Uhr wollten wir dann eigentlich schon wieder auf unser Zimmer gehen, schlafen und uns dann später beschweren. Und siehe da. Der Bus kam doch noch. Wir also zu dem Typen hin und gefragt warum es denn so lange gedauert hat. Er schaute uns nur ungläubig an und meinte, dass bei ihm 6.30 Uhr als Abholtermin steht und nicht 5 Uhr. Soviel zur türkischen Kommunikationsweise/Organisation :D Total übermüdet und etwas genervt stiegen wir dann „pünktlich“ in den Bus. Unsere Reisegruppe bestand aus Dänen, Deutschen, Holländern und einem irischen Pärchen (die man echt gut verstehen konnte). Jedoch waren wir die jüngsten. Alle anderen waren schon so Mitte 50. Trotzdem waren die Leute sehr angenehm und lustig. Auf den ersten Kilometern der Fahrt erzählte uns einige interessante Sache zur Türkei, zu Anatolien und über Kappadokien an sich. Dann erzählte er noch was von Mittagessen und einer türkischen Tanz- und Musikshow. Das war natürlich nicht im Preis inbegriffen und kostete uns nochmals 50 Euro pro Person. War ja klar, dass so was kommen musste. Aber die Tanzshow soll laut unseren Mitreisenden toll sein und Mittagessen hätten wir sonst auch nirgends bekommen. Denn da, wo wir immer zum Mittag gehalten haben, gabs nix anderes außer dem… Schlau, ne? 

Unser erster Foto-Stop war bei Alacabel, dem höchsten Punkt (1825 m), den wir überquerten. Dies war natürlich nicht der höchste Punkt in Anatolien. Der Hasan Dağı (antiker Name Argaios oder Argeiopolis Mons) ist mit 3268 m um einiges höher. Vom ersten Stop ging es weiter nach Konya, eine der größten Städte in Zentralanatolien mit über 2 Mio. Einwohner. Konya ist eine reine Industriestadt und die Region einer der religiös konservativsten in der Türkei. Als wir durch die Stadt fuhren, hat man die industrielle Ausprägung gesehen es gesehen. War jetzt nicht wirklich berauschend. Aber die Stadt an sich war ja auch nicht unser Ziel. Das Ziel war das Mevlana Museum. Das Museum ist gleichzeitig das Mausoleum von Jalal ad-Din Muhammad Rumi. Er war ein persischer Sufi und ist auch unter dem Namen Mevlâna bekannt. Weiterhin war dieser Ort auch Sitz des Mevlevi Ordens, die in der Türkei auch als wirbelnde Derwische  bekannt sind. Das war eigentlich ganz interessant. Besonders der Werdegang und die Ausbildung zum Derwisch. Wer denkt es ist genug sich einfach nur wie wild im Kreis zu drehen, der irrt sich. Da gehört weit mehr dazu. Könnt ihr euch ja in den Links durchlesen. 




Koranabschriften


Hürrem Pasha's Mausoleum





Leider hatten wir ein straffes Programm und mussten nach ca. 45 Minuten wieder zurück zum Bus. Die nächste Station war ein Restaurant-Hotel (Eski Ipekyolu Restaurant) zwischen Konya und Aksaray. Das Ding liegt sprichwörtlich irgendwo im Nirgendwo. Wie eingangs erwähnt scheint es Methode zu sein, extra an solchen Orten Mittag zu machen, da man dort keine Auswahl zum essen gehen hat. Außer einer Tankstelle war dort nichts mehr. Egal, das Essen war in Ordnung. Und wenn man mal den Preis von 25 Euro auf 3 Mittagessen runterrechnet sind 8 Euro pro Mahlzeit nicht wirklich viel. Nach ca. einer Stunde Pause sind wir dann auch weiter Richtung Kappadokien gefahren. Weit war es jetzt nicht mehr. Die nächste Station war Saratli Belediyesi – Kirkgöz Yeralti Şehri: ein Dorf im Untergrund. Klang interessant und war es auch. Dort haben sich die Dorfbewohner bei Gefahren mit ihrem Vieh etc. zurückgezogen. Die Anlage haben die Menschen damals mit den einfachsten Werkzeugen aus dem weichen  Sand- und Tuffstein herausgearbeitet. Man findet dort eine große Küche, Schlafräume, Stallungen für das Vieh und einen Brunnen. Und in der unterirdischen Behausung herrschen jährlich ca. 12 Grad. Und von außen ist das unterirische Versteck kaum ausfindig zu machen.








