Friedrichsbrunn - Wellness, Wandern und Kultur
Kurzurlaub in Friedrichsbrunn 23. - 26.02.2015
Am 23.02.2015 ging es pünktlich um 12:05 Uhr mit der
Regionalbahn über Halberstadt in Richtung wohlverdientes Verwöhnwochenende nach
Friedrichsbrunn. Nach Bahn- und 2 Busfahrten kamen wir dann mitten im
verschlafenen Nest an. Nach kurzer Nachfrage haben wir den Ferienkomplex gleich
hinter der Bushaltestelle gefunden. Das Ferienhotel Friedrichsbrunn ist ein
typisches Familien-/Wellnesshotel mit vielen Angeboten für Groß und Klein.
Neben den vielseitigen Wellnessangebot, gibt es auch ein kleines Schwimmbad,
ein Solarium, einen Fahrradverleih sowie die Möglichkeit Tischtennis und
Bowling zu spielen. Da Hotel verfügt außerdem über einen großen Speisesaal und
ein gemütliches Café. Die Zimmer sind sehr geräumig und mit W-Lan, einem Fernseher
und einem schönen Bad ausgestattet. Hoteleigene Parkplätze sind auch
ausreichend vorhanden. Auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Und die
zusätzlich buchbaren Massagen und Wellnessangebote sind auch relativ günstig.
Beim Check-in bekamen wir sofort unsere Massagetermine
genannt und dann ging es auf das Zimmer. Das Zimmer war im Vergleich zu
Hotelzimmern riesig und sauber. Nach einer kleinen Erkundungstour durch das
Hotel ließen wir uns im Hotelcafé nieder. Den ersten Kaffee gab es aufs Haus
und das Stück Himbeer-Sahne-Torte war sehr lecker.
Um nach dieser gehaltvollen Torte wieder Appetit fürs
Abendessen zu bekommen, entschieden wir uns für eine kleine Erkundungstour
durch das Dorf. Es besteht eigentlich nur aus einer Hauptstraße und hat
augenscheinlich die besten Zeiten schon hinter sich – schade eigentlich. Daher
ist es wahrscheinlich auch ein Ortsteil von Thale. Alleine würde das Dörfchen
wahrscheinlich gar nicht existieren. Friedrichbrunn liegt zwar am A**** der
Welt, doch man findet auch hier komischer Weise Fans der Knappen aus Schalke.
Es gibt eben überall Leute mit schlechtem Fußball-Geschmack :D
Aber wie es sich gehört hat uns Petrus einen schönen
Spaziergang mit Neuschnee beschert. Danach ging es eine Runde schwimmen im
hoteleigenen Pool. Der hat sogar einen angegliederten Ruhebereich.
Um 19:00 Uhr hieß es dann Futter fassen. Das kalt-warme
Buffet mit Salaten war übersichtlich, aber ausreichend und es hat gut geschmeckt.
Es ist sicherlich nicht das Non-Plus-Ultra. Aber es ist eben auch „nur“ ein
3-Sterne Hotel. Trotzdem war das Essen zufriedenstellend. Zum Abschluss des 1.
Tages haben wir dann noch eine Runde Tischtennis im gespielt und sind dann ins Bettchen gehüpft :)


Tag 2
24.02.2015
Tag 2 startete für uns entspannt gegen 9:00 Uhr mit den
Frühstücksbuffet. Das einzige Manko des Frühstücksbuffets war die kaum
vorhandene Auswahl an Früchten. Ansonsten war es sehr gut.