Nach einer kurzen Durchfahr durch Aksaray, dort kann man sich übrigens solche in den Fels gehauene Wohnungen mit dem nötigen Kleingeld kaufen, sind wir dann endlich im Herzen von Kappadokien angekommen. Um die Provinzhauptstadt Nevşehir ordnen sich die ganzen touristischen Sehenswürdigkeiten und Orte, von denen wir am folgenden Tag einige besucht haben. An unserem ersten Aussichtspunkt hatten wir einen fantastischen Blick über die Landschaft und einen Großteil der in den Fels gehauenen Bauten. Die letzten beiden Stationen waren das Red Valley und die 3 Schönheiten.


































Da es nun schon am späten Nachmittag war und wir von fast 12 Stunden Fahrt und Sightseeing ziemlich kaputt waren, sind wir zu unserem Hotel „Janet City Hotel“ in Ürgüp gefahren und haben dort eine ziemlich böse Überraschung vorgefunden. Uns wurde ein 4 Sterne Hotel versprochen und darauf hatten sich natürlich schon alle gefreut. Was wir hier aber zu Gesicht bekamen war schlimmer als jede unterklassige Jugendherberge. Von außen betrachtet ging es ja noch. Aber schon die Lobby hat so einiges ahnen lassen. Wir haben also alle unsere Schlüssel bekommen und sind auf die Zimmer. Als wir oben ankamen, sind einige schon wieder rückwärts aus ihren Zimmern raus. Wir wollten gleich wissen was los ist und sie haben uns erklärt, dass das mal so gar nicht geht. Als wir unser Zimmer betraten, dachten wir, wir sind im falschen Film. Das Bad sah aus, als ob da ein halbes Jahr keiner mehr sauber gemacht hat. Alles war total versifft. Die Matratzen vom Bett sahen auch nicht besser aus. Es gab keine Klimaanlage, kein Fernseher, kein WLAN und keinen Spiegel im Zimmer. Und auf dem Teppich würde auch keiner barfuß laufen wollen. Wir also wieder raus aus dem Zimmer und runter in die Lobby. Auf dem Weg haben wir noch mitbekommen, dass einige von uns im Aufzug stecken geblieben sind, andere Schimmel an der Decke hatten oder bei einigen die Fenster komplett hinüber waren. Wir haben außerdem noch erfahren, dass die anderen alle nur 60 Euro pro Person bezahlt haben und wir das doppelte… Krass oder? Keiner wollte in dem Hotel bleiben und wir haben unseren Reiseführer Mustafa dazu gedrängt, etwas zu tun bzw. uns in unser 4 Sterne-Hotel zu bringen. Dajana und ich sind nicht wirklich anspruchsvoll. Aber erstens wurde uns ein besseres Hotel versprochen und zweitens muss ein Hotel sauber sein. Ich habe noch nie ein so schäbiges Hotel gesehen. Selbst das schäbigste Hostel sieht da besser aus. (Leider habe ich vor Schreck und Ekel keine Bilder gemacht) Das ging wirklich gar nicht. Auch der Rest der Reisegruppe meinte sie hätten andere Hotels beschrieben bekommen. Die Irin hat dann auch noch mal mächtig Druck gemacht. Der wäre fast die Halsschlagader geplatzt :D Da es irgendwie nicht voranging, haben wir selbst den Reiseveranstalter angerufen. Die waren sehr freundlich und meinten es könnte ein bisschen dauern bis das Problem gelöst ist. Nach knapp 40 Minuten und eine halben Schachtel Kippen kam dann der erlösende Anruf. Wir waren die ersten, die diesen Schuppen verlassen konnten. Mit taten Mustafa und sein Fahrer schon ein bisschen leid. Aber das ist nun mal sein Job. Jetzt waren wir natürlich total gespannt ob wir, dass bekommen, was versprochen wurde. Nach kurzer Fahrt erreichten wir dann das Stone Concept Hotel, das Hotel, welches den anderen auch versprochen wurde. Und das meine Freunde war wirklich ein 4 Sterne-Hotel. Alles war sauber, die Zimmer inkl. Kingsize Bett zwar klein aber sehr gemütlich, das Bad wart tiptop, draußen gab es einen Pool, Wlan in der Lobby und das Essen war sehr lecker. Auf jeden Fall 4 Sterne Landeskategorie. Für deutsche Verhältnisse schrammt es nur knapp an den 4 Sternen vorbei. Wir waren jedenfalls sehr zu frieden. Und wie wir am nächsten Tag mitbekommen haben, ist der Rest der Reisegruppe sogar in einem 5 Sterne Hotel untergekommen… Wir haben uns eigentlich nur noch über das Buffet hergemacht und sind dann völlig fertig in dem riesigen Bett eingeschlafen.


















Tag 2 in Kappadokien

Nachdem wir uns zum Frühstück den Bauch vollgeschlagen haben, wurden wir pünktlich mit dem Bus abgeholt und sind, mit einem kurzen Zwischenstopp, nach Avanos gefahren. Die ist eine kleine Töpferstadt in Kappadokien und wie es auf solchen Reisen so üblich ist, sind wir in eine Töpferei gegangen und haben uns dort das landestypische Handwerk zeigen lassen. Ein Meistertöpfer, hier wird alles noch von Hand gemacht, hat eine kleine Vorführung gemacht. Dazu würde heißer Apfeltee oder Wein gereicht. Und natürlich durfte sich jemand aus dem Publikum auch mal an der Töpferscheibe probieren. Danach ging es, oh welch Überraschung, in den riesigen Verkaufsraum. Da waren echt ein paar richtig schöne Sachen dabei. Viele der ansässigen Handwerksbetriebe sind seit Generationen in Familienbesitz und haben spezielle Muster, die nur sie verwenden dürfen (die Muster sind sogar staatlich geschützt). Außerdem benutzen sie den Lehm vom Roten Fluss der am Rande der Stadt entlang fließt. Der soll sehr gut sein. Wir haben uns dann doch hinreißen lassen etwas zu kaufen. Und zwar eine Art runde Weinamphore mit einem Loch zum durchgreifen in der Mitte. Die Form hat zweierlei Bedeutung. Erstens hält die sie durch ihre Form den Wein gleichmäßig kühl, und zweitens konnte man den Arm durch das Loch in der Mitte stecken und auf die Schulter legen. Da die Öffnung der Amphore vorne ist, musste man sich beim Eingießen vor dem Gast immer verbeugen und ihm so Respekt zollen.





Als nächstes haben wir das sogenannte Love Valley/Liebestal in der Nähe von Göreme angesteuert. Warum dieses Tal so heißt, kann man sich mit ein bisschen Phantasie aus den Bildern ableiten :D Sieht schon ziemlich skurril aus. Aber davon wurde nichts von Menschenhand geformt. Das hat alles Mutter Natur geformt und gestaltet. 