Gegen 10:00 Uhr wollten wir mit dem Bus zum Hexentanzplatz
fahren. Nach kurzer Überlegung trafen wir den Entschluss auf den Bus zu
verzichten und zu Fuß durch das Winter Wonderland auf den Hexentanzplatz zu
wandern. Die anfänglichen Schwierigkeiten, den Weg zu finden, hielten uns nicht
von unserem Plan ab. Bei herrlichstem Sonnenschein stapften wir auf dem
schneebedeckten Waldweg mit seinen Tücken durch den Winterwald. Unter dem
Neuschnee war es stellenweise sehr vereist und Dajana hätte sich beinah ein
paar Mal lang gemacht. Durch den Neuschnee hatten wir auch das Gefühl quasi
allein unterwegs zu sein – was wir auch fast waren. Nach etwa 6 km waren wir am
Ziel: der Hexentanzplatz. Wir hatten eine super Sicht zur Rosstrappe. Lille
kletterte auf einen kleinen Felsvorsprung. Dajana verzichtete, da ihre
Winterschuhe wider Erwarten doch zu glatt für so eine Aktion waren. Wir
kletterten weiter auf dem Hexentanzplatz umher und gönnten uns dann eine Pause
im Berghotel Hexentanzplatz. Es war zwar nicht wirklich kalt draußen. Jedoch
konnten wir einen kleinen Aufwärmrunde nicht widerstehen J Mit einem Kaffee gestärkt ging es dann zur Seilbahn, die
den Hexentanzplatz, Thale und die Rosstrappe verbindet. Wir sind aber nur bis
ins Tal nach Thale gefahren, denn wir wollten dort den Mythenweg
entlangschreiten. Dieser Weg beschreibt die germanisch-nordische Mythologie der
Germanen. Mit vielen Skulpturen und Schautafeln ist es eine interessante kleine
Reise durch die Glaubenswelt der alten Germanen. Und hier dazu der passende
Link zum Nachlesen: http://www.harzkaleidoskop.de/mythwth/mythwth1.htm
Leider gab es zu der Zeit nicht mehr zu sehen. Die meisten Geschäfte hatten
zu und der Schnee war leider auch schon geschmolzen. Denn nach den starken
Schneeschauern der vorangegangenen Tage, kam das Tauwetter und in den Tallagen
ist nicht mehr viel von dem Winter Wonderland übrig geblieben. Wir haben dann
beschlossen, mit dem Bus zurück zum Hotel zu fahren. Außerdem wurde es auch
Zeit, da wir unser erstes Wellness Paket einlösen mussten, unsere hot chocolate
Massage *uhhhh* :D Hört sich gut an und war definitiv auch sehr gut. Das kleine
Spa bestand aus einer gemischten Sauna sowie mehreren Räumen, in denen die
Wellness Behandlungen stattfanden. Mit heißer Schokolade wurden wir nicht
wirklich massiert (glaube ich zumindest) sondern mit Öl das Kakaoanteile besaß.
Nichts desto trotz war die 20 minütige Massage (die im Buchungspreis
inbegriffen war) seeeehr entspannend J
Danach haben wir zu Abend gegessen und noch ein bisschen auf
dem großen Bett gechillt und fernsehen geschaut. Alles in allem war es ein
schöner Tag.
Hexentanzplatz

| hex hex hex :D |
| Das Hexenhäuschen |
| Bahnhof in Thale |
| Sleipnir - Wotans Pferd mit 8 Beinen |
| Der Zauberring Draupnir |
| 2 Hexen die sich verstehen :D |
| Brunnen der Weisheit |
Wotan - Hauptgott der
germanisch-nordischen
Mythologie
|
Tag 3
25.2.15
Am dritten Tag beschlossen wir die UNESCO Weltkulturerbestadt Quedlinburg zu besuchen.
"Quedlinburg ([ˈkveːdlɪnbʊrk], plattdeutsch Queddelnborg, offiziell auch Welterbestadt Quedlinburg[2][3]) ist eine Stadt an der Bode nördlich des Harzes im Landkreis Harz (Sachsen-Anhalt). 994 mit dem Stadtrecht versehen, war die Stadt vom 10. bis zum 12. Jahrhundert Sitz der zu Ostern besuchten Königspfalz weltlicher Herrscher und fast 900 Jahre lang eines (zunächst geistlichen, nach der Reformation freiweltlichen) Damenstifts.