Weiter ging es nach Göreme wo wir eine versteckte christliche Kirche (Yusuf Koç Kirche), von denen es hier viele gibt, besichtigten. „Sie stammt aus dem 11. Jahrhundert, hat einen kreuzförmigen Grundriss mit dem entsprechenden Gewölbe, vier (zerbrochene) Säulen und zwei Apsiden.“ (Quelle: http://turkeireisefuhrer.blogspot.de/2012/10/goreme-kappadokien.html) Die Kirche ist in einen dieser Felsendome geschlagen und von außen kaum sichtbar. Ein Bauer hat der Geschichte nach 1939 den Eingang durch Zufall gefunden. Er fand ein hinter einem großen Busch ein großes Loch und war neugierig was sich darin verbirgt. Und als er durchgekrochen war fand er eben diese Kirche. Die Kirche war zwar nicht sehr groß, aber trotzdem ein Hingucker. Außerdem bekam die Kirche den Namen seines Finders. Schade war nur, dass viele sich Vandalen an den Wandmalereien ausgelassen haben. Viele waren leider zerkratzt oder übermalt.



















Nach einem weiteren Fotostop sind wir dann nach Uçhisar gefahren. Das ist ebenfalls ein sehr beeindruckender Ort. Dort befinden sich nämlich das „Schloss“ und die „Feenkamine“. Das könnt ihr alles auf den nachfolgenden Fotos bewundern J Die Feenkamine sind heute nicht mehr bewohnt. Aber in einige kann man rein und sie anschauen. Wir waren in einem mit 6 Stockwerken. Über Leitern innerhalb dieser Tuffsteinfelsen ging es immer höher und höher. Es war wirklich alles vorhanden: geräumige Küche und Schlafzimmer etc. Und eine nette Aussicht hat man auch noch. In einem anderen Tuffsteinfelsen wohnt sogar noch eine Familie mit mehreren Generationen drin. Mittlerweile haben die auch Strom und fließend Wasser. Und das Ding ist riesig und sehr gemütlich. In das Schloss kann man leider nicht mehr rein und die anderen Feenkamine werden zumeist als Taubenschlag verwendet. Leider hatten wir auch hier nicht so viel Zeit und so ging es nach einer dreiviertel Stunde wieder zurück zum Bus. Da es ein gefragter Touristen Hotspot ist, ist der auch ziemlich überlaufen.

 









Blick auf das Schloss









Die nächste Station war eine Ledermanufaktur inkl. Modenschau und natürlich riesigem Verkaufsraum. Die Modenschau war ganz lustig, auch deshalb, weil sie sich zwei Leute aus unserer Reisegruppe ausgesucht haben. Den Iraner und natürlich Dajana :D Aber die beiden haben eine gute Figur auf dem Laufsteg gemacht. Der Chef von dem Laden hat perfekt Deutsch gesprochen. Ich glaube er ist sogar in Deutschland geboren. Naja die wollten uns natürlich mit Rabatten ihr Zeugs andrehen. Aber irgendwie waren die Sachen nicht wirklich modisch und eher auf den russischen Kunden zugeschnitten. Egal kaufen wollten wir ja sowieso nichts und wir waren froh da wieder rausgewesen zu sein.


Anschließend ging es endlich zum Mittagessen in eine Gäststätte im „Pigeon Valley“. Diesmal gab es Buffet, welches jetzt nicht wirklich überragend war. Dafür war das Panorama ganz passabel. Im Anschluss ging es weiter zu einer Felsenkirche sowie einer zweiten kleinen Kirche, die gleichzeitig als Moschee genutzt wurde. In der kleineren Kirche, die heute nicht mehr genutzt wird, haben bis 1925 Christen und Muslime zusammen gebetet. Bis sie sich mal wieder zerstritten haben und nun keiner mehr das Gebäude nutzt. Immer wieder das gleiche alte Lied… Um zur Felsenkirche zu gelangen musste man ein paar Treppen steigen und eine kleine improvisierte Brücke überqueren. Die Kirche war zwar groß aber leider nicht gut erhalten. Daher haben wir uns dort nicht lange aufgehalten und sind stattdessen weiter hoch auf den Hügel geklettert. Von dort konnte man mehrere große Felsformationen sehen, in denen ein Haufen Wohnhöhlen waren. Jahrhunderte zuvor müssen hier tausende von Menschen gelebt haben… 

 






unser Restaurant














Und dann ging es zum letzten Fotosstopp nach Paşabaĝ’a, wo wiederum mehrere Feentürme und kleine Täler waren. Dort konnte man ziemlich gut rumklettern (wie die Fotos beweisen). Wenn man an den Feentürmen vorbeigeht, kommt man in mehrere kleine Schluchten mit interessanten Steinformationen und kleinen Höhlen. Zu einer sind wir sogar hochgeklettert. Aber leider hat sich herausgestellt, dass es nur eine Art Feuerstelle und keine richtige Höhle war. Tja Pech gehabt…

 



                









klein Dajana in der großen Höhle

Das war dann auch unser letzter Ausflugpunkt für den Tag. Hmm, eigentlich nicht ganz. Denn abends stand noch eine türkischorientalische Show in einem Höhlenrestaurant in Avanos an. Zuerst sind wir aber zurück in unser Hotel gefahren, haben uns dort frisch gemacht und zu Abend gegessen. Wir hatten genug Zeit, um uns etwas zu erholen. Gegen 20.40 Uhr hat uns der Bus dann wieder eingesammelt und wir sind zu der Show gefahren. Die Show an sich war eigentlich sehr schön. Es gab viele Tanzvorführungen in traditioneller Kleidung, eine anatolische Hochzeit, bei der Dajana auch wieder mit auf die Bühne musste und ein bisschen Bauchtanz (was aber nicht typisch Türkisch ist, aber die Leute sehen wollen). Dazu gab es kostenlos einheimische Alkoholika und alkoholfreie Getränke und ein paar kleine Snacks. Der Rotwein, namens Hayyam, war sehr lecker. Er war zwar nicht teuer, aber trotzdem sehr gut. Nach drei Stunden war dann der Spaß vorbei und wir sind dann zurück in Hotel. Alles in allem war es ein schöner Tag. Achja und während es an der Küste Unwetter gab, hatten wir die ganze Zeit strahlenden Sonnenschein und angenehme Temperaturen. *Hehehehe*

 Turkish Night in Avanos



Tanz der Derwische
 



 



türkische Hochzeit

















Tag 3 in Kappadokien

Der letzte Tag unseres 3-tägigen Ausflugs stand nun an. Wieder mal ging es relativ früh los L Aber gut wir hatten noch ein paar kleine Programmpunkte und mussten schließlich die 600 km auch wieder zurück. Als erstes ging es zu einer Edelstein/Schmuckmanufaktur gleich neben dem Hotel. Die sah von außen total unscheinbar aus. Zuerst bekamen wir erklärt, wie  Edelsteine, unter anderem auch der einheimischen Onyx, bearbeitet wird und daraus Schmuck entsteht. Das ging dann eine ganze Weile so bis wir dann wieder mal in einen Verkaufsraum geführt wurden. Die hatten echt tollen Schmuck dort. Die Vorzeigestücke waren sogenannte Haremsringe. Diese wurden früher extra für die erste „Ehe“-Frau des Sultans in seinem Harem angefertigt. Diese bestanden meistens aus vier bis fünf feinen Goldringen, die zu einem zusammengefügt wurden und mit den seltensten und teuersten Edelsteinen besetzt waren. Natürlich durfte Dajana auch mal einen anprobieren. Doch leider lag er nicht in unserem Budget :D Aber was auffällt ist, das im Orient die Ringe wesentlich größer und protziger sind. In Europa mag man es ja eher dezent. 

den Stein in Form bringen...
 