Quedlinburgs architektonisches Erbe steht seit 1994 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes und macht die Stadt zu einem der größten Flächendenkmale in Deutschland.
In der historischen Altstadt mit ihren kopfsteingepflasterten
Straßen, verwinkelten Gassen und kleinen Plätzen befinden sich gut 2000
Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten. Am Markt liegt das Renaissance-Rathaus mit der Roland-Statue, südlich davon der Schlossberg mit der romanischen Stiftskirche und dem Domschatz als Zeugnisse des Quedlinburger Damenstifts. Auch der Münzenberg mit der romanischen Klosterkirche St. Marien und im Tal dazwischen die romanische St. Wiperti, der sich anschließende Abteigarten und der Brühl-Park gehören zum Weltkulturerbe." (Quelle: Wikipedia)
Es war nicht unser erster Besuch, denn wir waren schon einmal zu "Weihnachten in den Höfen". Jedes Jahr gibt es in den vielen kleinen Hinterhöfen der alten Gebäude unzählige kleine Weihnachtsmärkte zu bestaunen und man schafft es meistens nicht, auf jeden kleinen Weihnachtsmärk ein Glühwein oder Glögli zu trinken. Denn schon nach der Hälfte ist man ziemlich betrunken :D
Diesmal haben wir aber einen Bus genommen, da es nach Quedlingburg etwas zu weit zu laufen gewesen wäre. Ein genaues Ziel, außer den Schlossberg, hatten wir eigentlich nicht. Wir sind aber geradewegs vom Bahnhof und am Rande der Altstadt zum Schlossberg gelaufen. Wie der Name schon vermuten läss, ist es der höchste Punkt in der Stadt und überragt die restlichen Gebäude. Von hier aus hat man einen super Blick über die schöne Altstadt sowie über das angrenzende Umland. Man kann dort oben die Stiftskirche sowie ein Museum für wenig Geld besichtigen (hier mal ein Link dazu: http://www.quedlinburg.de/de/schlossberg-stiftskirche.html). Es ist definitv ein sehensweter Ort mit einer bewegenden historischen Bedeuutung. Trotzdem hatten wir irgendiwe keine Lust auf einen Museumsbesuch in sind nach kurzer Zeit Richtung Innenstadt gelaufen. Die Altstadt von Quedlingburg besitzt noch sehr viel und sehr gut erhaltenes Fachwerk. Mit viel meine ich ca. 2000 alte Fachwerkhäuser. Das ist ne ganze Menge, ne :) In den vielen kleinen Gassen findet man kleine Cafés, Restaurants, sowie Souvenirshops. Da wir eh einen Kaffee und einen kleinen Snack zu uns nehmen wollten, haben wir nach einem idealen Platz gesucht und ihn in der Nähe des Marktes gefuunden. Ein Café namens Samocca. Nun denk man automatisch: netter Name, aber was ist daran so besonders? Tja das werde ich mal kurz erklären. Von außen sah es schon mal sehr einladend aus und als wir reinkamen, waren wir überrascht wie schön es eingerichtet war. Was mir als Kaffee-Junkie gleich ins Augen fiel, war die große Auswahl an Kaffee, gemahlen oder als Bohnen erhältlich. Sie hatten echt Kaffee aus allen Teilen der Welt. (Kann man übrigens auch bestellen und liefern lassen) Ist auch erstmal nicht so ungewöhnlich. Als wir dann aber mit der Bedienung hinter dem Tresen sprachen, ist uns aufgefallen, das die Gute etwas langsam war und etwas Zeit brauchte alles aufzunehmen. Ok dachten wir uns, kommt ja ab und zu mal vor, und haben uns erstaml hingesetzt. Auch die Bedienung, die zu uns an den Tisch kam, war etwas "anders". Dann ist uns aufgefallen, dass alle Mitarbeiter eine körperliche oder geistige