... und dann polieren










 

Nachdem wir dort fertig waren, sind wir zu einer kurzen Weinverkostung gefahren. Da einige unserer Mitreisenden sich gerne kappadokischen Wein mitnehmen wollten, hatte Mustafa die Verkostung organisiert. Dummerweise haben wir den Wein vom Vorabend dort nicht gefunden und der Rest hat uns auch nicht so geschmeckt. Also mussten wir weiter nach unserem Hayyam-Wein suchen. Den haben wir dann aber schließlich bei unserem nächsten Stopp in einer Karawanserei gefunden *juhuuu* Aber was ist nun eine Karawanserei? Das ist bzw. war ein Anlaufpunkt für Karawanen gewesen, sozusagen ein Motel für Mensch und Tier. Vor jahrhunderten, als die Seldschuken  in der Türkei herrschten, bauten sie entlang der wichtigsten Handelsrouten, unter anderem auf der Seidenstraße wo wir uns befanden, solche Anlaufstellen. Die Karawansereien hatten immer einen Abstand von max. 40 km, teilweise sogar weniger. Und da es früher auch schon fiese Diebe gab, patrouillierte auf diesen Routen die Armee und die Sicherheit der Handelsleute zu gewährleisten. Die ersten 3 Tage der Unterkunft waren frei, danach musste aber gezahlt werden. Die Karawanserei war historisch gesehen ganz interessant. 
 





Dann ging es aber wieder zurück an die Küste. Wir haben nur noch mal kurz zum Mittag gehalten (das war nicht wirklich toll) und sind dann durchgefahren. Ach ja nur so nebenbei. An den Fernstraßen, aber auch in Städten, gibt es die „Dinler“. Das Hotel-Gaststätten, die aber vom Angebot ziemlich gut ausschauen.
Auf der Rückfahrt haben wir eigentlich die ganze Zeit geschlafen. War ja eh nix los und die Zeit verging so schneller. Gegen 17.30 Uhr haben waren wir dann wieder in unserem Hotel. Doch da gabs die nächste kleine Überraschung. Als wir in unser Zimmer wollten, hat unsere Zimmerkarte nicht mehr funktioniert. Also sind wir wieder runter zu Rezeption und wollten wissen was los ist. Vielleicht kann sich jemand noch erinnern (siehe Tag 1), dass wir eigentlich bei unserer Ankunft ein anderes Zimmer als angedacht bekommen hatten. Und wir sollten eigentlich einen Tag später ein kleineres bekommen, quasi ein normales Doppelzimmer. Tja die guten Leute hatten das 3 Tage lang versäumt (und wir haben natürlich nichts gesagt) uns umzubetten. Und als wir in Kappadokien waren, haben sie dann dran gedacht. Da wir eh darauf eingestellt waren, haben wir schnell unsere Sachen gepackt und sind ins andere Zimmer gezogen. Gott sei Dank haben wir ein Zimmer nach hinten raus bekommen und der Typ von der Rezeption war auch noch so nett und hat uns tragen geholfen.
Danach gabs noch eine heiße Dusche, Diner und ein paar Drinks in der Poolbar. Apropos, seine Drinks darf man eigentlich nicht mit auf Zimmer nehmen. Keine Ahnung warum. War uns aber egal :D Eigentlich wäre jetzt der Tag schon vorbei gewesen, wäre nicht der Vorfall in der Nacht gewesen. Denn auf einmal standen ein paar andere Touristen in unserem Zimmer. Dajana ist sofort hoch geschreckt und da haben die gemerkt, dass das Hotel schon belegt war und haben sich verkrümelt. Ich habe das irgendwie nur so halb mitbekommen und habe dann noch mal kontrolliert, ob die wirklich weg waren. Die sind bestimmt nachts vom Flughafen gekommen und unsere lustigen Freunde von der Rezeption haben verpeilt, dass das Zimmer mittlerweile belegt ist. Ich sag nur türkische Organisationskunst olé olé… :D



Tag 8 Die blaue Reise

Nachdem wir den „Schock“ in der Nacht überwunden und doch noch ganz gut geschlafen haben, ging es am nächsten morgen auf zur „Blauen Reise“. Das ist eine Bootstour entlang an der Küste von Alanya. Das ist eigentlich eine ganz lustige Sache. Denn man schippert dort nicht mit irgendeinem Boot entlang, sondern mit einem Piratenschiff J Unseres hieß Rose Garden und hatte 4 Decks. Wir kamen zwar erst ein bisschen spät an, haben aber trotzdem noch einen guten Platz auf dem obersten Deck bekommen. Das Wetter war wieder mal top: strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Insgesamt haben wir 3 Badepausen gemacht. Man konnte auf vom den Decks aus ins Wasser springen, was sich auch paar Halbstarke nicht haben nehmen lassen. War teilweise sehr putzig mit anzusehen. Die Getränke, bis auf Cocktails, waren inklusive. Ein bisschen was zu Essen gab es auch. Dafür sind wir extra vor Anker gegangen. Es gab Spaghetti mit Tomatensoße, Salat und einen Hähnchenspieß. War nicht delikat aber hat gesättigt… Auf der Rückfahrt gab es dann noch eine Schaumparty an Board. Dann sind die Leute so richtig abgegangen. Da das Publikum gut gemischt war, ist die auch nicht ausgeartet. Gegen 15.30 haben wir dann wieder im Hafen von Alanya angelegt.
 



















 Da es noch relativ früh war, sind wir nicht gleich zurück, sondern noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert. Da Reiht sich ein Geschäft an das andere und alle haben das Selbe zu verkaufen. Ansonsten gibt’s nichts zu sehen. Dajana wollte sich noch so ein kleines Teeset kaufen, mit den typisch kleinen türkischen Teegläsern. Der Verkäufer wollte erst 13 Euro. Da musste ich erstmal laut lachen. Da das gleiche Teeset im Hotel nur 6 Euro gekostet hat wussten wir, dass er uns „abzocken wollte“. Daher habe ich gleich gesagt, dass er max. 5 Euro dafür bekommt. Als er es abgelehnt hat, hab ich gesagt, dass wir gehen. Und schwups haben wir es für 5 Euro bekommen :D In solchen Touristen Ländern und speziell auf einem Bazar, muss man handeln. Sonst bezahlt man als Tourist immer zuviel. Aber man darf nicht gierig werden und muss mit Respekt handeln. Sonst handelt man sich böse Blicke ein. Dajana war zufrieden und wir konnten wieder zurück zum Hotel. Dort haben wir dann noch mal eine Massage für den letzten Tag gebucht und ich bin wieder ins Gym zum pumpen gegangen. Derweil hat Dajana Postkarten geschrieben. Einige der Karten hat sie im Hotelshop gekauft. Beim durchstöbern am Kartenständer hat sie allerdings auch eine schon beschriebene Karte gefunden. Die sollte vor Tagen nach Polen gehen und ist irgendwie wieder im Ständer gelandet. Und als Dajana das junge Mädel an der Kasse vom Shop nach Briefmarken gefragt hat, hat die erstmal gar nix verstanden und ihr dann einen utopischen Preis für die Briefmarken genannt. Da das Mädel nicht verstanden hat, dass es nicht der richtige Preis sein kann, hat Dajana einen von der Rezeption geholt, der auch gut Deutsch konnte. Doch selbst das hat nicht geholfen. Daher haben wir die Postkarten erst in Deutschland verschickt…
Achso, früh haben wir noch entdeckt, dass in der Lobby durch die starken Regenfälle der letzten Tage, ein Teil der Decke runtergekommen ist. Und das in einem 2 Jahre alten Hotel *kopfschüttel*. Aber sie haben es geschafft eine Verlängerung auf das Abflussrohr vor dem Eingang zu montieren. Jetzt kann das Regenwasser auch richtig ablaufen :D
ENDE