Behinderung hatten. Das hat uns erstmal stutzig gemacht, da wir sowas zum ersten mal gesehen haben. Trotzdem haben wir bestellt und alles lief reibungslos ab. Die Bedienung war super freundlich und der Kaffee bzw. unser kleiner Snack waren schnell da und super lecker. Wir haben uns dann über die "Besonderheit" des Café's informiert und man sagte uns, dass hier nur Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung arbeiten. Es ist ein Projekt zur Eingliederung geistig und körperlich behinderter Menschen in die Arbeitswelt. Das fanden wir natürlich super, dass es sowas gibt. Denn es ist schon sehr schwierig für Menschen mit Behinderung ein Arbeit zu finden. Um das Projekt etwas mehr publik zu machen, erwähne ich dieses Projekt hier auch etwas ausführlicher. Falls ihr mal in Quedlingburg seit und nen Kaffee trinken wollt, kann ich euch das Samocca nur empfehlen. Top Angebot, top Service, top Preise. Hier mal der Link dazu: http://www.samocca-quedlinburg.de/index.php/samocca
Nach unserer Stärkung und dem positiven Eindruck sind wir dann in Richtung Marktplatz gelaufen, und auch einmal drumherum. Tja viel niedliches Fachwerk, kleine Restaurants und Shops. ab und an gibt es auch einen Bauernmarkt. Dann haben wir noch eine kleine versteckte Gasse, den Schuhhof, gefunden, die direkt zum Höllenhof bzw zur Hölle führt. Ja nein nicht die Hölle, wo man hinkommt, wenn man böses getan hat. Sondern eine kleines niedliches Gässchen. dort findet man auch das kleine Hotel "Vorhof zur Hölle". Ist irgendwie lustig :) Hier ein Link dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6llenhof_%28Quedlinburg%29
Von dort aus sind wir dann wieder in Richtung Bahnhof zu unserem Bus nach Friedrichsbrunn aufgebrochen. Denn im Hotel wartete noch ein Fangopackung auf uns. Wir haben uns schon voll darauf gefreut und dachten wir sitzen in eine großen Badewanne voll Schlamm. aber Pustekuchen. Die Fangopackung bestand aus einem heißen Kissen gefüllt mit Fangozeugs. Das bekam man auf den Rücken gelegt und würde dann in ein dickes Handtuch eingewickelt. Dann lag man 20 minuten da und wurde von Chillout Lounge-Esoterik Musik beschallt. Was jetzt nicht so unentspanned war. Und für den Preis war das auch in Ordnung.Unsere Rücken war danach seeehr entspannt und knallrot :D Bei Dajana hat es ewig gedauert bis die Rötung entlich zurückging. Bei mir ging es aber relativ schnell. Njaja war trotzdem gut. Entspannt haben wir uns dann in unsere Zimmer zurückgezogen und den restlichen abend genossen.
Damit war der Kurzurlaub auch schon vorüber und wir sind am nächsten morgen mit aufgetankten Akkus wieder ach Hause gefahren. Da Hotel hat wirklich gute Wellnessangebote, das Preis-Leistungsverhältnis stimmt und daher würden wir es für einen Kurzurlaub dieser Art auch weiter empfehlen. Außerdem hat der Harz landschaftlich einiges zu bietes und ist daher immer einen Ausflug wert.
Wir hoffen, dass euch dieser Beitrag gefallen hat. Anregungen und Bemerkungen könnt ihr wie immer auf die Seite posten. Wir würden uns über euer Feedback freuen.
Bis dahin Dajana und Lille
| Schlossberg |
| Stiftskirche |
| Hohoho und ne Pulle voll Rum :D |
| Rathaus |
| Marktplatz |
| Hotel "Vorhof zur Hölle" |
| Die wohl kleinste Tür in Quedlinburg |





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