Tag 9/10 Die letzten 2 Tage

Die letzten zwei Tage ist nicht wirklich viel passiert. Wir haben uns jeder noch eine Massage gegönnt und haben dann am Strand rumgegammelt. Die Massagen waren mal wieder toll. Los ging es mit der Sauna und dann ab ins Hamam, wo es wieder eine Schaummassage gab. Dajana hat diesmal aber noch ein Kaffee Peeling bekommen. Anschließend ging es zur Massage, wo ich diesmal die Hot Stone Massage bekam. Das ist so was von entspannend. Wenn das in Deutschland nicht so teuer wäre, würde ich das hier auch öfters machen. Zum Schluss gab es dann noch die Gesichtsmaske. Dajana war da wieder etwas speziell. Sie hat sich eine Schokoladenmaske auflegen lassen *hmmmmschlabber* :D Nach dem Verwöhnprogramm ging es dann wieder zum Strand. Ich habe vorher aber noch einen kleinen Umweg zum Barbier gemacht. Leider hatte der aufgrund eines muslimischen Festes (Eid Bayram) geschlossen. Uns wurde schon in Kappadokien gesagt, dass dieses Fest beginnt. Aber man kann es ja mal versuchen ;) Naja ich bin jedenfalls zurück zum Strand und habe mich auf die Sonnenliege gepackt. Auf dem Weg zum Strand habe ich noch mal in eine andere Unterführung geschaut und da sah es noch schlimmer aus. Durch den Regen der letzten Tage sind dort sogar Teile der Decke runtergekommen…




Ich glaube mehr ist dann auch nicht mehr passiert. Wir haben noch die letzten Stunden im warmen Süden genossen und waren traurig, dass wir schon wieder zurück mussten. Aber da wir schon wussten, dass wir bald wieder in den Urlaub fliegen, war es halb so schlimm. Wohin es allerdings im November geht verraten wir noch nicht. Nur so viel, Heeeeee ab in den Süden, der Sonne hinterher, ehjo was geht... :D
Am nächsten morgen ging es dann wieder sehr früh los. Ich glaube gegen 5 mussten wir aufstehen, um vorher noch was frühstücken zu können. Um diese Uhrzeit war natürlich noch alles dunkel und nichts vorbereitet. Deshalb waren wir an der Rezeption und baten um Hilfe. Irgendwie haben sie das Küchenpersonal dazu bewegt etwas Essen herauszurücken. Wir haben uns dann noch ein paar Brötchen zum Mitnehmen geschmiert und dann ging es auch schon zum Flughafen. Übrigens in der Türkei ist es per Gesetz verboten in Hotels Essen mit auf das Zimmer zunehmen. Tja und als wir dann am frühen Nachmittag wieder in Leipzig gelandet sind, war der Urlaub vorüber… Alles in allem war es ein schöner Urlaub. Es gab zwar hier und da ein paar kleine Probleme. Aber nichts was uns aus der Ruhe bringen konnte. Es ist eben ein anderes Land und man muss sich zum Teil auf die Gepflogenheiten dort einlassen. In der Türkei läuft einiges etwas anderes. Aber nichts was man nicht meistern kann ;) Zum Hotel schreibe ich dann etwas in der entsprechenden Rubrik in unserem Blog. Es war vom Preis-Leistungs-Vergleich in Ordnung und man muss beim Buchen immer beachten, dass die angegebenen Sterne der landestypischen Kategorie entsprechen und nicht dem europäischen.
Super Leute, wir danken euch, dass ich so viel Zeit und Muße hatte, euch den Blog durchzulesen und wir hoffen es hat euch gefallen. Wie immer freuen wir uns über positive Kommentare und konstruktive Kritik.

Grad habe ich noch was Nettes gefunden: den Kleinen Türkei-Knigge. Sehr liebenswert geschrieben und ich denke mal auch sehr hilfreich



 
Bis zum nächsten Urlaub

Dajana und Leandro


all © copyrights are reserved by Leandro F. Gambôa and Dajana Thiele 

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